Was bisher geschah…

Wilkommen Ladies und Gentleman,

Zum Intro der Fortsetzung von Mit-Ohne-Gefühl! :)

Knapp zwei Jahre sind seit dem letzten Beitrag vergangen, deshalb werden sicher einige Details in diesem Post verloren gehen und höchstwahrscheinlich lasse ich einiges aus…
Seht es einfach als Epilog des Blogs von 2015 und als Prolog des Blogs von 2017.

Aufgehört habe ich mit der Schilderung meiner Arbeit in dem Restaurant und der verdrehten „Beziehung“ zu meinem Chef.
Ich habe mich (obwohl ich es besser wusste) darauf eingelassen, das Gesamtpaket Mann und Business – und vielleicht war die Idee nicht so gut wie ich dachte… Aber Entscheidungen werden getroffen, Gefühle werden zugelassen und Schicksale erfüllen sich sowieso ganz ohne unser Zutun.
Und so habe ich mein altes Leben auf Eis gelegt, die Vorsätze und Zweifel über Bord geworfen und mich head over heels in das Abenteuer gestürzt. Über eineinhalb Jahre lang habe ich ein Lokal geführt, eine Beziehung und ein „normales“ Leben… Es war schön, meistens.
Aber auch diese Zeit neigte sich schließlich dem Ende zu, lange genug hatte ich diesen Traum, der zu schön war um wahr zu sein, leben dürfen – und wie immer wenn man einen Deal mit dem Teufel eingeht, kommt er um seinen Tribut abzuholen.

Nach dem Ende des Lokals, im Januar diesen Jahres, war es dann soweit… Durch das Jahr voller Stress aller nur erdenklichen Arten und die ständige Belastung weit über meine Grenzen hinaus hatte ich mich zu sehr auszehren lassen, was ich mit einem völligen Zusammenbruch bezahlen musste.
Es war einfach alles zu viel gewesen und ich hatte mir zu viel zugemutet. Im Nachhinein würde ich vieles anders machen, aber wer könnte das nicht von sich behaupten :P

Nun war ich für drei Monate komplett „stillgelegt“, ich war kraftlos und einfach nicht in der Lage mein Leben wieder in den Griff zu kriegen.
Die Medikamente, die ich letztes Jahr absetzen konnte, muss ich mittlerweile wieder nehmen.
Außerdem musste mein Freund viel Arbeiten um uns finanziell abzusichern und letzte Verbindlichkeiten zu bedienen, das heißt ich war viel alleine.
Zum Glück ist uns im letzten Jahr eine Katze zugelaufen, die ich aufgenommen habe und die jetzt bei mir wohnt :)
Der kleine Kater ist mein Ein und Alles und ich stelle ihn euch auch bald vor.
Durch seine Anwesenheit geht es mir besser und seine kleinen Macken waren lange das einzige was mir Freude gemacht hat – er hilft mir sehr…

Ich habe viel gelernt in den letzten zwei Jahren, viel über mich und meine Grenzen, dass ich stärker bin als ich denke und doch gleichzeitig immer noch nicht so stark wie früher -und unter anderem auch, dass ich wieder vertrauen kann…
Sicher werde ich an der ein oder anderen Stelle nochmal Vergangenes aufgreifen, viele Erinnerungen verblassen ja im Laufe der Zeit bis sie irgendwas erneut wachruft. Und bis dahin werden euch keine Infos fehlen – momentan bin ich dabei mein Leben zu „reset-ten“.
Ich will wieder zurück an den Punkt im Juli 2015, ausgestattet mit vielen Erfahrungen und einigen neuen Attributen. Und mittlerweile mit einem Auto und einem Kater :D
Deshalb blogge ich auch wieder… Es ging damals bergauf, es ging mir besser… An den Punkt möchte ich wieder.

Dafür muss ich unter Umständen wieder einiges opfern und so manches zurücklassen…
Die Beziehung mit meinem Freund steht auf der Kippe. Ich brauche ihn einerseits, andererseits erdrückt er mich. Ich mag ihn um mich, aber mittlerweile mag ich ihn mehr wie einen Bruder. Ich will ihn nicht verletzen, ertrage aber kaum noch in der Beziehung „gefangen“ zu sein. Schwieriges Terrain…
Ich will unbedingt wieder frei sein, andererseits könnte mich der Verlust erneut zurückwerfen – an dunkle Orte denen ich lieber fern bleiben würde… Wahrscheinlich lässt sich das ganze nicht als Win-Win-Situation lösen. Wir werden sehen…

Für meine Zukunft habe ich Pläne: wunderbare, vernünftige und normale Pläne!
Ich will meinen zwei Leidenschaften nachgehen: Reisen und Schreiben. Und ich will meine Talente nutzen: Sprachen und ebenfalls das Schreiben. (Hoffe ich zumindest, oder?)
Mit meiner Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin will ich meine Fähigkeiten ausbauen und sie auch offiziell nachweisen können – ich werde die Ausbildung viersprachig machen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch.
Und danach ist der Plan in absehbarer Zeit ins Ausland zu gehen – mehr steht aber noch nicht fest. Wobei ich schon lange mal in Frankreich leben wollte, also in die Richtung wird es mich vielleicht als erstes ziehen.

Nun reicht es für’s erste. Ich denke damit habt ihr ein bisschen Lesestoff und neue Hintergrundinformationen – wenn es noch Fragen gibt, immer her damit :)
Auch Anregungen welche Aspekte der letzten zwei Jahre ihr gerne noch ein bisschen ausführlicher lesen wollt, nehme ich natürlich dankbar an.

Nun aber allen noch einen schönen Donnerstag!
Liebe Grüße, euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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Hallo, ist da noch jemand?

Guten Morgen!

Ich weiß jetzt gar nicht genau wo ich anfangen soll… Also ich habe die letzten zwei Jahre nichts mehr in diesen Blog geschrieben… Und ich denke es wird sich kaum jemand daran erinnern, dass es mich überhaupt noch gibt :P und falls doch, dann entschuldigt bitte die Funkstille!

Ich will meinen kleinen Blog jetzt langsam wieder aus seinem Dornröschenschlaf wecken und versuchen, die letzten zwei Jahre ein bisschen aufzuholen.

Vorneweg schon mal eine Kurzfassung… Überraschung – das Leben läuft nicht nach Plan!
Ich bin, obwohl ich es wirklich nicht vor hatte, eine Beziehung mit meinem ehemaligen Chef eingegangen – die mittlerweile schon fast zwei Jahre hält.
Ich habe mich gegen mein Studium entschieden und für das Restaurant. Dieses habe ich bis dieses Jahr als Geschäftsführerin geleitet.
Ich bin immer noch regelmäßig in Therapie, mit einigen Rückschlägen und ebenso vielen Erfolgen.
Ich wurde durch meine Rolle im „Geschäft“ und die Beziehung privat leider extrem eingenommen und habe alles andere vernachlässigt… So wie diesen Blog.
Ich konnte meinen Freund allerdings davon überzeugen das Restaurant aufzugeben um mehr vom Leben zu haben als nur Stress und Ärger.
Ich werde mich ab September zur Fremdsprachenkorrespondentin ausbilden lassen, damit ich endlich mal auf einen „halbwegs normalen“ Zweig komme und die Vorteile eines geregelten Lebens genießen kann :P

Das reicht erstmal für jetzt. Der Großteil der letzten zwei Jahre war ziemlich heftig für mich… Ich musste mich nach dieser aufreibenden Phase erstmal wieder selbst finden und dazu gehört auch dass ich wieder blogge :) mittlerweile sogar vom Smartphone aus :D

Na dann auf ein neues Jahr und viele interessante Einträge! Ich freue mich drauf :)

Liebe Grüße und bis ganz bald, euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Die Blog-Pause ist vorbei

Guten Abend meine Lieben!

Die letzten zwei Wochen habe ich mir immer wieder gedacht: „Fräulein, du hast schon lange nicht mehr gebloggt.“
Aber irgendwie bin ich auch nicht richtig dazu gekommen.

Momentan ist ja Klausurenphase… Außerdem habe ich viel gearbeitet.

Ich bringe euch mal schnell auf den neuesten Stand, hoffentlich finde ich ab jetzt wieder mal häufiger ein paar Minuten Zeit für euch.

Die Uni geht mir fürchterlich auf den Keks. Nicht nur weil ich momentan all‘ den sinnlosen Kram in meinen Kopf bekommen muss, den sie in den Klausuren hören wollen. Nein, mir wird immer mehr bewusst, dass die Universität nicht das ist, was ich mir vorgestellt habe… ich weiß nicht… so habe ich mir das einfach nicht vorgestellt. Das alles… hm.

Die Arbeit hingegen erfüllt mich. Im Restaurant zu sein, der Kontakt mit den Gästen, das Vertrauen das mein Chef mir entgegen bringt, dass er wert auf meine Meinung legt. Ich kann dort wirklich etwas bewirken, etwas verändern. Ich kann nicht nur die Speisekarten mit ihm überarbeiten oder ihn bei der Wahl der Blumen für den Saal beraten, nein, ich kann mich dort ein Stück weit selbst verwirklichen. Mein Vater war letztens bei uns und meinte nur: „Ihr beide seid ein gutes Team.“
Und da hat er Recht. Er baut seine Luftschlösser und ich passe auf, dass die Statik seiner Konstruktionen stimmt.
Er skizziert mir seine Pläne und ich sorge dafür, dass sie umsetzbar ausgearbeitet werden.
Er bekommt eine Anzeige von der Zeitung gesponsert und, ihr erratet es sicherlich, ich schreibe sie.

Diese Arbeit ist so viel mehr als ein Job. Ich könnte bei ihm einsteigen, wenn ich wollen würde. Noch ist das nicht der Plan, Plan C vielleicht, aber definitiv nicht der Plan. Auch wenn es verlockend ist.

Ich werde die Semesterferien über sehr sehr viel Arbeiten und Geld verdienen, um mir im Herbst ein Auto kaufen zu können. Schließlich muss ich ja auch im Winter irgendwie dort hin kommen. Wieder ein Projekt, von dessen Realisierung ich vor zwei Monaten nur hätte träumen können. Ein Auto, mein erstes Auto in Deutschland.
Ob es wieder ein Passat wird, wie in Neuseeland, weiß ich nicht. Ich schließe es per se nicht aus, aber ich habe eher an einen Kleinwagen gedacht. Seit meiner Kindheit wünsche ich mir einen grünen Lupo. Challenge accepted.
Ich habe mit zwölf oder dreizehn ein paar Dinge aufgeschrieben, die ich besitzen werde, wenn ich erwachsen bin – ich habe diese Liste zwar nicht mehr, aber ein paar Punkte habe ich noch im Kopf – und ich werde versuchen sie zu realisieren. Der Lupo ist als erstes im Bereich des Möglichen, also ran an den Speck. (Ihh, Speck… :P)

Nunja. Ich werde mir jetzt noch ein bisschen was zu Essen machen und werde euch vielleicht morgen und übermorgen noch mehr erzählen.

Bis dahin, euch eine schöne Zeit!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

What a week(-end)

Guten Abend meine Lieben!

Ich grüße euch von meinem Balkon!
Ich hab‘ die letzten Tage zu viel erlebt, um guten Gewissens am PC hätte sitzen zu können. Deshalb jetzt eine Zusammenfassung.

Also der Donnerstag war zwiegespalten. Mittags sind ich und mein Vater nach Regensburg in die Klinik gefahren, weil meine Tante meinte, der Zustand meines Opas würde sich so rapide verschlechtern, dass sie nicht weiß wie lange er noch hat. Wir haben den ganzen Nachmittag dort verbracht und versucht ihn etwas zu bespaßen. Dem Armen ist nämlich furchtbar langweilig… Im Kopf ist er noch fit, aber sein Körper will nicht mehr. Es geht ihm immer noch den Umständen entsprechend, aber Lust zu Sterben hatte er augenscheinlich keine. Weiter so, Opi.
Abends haben ich und meine Beste uns gegenseitig die Haare gefärbt und hatten jede Menge Spaß, auch wenn das ganze nicht unfallfrei vonstatten gegangen ist. Außerdem sind die Farben wieder nicht wie auf den Packungen. Nächstes Mal nehme ich wieder Olia. Basta, den Blödsinn kauf ich nicht noch mal – Olia stinkt auch nicht so schrecklich.

Freitag war relativ anstrengend, weil wir beide Donnerstag noch sehr lange wachgeblieben sind. Gegen Drei oder Vier haben wir erst geschlafen und etwa um Sieben hat der Wecker schon wieder geklingelt. War supi. Echt…
Aber der Stress morgens war’s wert.
Ich habe der Mutter meiner Freundin auch noch schnell die Haare gefärbt, weil die erst nachts nach Hause gekommen ist, während meine Süße Vorbereitungen für ihre Verabschiedung getroffen hat. Sie hat da nämlich ziemlich viel alleine organisieren müssen, was sie ziemlich gestresst hat.
Dann hab ich ihr mit der Hilfe der Freundin ihres Bruders die Haare gemacht – sie sah so wunderschön aus.
Während sie ihr Zeugnis bekam und den Segen von Gott und was da sonst noch alles anstand, habe ich nochmal etwas geschlafen.
Dann geduscht und mich fertig gemacht. Um halb oder dreiviertel Sechs kam sie vom richtigen Friseurtermin wieder und was soll ich sagen… Sie sah so wunderschön aus.
Sie hatte eine Hochsteckfrisur mit geflochtener Seite und ich habe mir nur schnell einen Dutt stecken lassen. Während sie sich umgezogen hat, habe ich der Freundin des Bruders Locken gemacht und mich dann auch noch schnell ausgehfertig hergerichtet.
Der Star des Abends trug ein roséfarbenes langes Kleid mit viel Ausschnitt am Rücken und ich ein dreiviertellanges, gemustertes Kleid (etwas unkonventioneller, natürlich).
Ihr erratet es vielleicht – sie sah so wunderschön aus.
Der Abend an sich war leider eine kleine Themaverfehlung für mich, weil die Musik kein einziges Mal tanzbar für junge Leute war… Wir hätten gerne mal getanzt, aber halt normal und nicht Diskofox. Dafür hatten wir auch zu wenig Männer.

Am Samstag bin ich ja abends abgereist und nach München zu dem Konzert gefahren. Und was soll ich sagen.
Es war mega. Ich war so überglücklich.
Bin immer noch geflasht – nächstes Jahr wieder.

Sonntag war ruhig, es war endlich mal wieder ausschlafen angesagt.
Dafür war Montag Abend wieder was geboten: eine Freundin hat mich zu einer Grillparty eingeladen, die alte Freundin aus Schultagen, die neben dem Nachbarn wohnt.
Der Abend war schön, die anderen haben noch Bierpong gespielt, aber ich hab mich mit etwas Radler begnügt, wegen Fahrtüchtigkeit und so.
Der Abend wurde immer länger, die Uni Dienstag früh immer unwahrscheinlicher und irgendwie führte eins zum anderen und ich bin über Nacht geblieben.
Ihr ahnt es wiederum, nicht bei der Freundin. Hach, ich bin unmöglich.
Aber es hat sich einfach ergeben, dass der Nachbar seinen Alkoholkonsum stark eingeschränkt hat und auch ansonsten irgendwie normaler war und dann haben wir uns unterhalten. Ich bin ja nicht komisch zu Leuten, mit denen ich schon mal was hatte.
Und als alle außer uns beiden ins Bett gegangen waren, war es Fünf. Und er hat mir angeboten da zu bleiben. Und ich habe leichtfertig zugestimmt.
Geschlafen habe ich wieder nicht mit ihm – ich erkenne ein Muster – aber diesmal war es okay. Ich hab auch nachgefragt, wieso eigentlich nicht. So mega unattraktiv bin ich nämlich auch wieder nicht.
Er will einfach was „ernsthaftes“ und keine bedeutungslosen Bettgeschichten. Aha, okay, auch gut.
Da er mich trotzdem die ganze Nacht nicht losgelassen hat, nehme ich das mal als kleinen Hinweis, dass ich eine potentielle Kandidatin sein könnte.
Einer Wiederholung hat er heute auch zugestimmt, nach einer erstaunten Frage, ob ich das sicher will, wenn er wieder nicht mit mir schläft. Ich bitte dich, darum geht’s mir nicht vorrangig.
Ich habe einfach gemerkt wie sehr ich das Alleinsein satt habe und dass ich ihn ganz gerne mag, mal sehen. Sollte das echt was werden, spendiere ich ne Flasche Asti. :D

Dienstag bin ich (ja, diesmal ich) bis Nachmittag bei ihm geblieben, danach noch tanken gefahren und dann schnell nach Hause um zu duschen und in die Arbeit zu düsen. Die haben mich nämlich spontan gebraucht. Drei Stunden Arbeit sind auch drei Stunden.
Und heute hab ich den ganzen verdammten Tag auf den behinderten Hermes-Boten gewartet. Mein Zalando Paket konnte nämlich letzte Woche nicht zugestellt werden und hätte ich es heute nicht angenommen, hätten sie es wieder zurück geschickt.
Ich wollte eigentlich nur auf den Boten warten und danach in die Stadt. Nur dummerweise kam die blöde Kuh erst um Acht. Um Acht. Zwanzig Uhr abends.
Ich sag’s euch, ich war so angepisst… Ich bestellt nie wieder irgendwo, wenn die Hermes liefern lassen. Die haben doch alle einen an der Waffel.
Naja. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Der soll ja auch wieder warm werden und ich hab morgen auch noch frei. Außerdem habe ich heute bereits aus lauter Langeweile und Frust Wäsche gewaschen und alle möglichen anderen Punkte der To-Do-Liste abgehakt, so dass ich morgen auch Zeit habe. Und die Stadt läuft ja nicht weg :D

Jetzt hänge ich noch etwas auf dem Balkon rum :)
Ich und der Vollmond wünschen euch einen schönen Abend und eine kühle Nacht!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Schlafen wird eh überbewertet…

Guten Morgen!

Ja, es ist sechs Uhr morgens, ich finde es ja auch komisch euch jetzt ein paar Absätze zu tippen… aber mein Körper hat beschlossen dass es keine Lust hat zu schlafen. Der Depp.
Jetzt bin ich eben wach. Macht ja auch wenig Sinn um die Uhrzeit noch schlafen zu gehen… da halte ich lieber noch zwölf Stunden durch und schlafe dafür dann wieder in einem halbwegs normalen Rhythmus. Passiert mir ja öfter.

War jetzt grade draußen auf dem Balkon und hab meine Tomaten und Zucchini-Pflanzen etwas zurückgeschnitten, was soll man auch sonst um diese Uhrzeit machen :P

Und jetzt löffel ich ein bisschen Apfelmus und erzähle euch erstmal ein bisschen was von gestern.
Hab ich schon erwähnt, wie lässig mein Chef ist?
Gestern Abend war nicht viel los, lediglich ein Tisch war reserviert: Für besondere Gäste. Golfer, die einen gehobenen Service wünschen.
Einer der älteren Herren hatte Geburtstag und deshalb haben wir uns natürlich sehr bemüht. Also zumindest ich. Aber meine Kollegin wurde gestern sowieso gekündigt, also konnte ich grade noch verkraften, dass sie den ein oder anderen Faux-Pas begangen hat. Das darf bei solchen Gästen einfach nicht passieren.
Ich stand eigentlich immer in der Nähe um ihnen Wein und Wasser nachzuschenken und später dann auch um sicherzugehen, dass das Essen zu ihrer vollen Zufriedenheit ist. Nach dem Essen war ich ihr Alleinunterhalter und habe mich mit den Senioren über Politik und die Gesellschaft unterhalten. Studenten-Bonus. 
Sogar den etwas griesgrämigen Herren, der Geburtstag hatte, konnte ich schlussendlich mit meiner Schlagfertigkeit und meinem Charme für mich gewinnen. Und das will laut meinem Chef schon was heißen – der Herr ist nämlich weithin als sehr speziell bekannt.
Ich wurde auch von allen Seiten für meine Leistung gelobt und bewundert, dafür dass ich keine Vorkenntnisse in der gehobenen Gastro habe, habe ich sämtliche Benimmregeln etc instinktiv richtig gemacht. Manche Sachen weiß man doch einfach, oder?

Abends kam dann das nächste Highlight, das würde ich mir selber nicht glauben hätte ich es nicht erlebt… Le Chef hat schon öfter more or less scherzhaft gesagt, wir würden nach der Arbeit noch Pizza essen gehen. Aber natürlich hat um 12 erstens nichts mehr auf und zweitens kann ich mir auch kaum vorstellen, dass das je geklappt hätte – die anderen wollen ja auch nach Hause nach einer zehn Stunden Schicht.
Also saßen wir in seinem Cabrio und er nur so „Was hältst du von Pizza?“.
Ich hab gelacht und geschaut welcher Italiener um zehn noch auf hat.
Und so war ich schon wieder in der Stadt – und hab mit meinem Chef Pizza gegessen :D
Also wenn mein Leben mal nicht läuft, dann weiß ich auch nicht. Dass ich wieder nicht bezahlen durfte, muss ich jetzt mal für’s Protokoll erwähnen.

Danach haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt gemacht und um zwölf habe ich die Haustüre aufgeschlossen. Da war ich schon unglücklich bei dem Gedanken an heute Morgen. Schließlich war um acht Uhr die Linguistik Vorlesung.
Die ich nicht besuche, wie ihr vielleicht merkt. Nein, ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan und das würde mich umbringen :P
Und ich muss ja bis heute Nachmittag wach bleiben. Und nix gegen meinen Prof, aber der ist bei dem Vorhaben keine große Hilfe :D

Und sonst so? Neben mir steht ein Smoothie, den ich grade noch gemacht habe. Ich hoffe dass ich heute die Wohnung aufräume. Es würde sich gut anbieten um mich beschäftigt zu halten…
Wenn das Wetter herhält, dann schau ich später noch auf nen Kaffee in der Arbeit vorbei. Und Tanken müsste ich auch noch… Aber hier regnet es schon seit fünf Tagen…

Ob ich mich mit den Augenringen aus dem Haus traue ist eine andere Frage :D

Ich wünsche euch einen schönen Tag!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl