Bittersweet dreams are made of the years…

Gute Nacht allerseits! (klingt komisch, oder?)

Ich träume. Ich träume von meinem Kryptonit. Ich träume von meinem Kryptonit seit Sonntag vor einer Woche…

Es sind gute Träume. Sweet dreams. Ich und andere Leute die ich gern habe… Dazu er. Einmal sogar mit seiner Freundin. Und immer ist es in der Gegenwart, ich weiß genau dass er nicht zu mir gehört. Und immer scheinen wir uns gut zu verstehen…
Und wenn ich so drüber nachdenke, dann ist das grausamer als wenn es Träume aus der Vergangenheit wären. Denn diese Träume werden niemals Realität sein. Sie können es nicht. Wir können es nicht. Nie werden wir einfach Freunde sein. Nie kann ich ihn wiedersehen, nicht als Freund und auch sonst nicht.

Ich konnte glücklich darüber sein. Dass ich es schaffe ihn als Freund in meinen Gedanken zu behalten… Aber es tut weh. Bittersweet dreams.

Ich will ihm schreiben, ihn anrufen, ihn sehen, ihm sagen dass er mir fehlt und ihn fragen wie es ihm geht…

Ich will ihn einfach in meinem Leben haben. Einfach nur als Freund. Er müsste mir nicht mal sagen dass alles zwischen uns gut wird… Er könnte mit seiner Freundin glücklich sein, mir egal… Ist er übrigens nicht. Hab FBI gespielt und das überprüft ;)

Aber das geht nicht… Nicht mal das. Und das tut weh. Wir haben keine Chance. Nicht mal als Freunde… Er fehlt mir, ich will einfach nur mit ihm reden. Wieso muss das nur so schwer sein? Wieso?

Ich schreie innerlich… Ich weine und ich tobe. Ich will doch einfach nur meinen ehemaligen besten Freund zurück… Aber es geht nicht. Er ist mein Kryptonit. Ich darf nicht. Niemals wieder.

Gute Nacht…
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl 

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Eine Sekunde

Guten Abend meine Lieben!

Es ist einiges passiert die letzten Tage.

Der Auslöser einer Kettenreaktion ungeahnten Ausmaßes war eine Sekunde des Sonntag Abends. Eine Sekunde der Unachtsamkeit, der Unbewusstheit und der Unvernunft.

Long story short: Mein Chef und ich standen im strömenden Regen, er hat mich in den Arm genommen und wenig später hat er mich geküsst. Und ich ihn vielleicht auch zurück, keine Ahnung. War auf jeden Fall eine Sekunde, die ich bitter bereue.
Ich bin danach panisch zur Haustüre geflüchtet und habe mich in meiner Wohnung verkrochen.

Als wäre die Situation so nicht schon beschissen genug, haben wir am Montag darüber geredet, während er mich in die Arbeit gefahren hat – und da wurde es erst richtig mies… ich habe ihm gesagt, dass es für mich nicht das selbe bedeutet hat wie für ihn. Und ich konnte literally den Moment sehen, in dem ich sein Herz gebrochen habe. Ich konnte die Enttäuschung und den Schmerz fühlen und ich habe mich dafür sofort gehasst. Ich habe mich unfassbar mies gefühlt.

Ich fühle mich immer noch mies. Und schuldig. Ich habe zugelassen, dass es soweit kommt. Das sieht mein Therapeut zwar anders, aber dazu später mehr.

Ich bin direkt nach der Arbeit in den Rewe gefahren und habe mich mit Fastfood, Wein und Zigaretten eingedeckt. Der Inbegriff von Verzweiflung.
Dann habe ich mich Abends auch noch mit Freundinnen betrunken. Zu allem Überfluss habe ich auch wieder angefangen zu Rauchen. Meine erste Schachtel seit Dezember.
Ich komme nicht damit klar, immer wieder den Schmerz in seinem Gesicht vor mir zu sehen. Wie seine Gesichtszüge hart werden. Wie er unkontrolliert Gas gibt um irgendwie seine Gefühle zu kanalisieren.
Immer wieder und wieder spiele ich diesen Moment ab. Wie ich ihm sage, dass es mir nichts bedeutet. Was nicht heißt, dass er mir nichts bedeutet. Aber eben nicht auf diese Weise.

Zum Glück hatte ich heute eine Sitzung. Mein Therapeut hat eine Behandlungsmethode ausprobiert, die sich „EMDR“ nennt. Durch eine Simulation der REM-Schlafphase kommt man an das limbische System im Gehirn und kann die Verarbeitung von blockierten Emotionen einleiten und beschleunigen. Wut – Schuld – Trauer.
Das war irgendwie anfangs komisch, allerdings wurde ich schnell ruhig und konnte mich auf die Behandlung einlassen. Es war interessant. Und danach hatte ich zwar mords Kopfschmerzen (der Doc meinte, das wäre normal weil die Behandlung sehr anstrengend ist) aber ich fühle mich seitdem auch besser.

Morgen muss ich wieder arbeiten. Hoffentlich bekomme ich unsere „Beziehung“ wieder auf die Reihe. Ich mag ihn wirklich gerne und ich liebe meine Arbeit…
Meine Leidenschaft alles tot zu denken, erschwert mir allerdings einfach abzuwarten. Heureka.

Ich hab mir heute die zwei nächsten Staffeln House gekauft, damit ich mich ablenken kann. Funktioniert auch ganz gut.
Ich wünsche euch noch einen schönen und produktiveren Abend und morgigen Tag!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Geben und Nehmen

Guten Abend.

Ich. Will. Sterben. – einfach weg. Weg aus diesem Leben.

Ich bin grade nach Hause gefahren. Im Dunkeln. In der Kälte. Kamikaze.

Ich kann nicht mehr. Wieso läuft immer alles schief? Was kann schlimmer sein, als den selben Schmerz immer und immer wieder zu spüren.

Kälte. Sie schnürt das Herz zu. Mit-Ohne-Gefühl. Wieder.

Ich war beim Nachbarn. Heute Abend. Es hat mich gebrochen. Wiedermal. Wie konnte ich nur so dumm sein? Anzunehmen, dass ich ihm was bedeute.
Es war beschissen. Beschissen zu merken, dass ich nur gegeben habe. All‘ die Zeit habe ich nur gegeben. Ohne zu Nehmen. Weil er nie gegeben hat.

Ich war so dumm. Nicht zu merken, dass er mich nur benutzt hat. Zu was auch immer…
Wenn er wenigstens mit mir geschlafen hätte und mir das Gefühl gegeben hätte, dass ich ihm nichts bedeute. Aber Nein. Er hat es nicht getan. Und ich bin der Illusion erlegen.

Ich bin so dumm.

Wieso kann ich nicht einfach einschlafen. Nie mehr aufwachen. Es ist genug.

Entschuldigt diesen Eintrag… ich kann nicht denken.
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

More or less desperate housewife

Guten Abend!

Da ich heute ja leider von den universellen Mächten zu Hausarrest verdonnert wurde, hab ich den Tag auch sinnvoll genutzt. Für Hausfrauendinge :P
Kochen, putzen, waschen, einkaufen. Nur gebacken habe ich nicht, dafür war keine Zeit und das Wetter zu schön. Da habe ich lieber Zeit mit meinen Pflanzen auf dem Balkon verbracht.

Ich hab mich überraschend schnell damit abgefunden, dass das Leben meine Pläne wiedermal durchkreuzt hat. Vor nicht allzu langer Zeit ging es mir nach so etwas immer viel länger schlecht.
Aber ich war gestern Abend nur etwas verzweifelt, ganz kurz, bevor ich eingeschlafen bin.

Meinen Kühlschrank und dem Wäscheberg in der Truhe hat der Tag gut getan. Wurde mal wieder Zeit :D

Jetzt bin ich eine Vorzeige-Desperate-Housewife, mit normalen und fermentierten Trauben auf meinem Couchtisch ;)

Einen schönen Abend noch!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Therapie

Einen schönen guten Abend allerseits!

Heute war ein schöner Tag, also zumindest nachmittags sogar besser als die letzten. The same procedure as every day. Aber ich habe mich heute mit Sherlock Holmes in die Badewanne gelegt und mich an meinem Mittagessen erfreut. Nichts besonderes also, im Grunde nicht mal besonders genug um euch hier damit zu belästigen.

Das einzige was heute herausgestochen hat, war die Therapie. Die war heute heftiger als sonst, tiefgründiger, emotionaler, unangenehmer. Ich war einmal sogar kurz davor zu weinen… Als ich mit ihm darüber geredet habe, dass meine Mutter sich nur über mich lächerlich gemacht hat als ich ihr von meinen Problemen nach Neuseeland erzählt habe. Von meinem Kummer, meiner Trauer, meiner Verzweiflung. Sie hat mich ausgelacht. In dem Moment ist ein weiteres Stück in mir zerbrochen. Ich wollte ihr nach dem halben Jahr Abstand noch eine Chance geben… und sie hat sie verspielt. Sei’s drum. Unsere Beziehung zu normalisieren wird die Herkulesaufgabe für meinen Doc sein, die ist so verkorkst da hilft ja nicht mal Alkohol -.-

Dazu kam der – aufgepasst – ödipale Konflikt aufgrund des Verhältnisses zu meinem Dad (aber um Gottes Willen denkt nicht dass es sich dabei um irgendetwas inzestuöses handelt! Das ist nur so ein Begriff aus der Psychoanalyse, geprägt von Sigmund Freud – ich hab mal recherchiert, bei Mädchen nennt man das auch Elektrakomplex) der sich in Eifersucht und Hass gegenüber meiner Mutter manifestierte. Da ich meine Zuwendung seit der frühesten Kindheit immer bei meinem Vater gesucht habe, weil meine Mutter sie mir nicht geben konnte/wollte, habe ich eine übertriebene Fixierung auf ihn.
Das führt wiederum dazu, dass ich aufgrund meiner altersbedingten Abnabelung und Distanzierung von meinen Eltern einen Ersatz für ihn suche, also für seine Zuwendung und Zuneigung.
Das bringt mich dazu, mich von Männern wie meinem Kryptonit-Mensch emotional abhängig zu machen. Heureka. Aber das erklärt einiges. Und es gibt meinem Therapeuten neue Ansatzpunkte.
Der erfährt von mir so viele Dinge, die sich mir selber erst erschließen und mir Sachverhalte und Zusammenhänge dann auffallen, wenn ich sie ihm erzähle. Es gibt so viele Ereignisse aus meiner Kindheit, die wir gemeinsam ausgraben… es ist hart. Irgendwie. So viele Dinge die ich als völlig normal erachtet hatte, findet mein Therapeut überaus bedenklich.
Wenn ich mich dabei ertappe, meinen Vater zu verteidigen, dann musste ich ihm schon recht geben, mit seinen Theorien und Thesen. Ich weiß ja selbst dass es die Wahrheit ist. Doch es ist natürlich nicht leicht… und es wir schwerer – aber das war klar.

Ich pack das schon. Auch ohne Kinderriegel :P
Einen schönen Abend noch!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl