Rosige Aussichten

Guten Tag meine Lieben!

Ich bin es wieder. Überraschung :D

Ich. Bin. Glücklich.

Ich habe gestern meinen Probearbeitstag gehabt. Und es war mega entspannt, die Truppe ist total nett, mein Chef ziemlich cool drauf – von der Location mal ganz zu schweigen. Ich bin so ein Glückspilz, diese Stelle gefunden zu haben…
Der Chef und ich sind per du, der zweite Koch ist so alt wie ich und die anderen Kellnerinnen sind so Typ Mama. Alles familiär, das komplette Gegenteil zu meiner letzten Arbeitsstelle.
Ich hab mich schnell zurecht gefunden und mir wurde immer ausgeholfen, falls ich etwas mal nicht wusste. Viele Abläufe waren mir aus meinen früheren Jobs schon bekannt, das hat schon geholfen – aber ich habe von allen Seiten zu hören bekommen, wie gut ich mich geschlagen habe. Also hab ich scheinbar gar nicht mal so dumm angestellt – was auch erklärt, warum ich von Fleck weg eingestellt wurde :)

Es ist ohnehin ein Traum: Der Chef persönlich hat mir was zu Essen gemacht, wir haben uns in einer ruhigen Phase zusammen auf die Terrasse gestellt und geredet und nach der Arbeit spät abends gab’s sogar noch Sekt :D
Sogar meine Mutter ist restlos begeistert. Sie hat mir sogar gesagt, dass sie stolz auf mich ist.
Und den Kredit bekomme ich auch. Prima. Es wird ein schöner Juni!
Ich war gestern von 14 bis 24 Uhr da und bin erstaunlich fit gewesen. Dafür, dass es mein erster Tag war, hielten sich Schmerzen in den Füßen etc in Grenzen.
Donnerstag und Freitag bin ich wieder eingeteilt, dieses Mal etwas früher, weil ich Freitag Abend nach Hause zum Geburtstag meiner Oma fahre. Und die Woche drauf dann Donnerstag bis Sonntag. Mein Chef hat mich ja fast angefleht vier Tage die Woche zu arbeiten. Jetzt bin ich auf seinen Wunsch hin, anstatt auf 450 Euro-Basis, ganz normal Teilzeit eingestellt.
Ich habe es ja auch nicht geglaubt – aber scheinbar haben ein paar seiner Stammgäste angemerkt, dass seine neue Aushilfe „ganz süß“ sei. Oha :D

In Bundfaltenhose, Bluse, Schürze und mit Zopf war ich das wahrscheinlich auch :D
Und die latenten sexuellen Anspielungen kennen ich von früher, das ist eben Gastronomie. Außerdem habe ich meine Stelle sicher, zumindest solange der Chef mich leiden kann – und der hat schon angemerkt, dass es ihm gefällt wie ich Kontra gebe ;)
Hehe. Keine Sorge, ich bleib schon vernünftig – aber ich bin nunmal das jüngste und ansprechenste Wesen in dem Laden :DD
Und alleine dass ich schon wieder so denke, zeigt mir dass das alte Fräulein sich zurückkämpft. Aber ich bin momentan auch ehrlich glücklich.

Sonntag Morgen war ich noch bei dem Aquaristik-Verein und habe direkt Kontakte mit den Locals geknüpft. Und ein Pflänzchen mitgenommen. Und nächsten Monat bekomme ich Garnelen und die Bodenfische direkt von den privaten Züchtern zu einem Bruchteil des Ladenpreises – läuft!

Da ich ja ab jetzt (nicht wenig) Geld verdiene, kann ich mir solche Hobbies auch leisten. Und sowohl mein Tattoo, als auch der geplante Urlaub mit einer Freundin sind jetzt in greifbare Nähe gerückt. Von einer neuen Sommer-Garderobe will ich gar nicht erst anfangen :D
Der zweite Koch hat mich schon gewarnt, dass unser Chef auf Tattoos steht. Da muss ich ja echt aufpassen, dass ich ihn nicht vom Kochen ablenke ;)

Ach meine Lieben, ich kann euch gar nicht sagen, wie gut es sich anfühlt, endlich raus aus dem Schatten zu sein. Und die Sonne wird immer heller…
Der Chef hat mir sogar angeboten bei ihm eine Ausbildung zu machen, falls mein Studium mir zu blöd wäre, nachdem er Bilder meiner Torten gesehen hat. OMG! Gastronomie! Ich muss mich echt zusammenreißen. Eigentlich würde ein Teil von mir sein Angebot nämlich sofort annehmen – aber das wäre jetzt unvernünftig. Und so wie es jetzt ist, ist es gut. Ball flach halten, Fräulein.

Ich habe heute mit meiner Mutter telefoniert und wir haben darüber geredet, dass ich vorhabe kein BAföG mehr zu beantragen. Wenn ich arbeite, brauche ich es eigentlich nicht mehr und muss sonst bloß aufpassen, dass ich nicht über irgendwelche Beträge komme. Außerdem verschulde ich mich so nicht noch weiter. Ein Vorteil. Um meine Mum zu entlasten werde ich auch den Strom selbst zahlen, dann sind wir quitt. Sie soll sehen, dass ich mein Leben auch alleine auf die Reihe kriege – genau das passiert nämlich gerade.

Ich wünsche euch mit meiner ganzen Euphorie einen wunderschönen Tag und hoffe, dass noch viele Beiträge in dieser Stimmungslage folgen werden!
Liebe Grüße, euer Fräulein Mit-Glücksgefühlen

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Sunny Saturday

Guten Abend allerseits!

Heute war ein wunderbarer Tag. Warm und sonnig, außergewöhnlich mild. Ich bin ganz gemütlich aufgestanden und habe mich zum Frühstücken an das offene Fenster, in die Sonne, gesetzt. Die warmen Strahlen und das gleißende Licht, das sich auf meinem weißen Schreibtisch spiegelt, weckten ein lange in mir verschüttet geglaubtes Gefühl von Zufriedenheit. Es fühlte sich ein bisschen nach Sommer an, wie die Sonne meine Haut erwärmte. Die gezuckerte Grapefruit passte wunderbar zu den Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht, obwohl es wie immer eine riesen Sauerei war sie zu essen.

Danach habe ich mich fertig gemacht, weniger Kleidungsschichten angezogen als sonst und mir meine Jacke und meinen Beutel geschnappt. Als die Haustüre hinter mir ins Schloss gefallen ist, wehte ein leichter, milder Wind durch meine Haare und das erste Mal seit Wochen schloß ich meine Jacke nur halb.
Ich lief die Straße entlang, Richtung Lidl und blinzelte fröhlich in die Sonne. Es tat gut endlich einmal draußen zu sein ohne zu frieren und ich freute mich ziemlich über die Wärme der Sonne auf meiner schwarzen Hose. Bei Lidl habe ich Obst, Gemüse und Saft gekauft und es mühsam nach Hause getragen. Wenn ich sie dann nach Hause tragen muss, ärgere ich mich immer über die Entscheidung Kartoffeln gekauft zu haben. Heute auch. Der Trageriemen der Tasche schnitt mir wie immer in die Schulter, als ich den Berg hochstapfte.
Aber als ich die Tüte dann schnaufend durch die Türe und in die Küche trug, war ich froh dass ich sie so weit getragen habe.

Wie immer habe ich mein Hörbuch laufen lassen, während ich das Gemüse kleingeschnitten habe. Meditativ schälte ich die äußeren Blätter des Rosenkohls ab und lies meinen Gedanken freien Lauf. Als ich alles in den Topf geworfen und es etwas angebraten hatte, füllte ich den Topf mit etwas Wasser auf und würzte den Topfinhalt großzügig.
Während der Eintopf vor sich hinköchelte, beobachtete ich zufrieden das Blubbern. Die ganze Szenerie hatte etwas friedliches :)

Nachdem ich ein Schüsselchen Eintopf gemümmelt hatte, habe ich mich auf mein Bett gelegt und hier liege ich nun und schreibe ein bisschen was für euch. Gleich gehe ich ins Wohnzimmer um mein Samstag-Abend-Ritual mit Navy CIS zu vollziehen. Heute war ein guter Tag.
Der erste gute seit einiger Zeit…

Liebe Grüße und einen schönen Abend noch!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Sonnenstrahlen

Guten Abend!

Heute war hier in Niederbayern ein sonniger Tag, so etwa bis 14 Uhr. Und ich bin in der Stadt spazieren gegangen um das auszunutzen.

Ich hab ja mal gelesen, dass der Körper die Melatonin-Produktion zurückfährt, wenn er durch das Auge „Licht“ empfängt. Das heißt um wacher und aktiver zu sein, muss man draußen sein und sich der Helligkeit aussetzen. Denn weiterhin hab ich gelesen, dass es selbst an einem bewölkten Wintertag draußen um ein Vielfaches heller ist als es drinnen jemals sein könnte. Soviel zur Theorie. Praktisch tut einem ja auch die Luft, die Bewegung und die subjektiv empfundene Wärme gut :)

Ich wollte dann eigentlich im Einkaufzentrum ein paar Sachen erledigen, aber nichts von dem was ich wollte (darunter ein süßer Blazer von Orsay, den sie im Sale in Salzburg leider nicht mehr in 36 hatten, aber hier gleich gar nicht mehr) war in der Form vorhanden, die ich mir gewünscht hätte. War aber egal. Ich habe bei einem regionalen Bäcker Brot und Brötchen gekauft und bin dann zurück in den Bus, denn es hat zugezogen und der Himmel war mittlerweile bewölkt.

Bei Rewe habe ich dann einen Großeinkauf gemacht, weil ich nach eineinhalb Wochen Abwesenheit so gut wie nichts mehr im Kühlschrank hatte. Hab meine komplette große Desigual-Einkaufstasche voll mit Obst, Gemüse und allem was sonst nicht bei drei auf dem Baum war voll gefüllt, meinen Jutebeutel ebenfalls. War ohnehin knapp, dass ich alles reinbekommen habe. Voll bepackt bin ich nach Hause gelaufen und hab mir so das Krafttraining gespart. Wirklich, mit den sechs-sieben Kilo auf dem Rücken war das schon krass anstrengend.

Als ich wieder zuhause war, habe ich mir einen Veggie-Burger gemacht und mich darüber gefreut, dass ich heute auch den Papierkram für die Uni und die Krankenkasse erledigt habe. Auch erfüllte Aufgaben sind kleine Erfolge, kleine Sonnenstrahlen auf der Haut :)

Obwohl mir Neuseeland fehlt, obwohl mir er fehlt, fühle ich mich relativ gut. Es wird zwar nicht grade einfacher, worauf ich ehrlich gesagt gehofft habe, aber ich lerne damit klar zu kommen – ich schaffe es. Jeden Tag ein bisschen besser.

Ich schicke euch hoffnungsvolle Grüße!
Einen schönen Abend noch :)
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Es sind die kleinen Dinge…

Guten Abend!

4. Therapiestunde: Wiedermal Vergangenheit, Beziehung zu Vater und Mutter, Beziehung von Mutter und Vater, der ganze Mist eben. Ich will mich ja nicht beschweren…
Aber als Scheidungskind finde ich das ganze einfach nur blöd (um es so auszudrücken, wie ich es vor acht Jahren auch getan hätte). Und je länger wir drüber reden, desto tiefer in meinen Erinnerungen grabe ich – und natürlich grabe ich viele traurige Erinnerungen aus.
Ich war heute mehr denn je schockiert darüber, wie viel ich noch ganz genau weiß, es teilweise noch bildlich vor mir sehe. Das müssen schon traumatische Zeiten für mich gewesen sein, wenn ich das heute noch so aus meinem Kopf kramen kann. Das meint der Doc übrigens auch, also dass eine Scheidung für ein Kind ein Trauma ist, das in seinem Leben auf vielfältigste Weise wieder und wieder „Schaden“ anrichten kann. Zum Beispiel bei Trennungen, besonders schlimm – wie in meinem Fall – wenn es aufgrund ähnlicher Themen geschieht. Heureka! Aber gut das wenigstens zu wissen. So habe ich darüber jetzt schon häufiger nachgedacht, und zwar mit anderen Sichtweisen und Blickwinkeln.

Aber auch meine momentane „dunkle Phase“ wurde besprochen und beleuchtet. Und wir kamen übereinstimmend zu dem Schluss, dass die doppelte Dosis (die normale Dosierung, also kein Grund zur Besorgnis) Elontril mir vielleicht helfen kann. Wenn es jetzt schwierig ist, dann muss ich wieder eine Motivation finden um weiter zu machen. Und die Aussicht, dass in zwei drei Wochen die Dosierung mein Hirn wieder richtig funktionieren lässt, ist Motivation genug. Bis dahin, weiterschwimmen. Durch die Flüsse aus Blei, durch die Meere mit Wellen der Verzweiflung, durch die Seen aus den Tränen der Vergangenheit. (Poetisch werde ich auf meine alten Tage auch noch ;))

Aber es sind die kleinen Dinge, die mich am Funktionieren erhalten. Die kleinen Lichtpunkte, die wie Glühwürmchen ab und an in der Dunkelheit auftauchen.
Eines dieser Dinge ist Tassen-Kuchen aus der Mikrowelle. Den habe ich heute (für mich) entdeckt und war restlos begeistert. Der ist vegan, total einfach und geht superschnell. Das hier ist kein Food-Blog, aber ich will euch das Rezept trotzdem ans Herz legen, denn ein warmer Schokokuchen ist ein Seelenstreichler!

Einfach eine Tasse nehmen (also nicht Omas Porzellan mit Goldrand, sondern etwas mikrowellentaugliches) und einen Esslöffel.
2 Löffel Mehl und etwas Backpulver, 2-3 Löffel Zucker, 1 Löffel Kakaopulver, 3 Löffel (Soja-)Milch und 1,5 Löffel Öl in der Tasse verrühren – ich nehme dazu einen kleinen Schneebesen. (Optional mit Schokoladensplittern/Streuseln/Tropfen – oder ohne Kakaopulver und dafür mit Vanille und Blaubeeren – oder oder oder…)

Das ganze soll eine cremig-teigige Konsistenz haben, eventuell etwas mehr Milch oder eben Mehl dazu. Dann für 2 oder 3 Minuten (je nach gewünschter Konsistenz) auf höchster (!) Stufe in die Mikrowelle.
Und danach unbedingt etwas abkühlen lassen!
Guten Appetit :)

Ja, davon habe ich mir heute zwei Tassen gemacht, und ich befürchte dass ich in absehbarer Zeit dick werde :D
Die Kerlchen sind so lecker und einfach… Frischer Kuchen in vier Minuten! Das ist einfach zu fies…

Aber es liegt eben nicht nur der Teufel im Detail, nein, auch kleine Momente der Freude blitzen hier und dann auf, wenn man genau hinsieht. Und ich freue mich immer, wenn ich irgendwo bin und mich etwas zum Lächeln bringt.
Es sind eben die kleinen Dinge, die das/mein Leben erträglich machen.
Zum Beispiel die Musik, momentan höre ich Lorde – eine neuseeländische Sängerin. Das macht mich glücklich. Und ihre Musik ist deutlich fröhlicher als die der beiden Jungs.

Mein Therapeut hat mir heute auch etwas Druck genommen. Er sagt, er kann mir gerne Atteste ausstellen, damit ich das Semester als Krankheitssemester deklarieren kann. Denn die Prüfungen schaffe ich sowieso nicht, das habe ich eingesehen…
Ich muss mal die vom Studierendensekretariat fragen, wie das so ist… Dann wäre das Semester wenigstens nicht als „komplettes Versagen“ vermerkt. Allerdings könnten die vom Bafög stressen und wie das mit der Regelstudienzeit ist weiß ich auch nicht…
Und dann wird die Depression aktenkundig. Das heißt, dass man das später irgendwo nachlesen kann. Ob das schlecht ist, weiß ich nicht… Aber da wohl kaum jemand ein Mädchen, das so vorbelastet ist, ohne Zögern einstellen wird, wäre es besser das zu vermeiden… Die Leute sind da ja leider manchmal etwas intolerant wenn nicht sogar ignorant… Psychische Krankheiten sind ja ein Stigmata. Wir werden sehen…

Jetzt muss ich aber mal schlafen, das wird ja jede Nacht später… aber momentan ist das ja mit dem Schlafen so ne Sache… Doch den Griff zum Valium wage ich nicht…

To start sedating myself would be a step in the wrong direction, wouldn’t it?

Eine schöne Nacht noch!
Eure Nachteule alias das Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

A little less procrastination, a little more action please!

Guten Abend allerseits!

Der Titel heute ist Programm. Angelehnt an das Lied von Elvis, „A little less conversation….“ nur dass ich mir weniger ‚Aufschieberei‘ wünsche…

Denn das mit dem Lernen hab ich immer noch nicht so hinbekommen, wie ich es mir wünschen würde… Wobei ich langsam auch resigniere… ich komm ja doch zu nichts… immer das selbe mit mir. Ich versperre mir selbst den Weg, indem ich um jeden Preis verhindere irgendetwas zu tun, was zum Erfolg führen könnte. Als würde ich gerne Versagen. Oh, das ist ja wiedermal ziemlich typisch Depression. Traumhaft – nie passte ich in irgendeine Schublade, aber hier erfülle ich jedes Cliché. (ich finde auf Deutsch sieht das unmöglich aus…)

Heute habe ich den ganzen Tag Prinz Pi (weil eine Freundin ihn mir schon vor langer Zeit, in Neuseeland genaugenommen, empfohlen hat) und Casper (weil ich ihn einfach liebe) gehört. Deutsche Musik hat mir nie besonders gut gefallen – und deutscher Rap schon gar nicht. Aber man wird älter, versteht worum es in den Texten geht, und die Künstler werden auch besser. Ich identifiziere mich mit so vielen tragischen Texten, dass ich heute mehrmals bei neuen Liedern des ‚Prinzen‘ einfach geweint habe, weil mich der Text so überrollt hat.
Casper höre ich grade auch. Mein Lieblingslied – 230409. Es geht um eine zerbrochene Beziehung und seinen Schmerz, den er hinter Wut zu verbergen versucht. Und ich könnte es in Dauerschleife hören und würde trotzdem den Schmerz in jedem einzelnen Wort jedes einzelne Mal mitfühlen…

Bitte beginn du von vorn,
aber tu nicht so als würd‘ ich nicht wissen wie’s klingt wenn du kommst.
Kenn‘, wie du nach Atem greifst, zitternd ins Laken beißt.
Im Endeffekt der perfekte Fehler zur falschen Zeit.
Nur gäb‘ es diese Beben nicht,
tausend Tode gelegentlich (vor dir).
Stimmt ich bin nie weiter gekommen,
als in dein Bett, aber du bist bloß ein paar Zeilen im Song.

Das war’s, auf das was war.
Zwischen all‘ den Ficks auf dem Tisch aus dem Glas.
Und hätt‘ ich dich nie gekannt,
wär‘ der Ben bloß der Casper der rappt,
aber du wärst nur die Frau von der Bar.
Hätt ich dich bloß nie gekannt…
[…]

War’n das Funken in der Luft zwischen uns?
Glühwürmchen in der Luft zwischen uns?
Ich weiß nur noch von Licht…
Warn das Funken in der Luft zwischen uns?
Glühwürmchen in der Luft zwischen uns?
[…]
Du meintest eines Tages macht das alles einen Sinn.
Eines Tages – erkenn‘ ich dich und werf‘ alles hin.
Nur verrenn‘ ich mich solang tief hinein,
war keine Liebe nur verliebt darin, verliebt zu sein.
Bloß unbedacht rumgemacht,
schwer dich zu verlieren, wo du dich selbst nie gefunden hast.
Krumm gelacht, uns entfacht Glut an dem Docht,
Lieben ist Scherben fressen, warten wie viel Blut man dann kotzt…

Ich weiß nicht, ob ich euch den Text schon mal zitiert habe… aber ich wollte es heute mit euch teilen, weil er heute wieder eine besondere Präsenz in meinem Leben hatte. Die Sprache mag etwas hart sein, aber das macht sie so authentisch. Und jeder, der dieses Gefühl kennt, weiß dass diese Sprache genau richtig ist, um auszudrücken, was da in einem tobt…

Danke, Casper, für jedes einzelne Wort. Manchmal brauche ich nicht mehr als ein Lied, um den Boden unter meinen Füßen nicht zu verlieren.

Ich bin heute noch über ein lateinisches Zitat gestolpert: „Mors certa, hora incerta.“
Bedeutet in etwa „Der Tod ist gewiss, nur die Stunde nicht.“

Das war das Zitat zum Sonntag ;)
Liebe Grüße!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl