Spending money on a great time

Guten Abend meine Lieben!

Momentan gebe ich sooo unfassbar viel Geld aus. Aber nicht für Blödsinn, sondern für eine tolle Zeit.

Am Samstag Abend war ja die lange erwartete Party. Vormittags habe ich die Raffaello-Torte fertiggestellt, die ein großer Erfolg war. Es regnete Komplimente und niemand konnte so recht glauben, dass sie vegan war. Hat mich mit Stolz erfüllt.
Nachmittags haben wir gegrillt, bevor wir uns auf den Weg zum Boot gemacht haben.
Das Boot selbst war ein ganz normaler Ausflugsdampfer, auf dem eine ordentliche Anlage nebst DJ-Pult aufgebaut war. Die Musik war gut, die Getränke völlig überteuert und die Stimmung alkoholbedingt locker.

Den Sonntag habe ich bei Freunden verbracht, vorwiegend mit reden und Kuchen essen.
Und abends habe ich dann erneut Geld „verprasst“, für mein neuestes Projekt. Ich habe vor einigen Monaten einen Nano-Cube geschenkt bekommen. Den werde ich jetzt einrichten und ein Garnelenbecken daraus machen :)
Dafür habe ich gestern Pflanzen und Bodengrund bestellt.

Heute bin ich dann bei strahlendem Sonnenschein in der Gegend herumgekurvt, auf der Suche nach geeigneten Wurzeln für das Becken. Wenn nur mein Heuschnupfen nicht wäre… Auch dafür habe ich heute Geld ausgegeben. Mich mit Medikamenten eingedeckt, damit ich wenigstens halbwegs heil durch den Sommer komme. Es ist ein Elend…

Und noch eine weitere kostspielige Investition in eine gute Zeit habe ich heute getätigt. Ein Ticket für das einzige in Bayern stattfindende Konzert von Casper! *-* (entschuldigt den Smiley, aber ich kann es kaum fassen)
Ende Juni in München. Ich werde zusammen mit einer Freundin hinfahren und ich freue mich so sehr darüber. Wahnsinn :D

Ja, hoffentlich kommt die Steuerrückerstattung bald. Momentan lebe ich eindeutig über meine Verhältnisse.
Aber hey. Es geht im Leben nicht um Zahlen, sondern um Momente.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!
Liebe Grüße, euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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Trubel fern der Heimat

Guten Abend meine Lieben.

Ich sitze im Nachtzug nach Lissabon. Haha, Nein, nur ein Spaß. Eigentlich sitze ich im Nachtzug nach Hause… Und glaubt mir, bis hierhin war es ein langer und weiter Weg.

Wir haben nämlich an der Grenze ein Ticket gekauft, mit dem man einen Tag lang quer durch ganz Österreich fahren kann. Damit sind wir nach Linz gefahren um dort die „Schlacht der Fakultäten“ anzusehen – also eigentlich nur das dazugehörige Festival, bei dem unter anderem eine Band namens Erwin & Edwin aufgetreten ist. Die war ziemlich cool, obwohl das eine österreichische Band ist, die hier natürlich keiner kennt.
Der Hauptact war Mark Forster, den fand ich allerdings nur so semi. Live diese Liebesschnulzen zu performen ist nicht so gut für die Stimmung. Und ich finde solche Lieder von Haus aus dürftig.
Die Stimmung war trotzdem gut, es gab Radler für die gesamte Truppe und ordentlich Nahrungszufuhr. Zum Beispiel in einer Kette namens Burgerista, deren Burger laut dem Rest empfehlenswert sind. Ich begnügte mich mit Pommes. In Österreich sind die was Veganer angeht scheinbar noch nicht so weit.
Ich hab auf dem Festival auch einen Local etwas näher kennengelernt. Aber es war eigentlich nicht mal erwähnenswert. Das hier ist nur für mein Ego und das Protokoll.

Mit einem riesen Problem sahen wir uns allerdings konfrontiert, als wir den letzten Zug zurück nach Hause nehmen wollten und dieser als „EN“ gekennzeichnet war. Ob der in unserem Ticket enthalten war oder nicht, konnten wir nicht sagen. Also in ein WLAN-Netzwerk eingeklinkt und gegooglet und gesucht – auf einen grünen Zweig sind wir so allerdings nicht gekommen.
Wir hatten zwanzig Minuten Zeit, zu überlegen. Entweder für 40 Euro – pro Person (!) anstatt für alle fünf zusammen – ein Ticket für diesen Zug kaufen oder die Ahnungslosen spielen und es riskieren schwarz zu fahren. Wir waren schon fast so weit einfach bis zum nächsten Morgen zu warten, als wir schließlich im Konzil beschlossen, es einfach zu versuchen. Wir hatten keine Alternative und auch ansonsten war fast alles besser als so viel Geld zu verschleudern.
Eine Schaffnerin wollte am Eingang unser Ticket kontrollieren. Die Pistole auf der Brust entschieden wir uns für die Flucht nach vorn. Einfach fragen, ob wir mit dem Ticket mit dürfen.
Die Schaffnerin war sichtlich verwirrt, aber scheinbar war es ihr egal – denn sie winkte uns mit einem „steigt ein“ durch die Tür. Ich habe Freudensprünge gemacht. So haben wir den rettenden Zug doch noch erreicht. Puh. Danke liebe Schaffnerin. Dir deutschen Beamten wären da sicher nicht so kulant gewesen.

Wenn ich zuhause bin, werde ich mich mittels Hilfsmitteln in den Schlaf schicken. Ich brauche jede Minute nach diesem turbulenten Abend. Morgen wird anstrengend.
Ich habe heute schon mal einen Boden gebacken, aus dem ich dann morgen eine Torte zaubern werde. Eine Raffaello-Torte ohne die Kugeln, weil vegan und so ;)
Dazu muss ich eine Creme herstellen und Sahne aufschlagen und alles zusammenfügen und pipapo. Außerdem muss ich duschen und mich fertig machen und alles für Abends herrichten, weil ich ab zwei dann wieder bei einer Freundin bin. Grillen, Party und nochmal Party. Puh.
Man gönnt sich ja sonst nichts.

Ich grüße euch alle ganz herzlich vom Boden des Zuges aus. Wir lesen uns!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Die Ruhe vor dem Sturm

Guten Abend meine Lieben!

Entschuldigt die Funkstille. Aber während der Feiertage war mein Leben unspektakulär. Und über nichts wollte ich dann auch nicht schreiben.

Gestern hatte ich einen Termin bei meiner Ärztin und meinem Therapeuten.
Die Ärztin ist bald nicht mehr im Klinikum, weshalb das unser letzter Termin war. Ich habe ihr zum Dank Nougat-Muffins gebacken und sie mit selbstgemachten goldenen Marzipanrosen verziert. Über die hat sie sich sehr gefreut, ist ein bisschen rot geworden, weil sie überhaupt nicht damit gerechnet hat. Ich finde sie lecker, ich hoffe ihr haben sie auch geschmeckt… Vielleicht sollte ich ja doch Konditorin werden :P
Die Änderung in meiner Medikation bleibt jetzt erstmal, weil es gut funktioniert und eine Reduktion meiner Medikamente sicher gut für meinen Körper ist. Solange ich auch ansonsten stabil bleibe, hat es nur Vorteile.

Danach war ich beim Doc. Das Gespräch drehte sich mit ein paar Schwenkern immer um mein Problem mit Gefühlen. Ich habe Angst Emotionen zuzulassen, bin lieber rational anstatt mich der Unberechenbarkeit der Gefühle auszuliefern. Ausliefern… das wäre es für mich, wenn ich die Kontrolle verlieren würde. Hinter Vernunft und Logik kann man sich sehr gut verstecken – nur leider sind diese Qualitäten für den Umgang mit der Außenwelt nur begrenzt geeignet. Menschen brauchen Emotionen. Und wenn ich sie nicht zu lassen will, dann fehlen mir 50 Prozent der Chancen und Wege. Klingt sogar logisch.

Heute war wieder unspektakulär. Aber gut unspektakulär, nicht langweilig unspektakulär.
Heute ist die Ruhe vor dem Sturm. Nochmal die Akkus laden und den Tank auffüllen. Morgen geht es mit Freunden nach Linz, auf eine Veranstaltung der dortigen Uni. Da werden wir den ganzen Tag unterwegs sein.
Und übermorgen, Samstag, ist die Bootsparty, für die ich schon vor nem Monat mit Freunden Karten gekauft habe. Eine dieser Freunde hat am Sonntag Geburtstag, also non-stop Party. Könnte anstrengend werden ;)

Jetzt muss ich nochmal schnell ab in die Wanne, das mit Linz morgen wurde relativ spontan beschlossen und ich will morgen nicht allzu früh aufstehen.
Danach gibt’s vielleicht noch eine weitere Folge „Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.“. Momentan die Serie der Wahl, wenn sie schon mal auf Prime verfügbar ist :D

Ich wünsche euch einen schönen Abend!
Und ab heute gibt es wieder mehr zu berichten, also werdet ihr wieder in der normalen Frequenz von mir lesen.
Liebe Grüße, euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl