Die Blog-Pause ist vorbei

Guten Abend meine Lieben!

Die letzten zwei Wochen habe ich mir immer wieder gedacht: „Fräulein, du hast schon lange nicht mehr gebloggt.“
Aber irgendwie bin ich auch nicht richtig dazu gekommen.

Momentan ist ja Klausurenphase… Außerdem habe ich viel gearbeitet.

Ich bringe euch mal schnell auf den neuesten Stand, hoffentlich finde ich ab jetzt wieder mal häufiger ein paar Minuten Zeit für euch.

Die Uni geht mir fürchterlich auf den Keks. Nicht nur weil ich momentan all‘ den sinnlosen Kram in meinen Kopf bekommen muss, den sie in den Klausuren hören wollen. Nein, mir wird immer mehr bewusst, dass die Universität nicht das ist, was ich mir vorgestellt habe… ich weiß nicht… so habe ich mir das einfach nicht vorgestellt. Das alles… hm.

Die Arbeit hingegen erfüllt mich. Im Restaurant zu sein, der Kontakt mit den Gästen, das Vertrauen das mein Chef mir entgegen bringt, dass er wert auf meine Meinung legt. Ich kann dort wirklich etwas bewirken, etwas verändern. Ich kann nicht nur die Speisekarten mit ihm überarbeiten oder ihn bei der Wahl der Blumen für den Saal beraten, nein, ich kann mich dort ein Stück weit selbst verwirklichen. Mein Vater war letztens bei uns und meinte nur: „Ihr beide seid ein gutes Team.“
Und da hat er Recht. Er baut seine Luftschlösser und ich passe auf, dass die Statik seiner Konstruktionen stimmt.
Er skizziert mir seine Pläne und ich sorge dafür, dass sie umsetzbar ausgearbeitet werden.
Er bekommt eine Anzeige von der Zeitung gesponsert und, ihr erratet es sicherlich, ich schreibe sie.

Diese Arbeit ist so viel mehr als ein Job. Ich könnte bei ihm einsteigen, wenn ich wollen würde. Noch ist das nicht der Plan, Plan C vielleicht, aber definitiv nicht der Plan. Auch wenn es verlockend ist.

Ich werde die Semesterferien über sehr sehr viel Arbeiten und Geld verdienen, um mir im Herbst ein Auto kaufen zu können. Schließlich muss ich ja auch im Winter irgendwie dort hin kommen. Wieder ein Projekt, von dessen Realisierung ich vor zwei Monaten nur hätte träumen können. Ein Auto, mein erstes Auto in Deutschland.
Ob es wieder ein Passat wird, wie in Neuseeland, weiß ich nicht. Ich schließe es per se nicht aus, aber ich habe eher an einen Kleinwagen gedacht. Seit meiner Kindheit wünsche ich mir einen grünen Lupo. Challenge accepted.
Ich habe mit zwölf oder dreizehn ein paar Dinge aufgeschrieben, die ich besitzen werde, wenn ich erwachsen bin – ich habe diese Liste zwar nicht mehr, aber ein paar Punkte habe ich noch im Kopf – und ich werde versuchen sie zu realisieren. Der Lupo ist als erstes im Bereich des Möglichen, also ran an den Speck. (Ihh, Speck… :P)

Nunja. Ich werde mir jetzt noch ein bisschen was zu Essen machen und werde euch vielleicht morgen und übermorgen noch mehr erzählen.

Bis dahin, euch eine schöne Zeit!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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Sommer in der Stadt

Guten Abend allerseits!

Momentan ist bei mir so viel los, das mich am Abend todmüde ins Bett fallen lässt, dass ich mich leider nur sporadisch bei euch melden „kann“. Es ist einfach verrückt, wie viel ich unternehme und draußen bin, seit es wärmer ist.

Es ist endlich Sommer in der Stadt. Und hier ist es besonders traumhaft. Unsere Lage ist einmalig, durch die Nähe zu zig Flüssen und Gewässern gibt es massenweise Plätze, wo man den Tag verbringen kann. Auch die Wiesen am Campus bieten sich zum abendlichen Grillen, Bier trinken oder Shisha rauchen an. Und da hier 50% Studenten leben, trifft man da auch immer alte oder (dann) neue Freunde.

Dienstag war ich an der Uni, da war die Temperatur in den Hörsälen schon grenzwertig. In unserem Conversation Kurs haben wir über die sogenannte „Bucket List“ geredet, wobei ich verwundert war, wieviele Punkte von der Standard-Liste ich bereits abgearbeitet habe. Auch bei der Anzahl der bisher besuchten Länder lag ich ziemlich weit vorne. Das ist mir gar nicht bewusst, wie viel ich eigentlich schon erlebt habe.
Für nächste Woche sollen wir einen Punkt als kleines Referat vorbereiten, von dem wir finden, dass er auf die „Bucket List“ gehört. Ich werde natürlich Neuseeland nehmen. Jeder sollte da mal gewesen sein, bevor er/sie den Löffel abgibt. Außerdem fällt mir das Reden über die dutzenden Gründe nicht schwer, weil ich die meisten selbst schon erleben konnte. Und Bilder hab ich auch ;)

Mittwoch hatte ich einen Termin beim Doc und vorher habe ich mein Ergebnis vom Aids-Test von vor zwei Wochen abgeholt: Negativ. Quod erat demonstrandum. 
Mein Therapeut ist begeistert davon, welche Fortschritte meine emotionale Ausgeglichenheit macht. Ich übrigens auch.
Dass ich mich endlich stabilisiert habe, obwohl die Medikamente ja nur noch zu einem Drittel vorhanden sind, hält er für ein sehr gutes Zeichen.
Im Anschluss bin ich an einen nahegelegenen Stausee gedüst. Die Fahrt dahin war abenteuerlich, da ich mich erstens zuerst am falschen Stausee befand, danach nochmal ziemlich verfahren habe und auf dem Weg fast von einem LKW angefahren wurde. Dass ich dem Tod ins Auge blicken konnte, hat mich das schon ordentlich mitgenommen. Es haben vielleicht drei Zentimeter gefehlt… Was sind schon drei Zentimeter?
Bis in die Nacht saß ich mit Freundinnen dort und wir haben sogar etwas gegrillt. Und es hat uns so gefallen, dass wir uns für den nächsten Tag wieder verabredet haben.

Das war gestern, der Feiertag. Diesmal waren wir ausgerüstet mit Pizza, Getränken, Obstsalat, Decken und Kissen, Bikinis und Musik. Einen Schirm haben wir bei der Wasserwacht ausgeliehen. War eine gute Idee, es war nämlich brütend heiß, sogar im Schatten.
So haben wir den ganzen Tag am See verbracht und ich habe gemerkt, wie sehr ich das Schwimmen vermisst habe. Ich mag keine Schwimmbäder, weshalb ich selten dazu komme. Aber es war so schön :)
Als Erinnerung an den Tag habe ich einen ordentlichen Sonnenbrand an den Beinen bekommen. Aber ich benutze mehrmals täglich AfterSun, also sollte sich das zeitnah geben… Hoffe ich zumindest, sieht nämlich blöd aus.
Ohne den Sonnenbrand bekomme ich allerdings nur schwer Farbe, ich bin ja zu einem Viertel „Ginger“ und die roten Gene zeigen sich in meiner sommersprossigen, hellen Haut deutlicher als in den Haaren. Die ist natürlich sonnenempfindlich, allerdings weigert sie sich zusätzlich umso heftiger braun zu werden.
Darum habe ich heute ein Sonnenverbot verhängt und den Tag schweren Herzens nur drinnen und auf dem schattierten Balkon verbracht. Dafür habe ich drei Ladungen Wäsche gewaschen und das Geschirr gespült und mein Altpapier rausgetragen und den Müll noch dazu. Ein bisschen Produktivität hat noch keinem geschadet :D

Außerdem habe ich in den letzten Tagen meinen kleinen Nano-Cube eingerichtet. Das Paket mit den Pflanzen & Co kam am Mittwoch und ich konnte meine Ungeduld nicht mehr im Zaum halten :P
Jetzt blubbert es auf meinem Schrank im Wohnzimmer fröhlich vor sich hin. Neben dem Hamster, den das nicht zu interessieren scheint.

Alle Arachnophobiker, bitte überspringt den kommenden Absatz ;)
Mein Spinnchen hat sich endlich gehäutet! Sooooo lange habe ich darauf gewartet und gestern war es so weit. Sie lag morgens schon so komisch auf dem Rücken, da schwante mir zuerst Böses. Aber dann zählte ich zwei und zwei zusammen und besprühte ihr Netz vorschriftsmäßig mit Wasser, um ihr die Häutung zu erleichtern. Als ich abends wieder zuhause war, habe ich mich ordentlich erschreckt. Die Exuvie (also die leere Hülle) lag im Netz und ich hielt sie zuerst für die Spinne. Erst als ich den Behälter öffnete – um nach dem Rechten zu sehen – und Kankra mir entgegen lief, bemerkte ich meinen Irrtum und erschreckte mich zugegebenermaßen auch etwas. Damit hatte ich nämlich nicht gerechnet. Als ich dann die Hülle entfernt hatte und meine Kleine genauer betrachten konnte, habe ich mich gefreut. Sie war zwar noch hellblau, weil die neue Haut noch nicht ganz trocken war, allerdings knapp doppelt so groß wie vorher!
Mittlerweile ist sie wieder vollständig ausgefärbt und ich starre sie mehrmals täglich ungläubig an, weil sie so groß geworden ist. Wahnsinn. Ich muss noch ein paar Tage mit der Fütterung warten, aber ab jetzt gibt es größere Heimchen. Sie soll ja schließlich groß und stark werden :D

Willkommen zurück, Spinnen verabscheuende Freunde!
Jetzt noch zu einem nervenschonenden Thema: Meinem Balkon.
Der macht mir momentan nämlich auch eine riesen Freude. Die ersten Erdbeeren sind reif und die Tomaten übertreffen sich gegenseitig mit ihren Blütentrauben. Auch erste, kleine Zucchinis sind zu sehen.
Lediglich die Paprikapflanzen sind noch immer vergleichsweise klein, allerdings waren die bei Dehner auch nicht größer, also mache ich mir mal keinen Kopf. Wenn ich den Wäscheständer reinholen kann, hänge ich den Sessel wieder auf und verbringe den Abend draußen. Ich brauch nur noch was gegen die Mücken…

Ich wünsche euch auch einen lauen Sommerabend und eine gute Nacht!
Euer Fräulein Mit-Sonnenbrand

Überschwänglichkeit

Guten Abend meine Lieben!

Heute war ich im Klinikum, zum monatlichen Treffen mit meiner Ärztin.
Kurz bevor ich aus dem Haus gehen wollte, habe ich bemerkt wie unfassbar warm es draußen war. Also schnell umgezogen und los, natürlich etwas zu spät – musste wiedermal zum Bus sprinten :D
Also kam ich völlig am Ende an der Haltestelle an und was war? Der Bus kam zu spät. Ganze zehn Minuten. Ich sag’s euch, mein überhitztes Ich war ziemlich sauer. Und natürlich kam ich dann auch zu spät in die Klinik… meine Ärztin hat schon gewartet, was mir voll leid getan hat.
Als ich dann ihr gegenüber auf dem mit Leder bezogenen Stuhl saß, wusste ich gar nicht, wo ich anfangen sollte. Mir geht es im Vergleich zum letzten Termin so viel besser. Ich hab ihr also glücklich und strahlend von den Fortschritten in der Therapie berichtet. Und von meinem Leben, das langsam aber sicher endlich wieder in Ordnung kommt. Von der emotionalen Stabilität und meinem langsam zurückkehrenden Gefühlsempfinden. Ich war wirklich überschwänglich. Ich glaube ich hab selten so grenzdebil gegrinst, während ich was erzählt habe. Aber es war schön. Meine Ärztin hat sich wirklich für mich gefreut.
Und mit den Medikamenten wird es genauso laufen, wie es mir der Doc prophezeit hat.

Heute hat es leider doch nicht geklappt, dass mich eine Freundin besucht, die ich aus Neuseeland kenne. Sie hatte sich spontan gemeldet, weil sie vielleicht in meine Stadt fahren wollte. Das war schade. Aber obwohl ich mich wirklich drauf gefreut hatte, hat es mich nicht so zurückgeworfen, wie es das noch vor drei Monaten getan hätte.
Schließlich hatte ich auch so einen schönen Tag.
Zum Beispiel aufgrund eines wirklich ungewöhnlichen Kompliments. Ich habe auf dem Bürgersteig eine übergewichtige Frau überholt, als ich auf dem Weg in die Stadt war.
Als ich etwa einen Meter vor ihr war, hörte ich sie zu ihrer Tochter sagen: „So dürre Haxn…“ (Bayerisch für dünne Beine). Ich musste soo lachen, also in mich hinein – aber ich hätte mich gerne umgedreht und ihr gesagt, dass ich stolz auf meine Figur bin. Aber das wäre der armen Frau gegenüber gemein gewesen. Vor allem weil ich in der dünnen schwarzen Strumpfhose wirklich sehr schöne Beine habe :D

Auf dem Weg nach Hause hab ich Spargel gekauft :) und Eistee, weil ich vor Durst fast gestorben bin.
Zuhause hab ich den ganzen Nachmittag bis zum späten Abend auf dem Balkon gewerkelt. Ich musste schließlich meine biologische Schädlingsbekämpfung ausbringen, damit ich am Wochenende die Pflanzen auf den Balkon pflanzen kann – wenn mir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht.
Und ich will die Meisen an mich gewöhnen, mittlerweile sind sie schon etwas weniger schreckhaft :)

Ich hoffe dass meine Spinne morgen kommt. Ich bin besorgt, weil DHL in der Sendungsverfolgung anzeigt, dass das Päckchen noch nicht mal beim Verteilerzentrum angekommen ist. Das kann doch eigentlich gar nicht sein? Die hatten schließlich einen Tag Zeit? Oh Mann… Ich ahne schon wieder böses…
Ich soll morgen auch zwei andere Päckchen bekommen – wird spannend. (Auf meinen Fire-TV-Stick freue ich mich schon sehr ;))

Ich informiere euch selbstverständlich morgen, ob mir das Glück hold war.
Ich wünsche euch einen schönen Abend und morgen tolles Wetter!
Sonnige Grüße, euer Fräulein Mit-Ganz-Viel-Gefühl

Fortschritte?

Guten Abend!

War heute nicht ein wunderbarer Tag? Also bei uns war es warm und wunderbar sonnig, mit einer angenehmen Brise :)

Die heutige Therapie-Stunde kann ich als erfolgreich abbuchen. Der Doc war sehr zufrieden mit den Entwicklungen was meine Mutter angeht. Er hat mich mehrmals dafür gelobt, dass ich ihre meine Situation so sachlich dargelegt habe. Und ich glaube er hat sich ehrlich darüber gefreut, dass sie mir endlich mal zugehört hat.
Heute haben wir uns über meine Zukunftspläne unterhalten… darauf gekommen sind wir über einen kleinen Umweg nach Neuseeland. Da ich eines Tages dorthin zurück möchte – um dort zu bleiben – muss ich mir eine Zukunft schaffen, in der ich genug verdiene um viel Geld zurücklegen zu können. Und natürlich müsste ich mir, wenn ich so circa 30 Jahre älter bin als jetzt, auch einen Job suchen durch den ich kontinuierlich Geld verdienen kann am Besten ohne ortsgebunden zu sein. Und wenn es nach mir ginge, wäre ich später gerne mal Schriftstellerin.
Als mein sehr geschätzter Therapeut mir dann allerdings vorgeschlagen hat, damit doch gleich anzufangen, war ich kurzzeitig überfordert.
Ich meine, sein Argument dass ich momentan so viel Zeit habe, wie ich es in meinem Leben nicht mehr so bald haben werde, ist durchaus schlüssig. Und meine Ausrede, dass ich bisher zu wenig erlebt habe um ein gutes Buch zu schreiben, hat er als das entlarvt, was es ist – eine Ausrede…

Also ich weiß nicht… ich meine, ich schreibe gerne, ja. Aber bin ich wirklich dazu in der Lage ein Buch zu schreiben? Ich habe schon so einiges erlebt, aber reicht mein Erfahrungsschatz um genug überzeugende Motive und logische Handlungsstränge für ein Buch daraus zu entwickeln? Kann ich mich darauf konzentrieren? Ich habe es bisher geschafft, diesen Blog regelmäßig zu schreiben… wenn ich genauso jeden Tag an dem Buch schreiben würde, hätte ich es vielleicht in einem halben Jahr – ich muss nur anfangen.

Ich mache Fortschritte. Aber reicht es um etwas so wundervolles wie ein Buch zu (er)schaffen?
Würde mir zumindest leichter fallen, als mein anderes Projekt – wieder Menschen an mich ranzulassen… was haltet ihr denn davon?

In Neuseeland habe ich immer gesagt: „Give it a try.“

Liebe Grüße und teilt mir mal eure Einschätzung mit :)
Danke dafür, euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Therapie

Einen schönen guten Abend allerseits!

Heute war ein schöner Tag, also zumindest nachmittags sogar besser als die letzten. The same procedure as every day. Aber ich habe mich heute mit Sherlock Holmes in die Badewanne gelegt und mich an meinem Mittagessen erfreut. Nichts besonderes also, im Grunde nicht mal besonders genug um euch hier damit zu belästigen.

Das einzige was heute herausgestochen hat, war die Therapie. Die war heute heftiger als sonst, tiefgründiger, emotionaler, unangenehmer. Ich war einmal sogar kurz davor zu weinen… Als ich mit ihm darüber geredet habe, dass meine Mutter sich nur über mich lächerlich gemacht hat als ich ihr von meinen Problemen nach Neuseeland erzählt habe. Von meinem Kummer, meiner Trauer, meiner Verzweiflung. Sie hat mich ausgelacht. In dem Moment ist ein weiteres Stück in mir zerbrochen. Ich wollte ihr nach dem halben Jahr Abstand noch eine Chance geben… und sie hat sie verspielt. Sei’s drum. Unsere Beziehung zu normalisieren wird die Herkulesaufgabe für meinen Doc sein, die ist so verkorkst da hilft ja nicht mal Alkohol -.-

Dazu kam der – aufgepasst – ödipale Konflikt aufgrund des Verhältnisses zu meinem Dad (aber um Gottes Willen denkt nicht dass es sich dabei um irgendetwas inzestuöses handelt! Das ist nur so ein Begriff aus der Psychoanalyse, geprägt von Sigmund Freud – ich hab mal recherchiert, bei Mädchen nennt man das auch Elektrakomplex) der sich in Eifersucht und Hass gegenüber meiner Mutter manifestierte. Da ich meine Zuwendung seit der frühesten Kindheit immer bei meinem Vater gesucht habe, weil meine Mutter sie mir nicht geben konnte/wollte, habe ich eine übertriebene Fixierung auf ihn.
Das führt wiederum dazu, dass ich aufgrund meiner altersbedingten Abnabelung und Distanzierung von meinen Eltern einen Ersatz für ihn suche, also für seine Zuwendung und Zuneigung.
Das bringt mich dazu, mich von Männern wie meinem Kryptonit-Mensch emotional abhängig zu machen. Heureka. Aber das erklärt einiges. Und es gibt meinem Therapeuten neue Ansatzpunkte.
Der erfährt von mir so viele Dinge, die sich mir selber erst erschließen und mir Sachverhalte und Zusammenhänge dann auffallen, wenn ich sie ihm erzähle. Es gibt so viele Ereignisse aus meiner Kindheit, die wir gemeinsam ausgraben… es ist hart. Irgendwie. So viele Dinge die ich als völlig normal erachtet hatte, findet mein Therapeut überaus bedenklich.
Wenn ich mich dabei ertappe, meinen Vater zu verteidigen, dann musste ich ihm schon recht geben, mit seinen Theorien und Thesen. Ich weiß ja selbst dass es die Wahrheit ist. Doch es ist natürlich nicht leicht… und es wir schwerer – aber das war klar.

Ich pack das schon. Auch ohne Kinderriegel :P
Einen schönen Abend noch!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl