You gotta get high before you taste the lows

Guten Abend!

Ich weiß ich habe mich wiedermal länger nicht gemeldet, aber wenn ich in das bekannte Loch falle, dann kann und will ich nicht bloggen…

Und obwohl ich das Loch nun schon eine ganze Weile durchquere, wird es immer tiefer. Und manchmal schlagartig. Und dann fällt man. Und ich bin gefallen, tiefer als ich es erwartet hätte… Und es war meine Schuld.

Ich war wieder mit meinen Freundinnen weg, als ich jemanden kennen gelernt habe. Er ist der Nachbar einer Freundin. Und weil aus irgendeinem Grund alle unsere Freunde auf einmal nach Hause gefahren sind und wir ganz alleine waren, habe ich ihn mit nach Hause genommen. Jaaa, ich weiß was ihr jetzt denkt.
Aber so war es komischerweise nicht, obwohl das irgendwie der Plan war. Er musste ja irgendwo hin und so spät nachts fahren die Busse nicht mehr. Außerdem fand ich ihn nett. Ich weiß auch nicht genau, was ich mir dabei gedacht hatte.

Schon mal vorneweg, nein, wir haben nicht miteinander geschlafen. (Warum nicht, das weiß Gott allein. Okay, und der feine Herr.)
Wir lagen einfach nur nebeneinander und haben geredet. Also eigentlich lag ich in seinem Arm – und er hat mich so gehalten, als würde er mich nie wieder los lassen wollen. Und das erste Mal seit langer Zeit fühlte ich mich irgendwie sicher. Und emotional gut aufgehoben, wobei ich in der darauffolgenden Nacht das erste Mal spürte, wie einsam ich bin.
Er war lange bei mir. Bis zum nächsten Abend. Wirklich seltsame Begebenheit, nicht? Es war eher als hätte ich einen langjährigen Freund zu Besuch, als einen Kerl den ich erst seit weniger als 12 Stunden kenne.
Er war so lieb zu mir. Und ich? Ich war einfach unmöglich. Meine panische Angst vor Nähe oder Gefühlen oder sonstwas hat mich dazu gebracht eine 180°-Drehung hinzulegen und ihn von jetzt auf gleich von mir weggestoßen.

Ich hab’s versaut. 
Ich hab es schlicht und ergreifend versaut. Ich mochte ihn und habe ihn erfolgreich vertrieben.
Das erste Mal seit meinem Kryptonit-Menschen habe ich so etwas wie vage Gefühle gegenüber einer Person empfunden – und muss jetzt dafür büßen, dass ich zu viel Angst hatte.
Da war jemand der mich mit diesem Funkeln in den Augen angeschaut hat, als wäre ich eine wunderschöne Blume, während er über meine Haare gestrichen hat… und was mache ich? In meinem Kopf erscheint nur ein einziger Satz: „Er hat etwas besseres verdient als mich, ich kann ihm nie das geben was er sucht…“

Und da lag ich nun, neben ihm, und entschied mich dazu, dass es besser für ihn ist wenn ich ihn nicht in mein verkorkstes Leben lasse.
Und eine bleierne Schwärze legte sich über mich. Ich wurde wieder kalt. Ich hab all‘ die Wärme wieder tief in mir weggeschlossen.

Jetzt ist er weg. Wahrscheinlich verletzt durch die Zurückweisung. Ich habe mich zwar entschuldigt, aber ich denke es ist zu spät. Und es ist allein meine Schuld. Und es ist allein mein Schmerz, den ich mir selbst zuzuschreiben habe.

Ich weiß jetzt wieder wie es sich anfühlt sich wie ein ganz normales Mädchen an einem ganz normalen Sonntag Morgen neben einem ganz normalen Menschen aufzuwachen; wie es sich anfühlt Glück zu empfinden, bloß weil einen das Gegenüber anlächelt; und ich weiß, dass eines Tages alles gut werden könnte…

Ich bin todunglücklich. Jeden Abend sehe ich das leere Bett und die Überreste meines Herzens ziehen sich zusammen… Ich will nicht länger alleine sein. Jetzt nicht mehr.
Aber ich habe es verbockt. Die eine Chance, auf die ich so lange gewartet habe, nicht genutzt.
Klar, wer weiß ob und wie sich das entwickelt hätte… aber ich habe weder ihm noch mir die Chance dazu gegeben, es herauszufinden.

Ich will nicht mehr. Da ist zu viel Dunkelheit… und ich sehe einfach kein verdammtes Licht mehr. Ich will dass es aufhört. Wieso kann ich nicht einfach mal etwas richtig machen? Wieso musste ich das wiedermal so fulminant in den Sand setzen….

Euch noch einen schönen Abend!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl (oder zumindest ohne jedes positive Gefühl…)

Winter is coming??

Guten Abend!

Was ist denn nur los mit dem Wetter… es wird jetzt also wieder kälter? Das kann doch nicht „deren“ Ernst sein… Da passt es ja sehr gut, dass im April die neue Staffel Game of Thrones anläuft. Denen geht es ja genauso – Winter is coming.

Kleiner Rückblick zu gestern Nacht, nur um mich kurz darüber zu beschweren, dass mich die scheiß Blase die halbe Nacht wachgehalten hat. Ich habe wirklich noch nie vorher solch eine Art Schmerz gespürt. So stechend und fies, an Intensität zunehmend, je länger ich den Fuß nicht bewegte. Das hat mich wahnsinnig gemacht! Wahnsinnig! Die zwei Schmerztabletten haben zu lange gebraucht um zu wirken… ich bin immer wieder auf und ab gelaufen und habe alles mögliche, was im Internet empfohlen wurde, ausprobiert. Aber weder ein Coolpack noch Wasser noch sonstwas hat geholfen… bis ich im Hängeschrank im Bad, ganz hinten, ein letztes Compeed gefunden. Und nach einer Viertel Stunde weiterer Qualen ging’s dann langsam. So, genug gejammert.

Heute hat es bei uns Hunde und Katzen geregnet – und Enten. Wirklich, auf einmal sind drei Entchen durch den Garten gewatschelt und haben das Wasser von den Fliesen getrunken. Voll niedlich, aber irgendwie war ich auch leicht verstört. Ich wohne nicht mal ansatzweise nahe an einem Gewässer :D
Bemerkt habe ich die kleine Versammlung, als ich mich um meine kleinen Pflänzchen gekümmert habe. Dabei habe ich zu meinem Missfallen festgestellt, dass die Auberginen nicht keimen wollten… Gut, dann gibt es halt keine selbst gezogenen Eierfrüchte im Sommer.

Heute kam übrigens die niederschmetternde Nachricht, dass der Versand meiner Spinne nicht klappt. War ja klar. So klar.
Der Züchter kann sie nicht versenden, weil – haltet euch fest – er am Mittwoch zu einer Live-Sendung im ZDF muss. Und dafür muss er noch soviel vorbereiten, dass er kein Päckchen für mich packen kann… Und mir eine Mail schreiben konnte er auch nicht…. hab ich gestern Nacht noch gemacht…
Ich hab die Spinne jetzt mal reserviert, nicht dass er in drei Wochen wieder nicht genau weiß ob er überhaupt noch welche abzugeben hat. Abfuck.

Der Tag war auch ansonsten wenig produktiv… Ich habe eigentlich nur Essen gemacht und es gegessen – was zu kolossalen Schuldgefühlen meinerseits führte, weil ich gefühlt schon wieder viel zu viel gegessen habe… Langsam dreht mein krankes, kleines Hirn völlig durch…
Aber zu viel wäre ich ohnehin nicht in der Lage gewesen, ich bewege mich in etwa so steifbeinig wie eine Oma mit Arthritis…
Wenigstens geht’s dem Hamster gut. Der hat mich heute mehrmals um Leckerchen angebettelt. Kleiner Vielfraß.

Jetzt gibt’s Navy CIS und Co, wie jeden Sonntag. Mehr will mein Kopf heute auch nicht…

Ich wünsche euch einen schönen Abend!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Lichter…

Guten Abend allerseits!

We’re born with millions
Of little lights shining in the dark,
And they show us the way.
One lights up, every time you feel love in your heart,
One dies when it moves away.

Dieser Ausschnitt stammt aus dem Lied „All the little lights“ von Passenger.
Ich höre das Album momentan jeden Abend beim Einschlafen, weil ich ohne Musik überhaupt nicht zur Ruhe kommen würde. Und gestern, ich war schon fast abgedriftet, da musste ich schnell noch notieren, dass ich heute einen Eintrag über dieses Lied schreiben will. Here we go.

Der Text berührt mich irgendwie, weil diese Methaphorik wirklich schön ist. Und ich glaube, dass bei Menschen wie mir, einfach zu viele Lichter „verglüht“ sind… Denn wenn es um dich herum immer dunkler wird, ich denke das nennt man Depression. Und die Lichter gehen so schnell aus… Viel schneller als ich neue anzünden könnte…
Wenn ich also nachts im Bett liege und den Lieder lausche, die da aus meinem Kopfhörer fließen, dann hat mein Kopf frei. Dann kann ich über Liedtexte nachdenken und muss mir nicht den Kopf über mein verkorkstes Leben zerbrechen.

Und wenn ich da im Dunkeln liege, dann frage ich mich manchmal schon, wieso es in mir langsam genau so dunkel wird… es geht mir zwar schon etwas besser, aber heute habe ich wieder einen sehr labilen Tag. Ich fange wie immer plötzlich an zu weinen und das ist wirklich blöd, wenn man grade im Bus sitzt und einen ein Kleinigkeit triggert…

Hab zuhause eine Tablette genommen, weil ich schon wieder nur am Weinen war. Es wird mir manchmal einfach alles zuviel. Ich bin heute nur kurz in die Stadt gefahren um Kaffee mit meinen Freundinnen zu trinken. Nur haben die alle was besseres zu tun (lernen, was ich auch sollte) und ich bin dann einfach alleine gegangen. Sei’s drum…
Auf jeden Fall ging es mir danach noch viel schlechter… Ich hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen und habe zum Kaffee einen Kuchen bestellt. Ich konnte ich nicht aufessen und ich habe jetzt Schuldgefühle, weil der Kuchen sehr süß war und bestimmt voller ungesunder Kohlenhydrate :(
Als der Wunsch aufkam, mich einfach zu übergeben, hab ich mich erschrocken. Eine Essstörung ist das letzte, was ich jetzt brauchen kann. Das kann zwar Hand in Hand mit der Depression gehen, aber ich würde alles tun um das zu verhindern. Die Sorgen dahingehend habe ich schon eine Weile… habe ich heute auch meiner besten Freundin geschrieben, weil ich nicht mehr weiter wusste. Wenn ich so weiter mache, dann ist bald nicht nur mein Geist kaputt, sondern auch noch mein Körper.

Ja… was ist nur los? Und warum gehen um mich rundherum immer mehr Lichter aus? Und wie kann ich sie nur wieder anzünden? „Every time you feel love in your heart“, da kann ich ja noch lange warten. Das mit den Gefühlen ist bei mir ja so ne Sache… Ich fühle mich so müde. Aber nicht körperlich. Innendrin. Seelisch… Eigentlich will ich mich jetzt wieder in meinem Bett verkriechen, aber wenn ich das mache, dann kapituliere ich wieder vor dem schwarzen Hund. Und das werde ich nicht, solange ich noch etwas Kampfgeist auftreiben kann.

Don’t you cry for the lost,
Smile for the living.
Get what you need and give what you’re given.
Life’s for the living so live it –
Or you’re better off dead.

Noch ein schönes Zitat, dass ich abschließen mit euch teilen will. „Life’s for the living“ ebenfalls von Passenger.
Ich lebe, weil ich momentan nichts anderes habe, als mein Leben.
Und wenn ich eines Tages zurückblicke, dann werde ich froh sein, dass ich mich jeden Tag auf’s Neue dafür entschieden habe. Und vielleicht lächle ich dann, wenn ich das hier nachlese, klappe das Notebook zu und kehre zurück in mein glückliches Leben.
Man wird ja wohl noch träumen dürfen. Oder?

Einen schönen Abend noch!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl