Ratet mal, wer wieder da ist

Guten Abend!

Die Stadt ist von einem grauen Schleier aus Nieselregen überzogen, der Blick aus dem Fenster ist höchst deprimierend. Aber macht nichts, ich war trotzdem mit der Vespa einkaufen. Bin ja nicht aus Zucker – zumindest, wenn man meinen Stammkunden im Restaurant nicht glaubt ;)

Ich weiß, dass ich euch vor vier Tagen gesagt habe, dass ich euch noch vom Wochenende erzählen werde – aber ehrlich gesagt kommt es mir jetzt nicht mehr sonderlich spektakulär vor. Da erzähle ich euch lieber ein paar frische Geschichten.

Montag Nachmittag hätte ich eigentlich den Termin bei meinem HNO-Arzt wegen der OP gehabt, der wurde aber verschoben. Also hab ich mich nach dem Anruf nochmal hingelegt und danach ein bisschen Sherlock geguckt. Bis es plötzlich an der Tür geklingelt hat. Ich war ziemlich erstaunt, ich habe schließlich weder ein Päckchen noch Besuch erwartet. Als meine beste Freundin davor stand, war ich kurzzeitig mit der Gesamtsituation überfordert.
Und ein bisschen genervt von mir selbst, weil die Wohnung so ausgesehen hat. (Natürlich hat sie mir zwanzig Mal versichert, dass ihr das nichts ausmacht – aber trotzdem)

Also erstmal angezogen um mit ihr in die Stadt zu fahren, wo wir dann auch den ganzen Tag geblieben sind. Ein kleines bisschen Shoppen und Geburtstagsgeschenke kaufen war angesagt. Abends haben wir und Pizza geholt und nen Film geschaut, bis sie auf der Couch eingeschlafen ist.
Im Bett haben wir dann noch etwas gequatscht, bis mir auch die Augen zugefallen sind – war auch besser so, ich hatte schließlich Dienstag Morgen Uni. Dorthin hat sie mich nach dem Frühstück auch gefahren, bevor sie sich auf den Heimweg gemacht hat. Mittlerweile sieht die Wohnung etwas besser aus :P
Die Sprachkurse liefen beide zufriedenstellend, hab bei den Listenings gut abgeschnitten :)
Abends hab ich noch meinem Therapeuten von meinem WE erzählt, ansonsten war der Dienstag angenehm ruhig.

Weil ich ziemlich müde war, hab ich Mittwoch ziemlich lange geschlafen. Als ich um 14 Uhr auf mein Handy geschaut habe, hab ich mich fast erschreckt: Anrufe, SMS und Nachrichten. Was da los war? Mein Chef hat versucht mich zu erreichen. Ich bin wiedermal für einen Kollegen eingesprungen – aber sehr sehr gerne, ich bin vor Freude gehüpft, als ich die Mailbox abgehört habe.
Le Chef hat mich dann auch zuhause abgeholt und ist mit mir noch in den Großmarkt einkaufen gegangen, bevor wir in der Arbeit reingeschneit sind. Mein Job <3
Ich arbeite wirklich gerne dort und auch gestern war wieder super. Mehr los als sonst – I like.
Das erste Mal habe ich auch Trinkgeld mit nach Hause nehmen dürfen ^^ muss ich mal nochmal nachfragen, wieso ich die letzten zwei Male nichts abbekommen habe, das hat meine Kollegin wohl „vergessen“. Hm.
Mittlerweile hat mein Chef auch erwähnt, dass im Arbeitsvertrag eine Klausel im Kleingedruckten war, durch die ich mit meiner Unterschrift zustimme ihn zu heiraten :D
Der scheint mich ja wirklich sehr zu mögen – aber keine Sorge, er fasst mich nie an oder so. Wir lachen nur immer gemeinsam mit der gesamten Crew über seine/unsere „Zukunftspläne“. Ob ich da wohl wieder rauskomme :P

Ist momentan aber nicht mein größtes Problem, nein, Kryptonit lässt grüßen.
Seit heute Morgen führe ich einen stetigen Kampf gegen ebendieses. Mein herzallerliebster (haha) Kryptonit-Mensch hat mich auf Whatsapp wieder entblockt. Beim routinemäßigen durchscrollen meiner Kontakte bin ich fast vom Bett gefallen. Was’n da los?
Auf diese Frage kann ich euch auch noch keine Antwort geben, ich werde mich auch davor hüten, noch mehr darüber nachzudenken. Der wird schon sagen, wenn er was will. Argh.

My head’s under water, but I’m breathing fine.

Aber ich bin emotional stabilisiert, dieser kleine Schachzug bringt mich nicht zum Straucheln. Pah. Keine Ahnung was er damit bezweckt, aber wir werden sehen. Irgendwie war es ja klar :P
Außerdem ist sein Status bei Whatsapp eine Songzeile aus dem neuen Song von Sarah Connor. Hah, gay! Da musste ich direkt skeptisch die Augenbrauen hochziehen, was ist denn in den letzten sieben Monaten passiert? Der Kryptonit-Mensch, den ich kenne, hätte niemals sowas gehört – was ich sehr gut fand, solche Musik ertrage ich nämlich wirklich nicht…

Sachen gibt’s. Ich werde mir jetzt noch Abendessen machen und ein bisschen Serien schauen, ich habe vor mit House of Cards anzufangen. Sherlock habe ich mit großem Vergnügen durchgesuchtet und nach der finalen Game of Thrones Episode war ich emotional sowieso am Ende. Schwer traumatisiert. Was sollte das? Was ist nur los mit den Leuten…
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!
Euer gegen ihre Schwäche ankämpfendes Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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You gotta get high before you taste the lows

Guten Abend!

Ich weiß ich habe mich wiedermal länger nicht gemeldet, aber wenn ich in das bekannte Loch falle, dann kann und will ich nicht bloggen…

Und obwohl ich das Loch nun schon eine ganze Weile durchquere, wird es immer tiefer. Und manchmal schlagartig. Und dann fällt man. Und ich bin gefallen, tiefer als ich es erwartet hätte… Und es war meine Schuld.

Ich war wieder mit meinen Freundinnen weg, als ich jemanden kennen gelernt habe. Er ist der Nachbar einer Freundin. Und weil aus irgendeinem Grund alle unsere Freunde auf einmal nach Hause gefahren sind und wir ganz alleine waren, habe ich ihn mit nach Hause genommen. Jaaa, ich weiß was ihr jetzt denkt.
Aber so war es komischerweise nicht, obwohl das irgendwie der Plan war. Er musste ja irgendwo hin und so spät nachts fahren die Busse nicht mehr. Außerdem fand ich ihn nett. Ich weiß auch nicht genau, was ich mir dabei gedacht hatte.

Schon mal vorneweg, nein, wir haben nicht miteinander geschlafen. (Warum nicht, das weiß Gott allein. Okay, und der feine Herr.)
Wir lagen einfach nur nebeneinander und haben geredet. Also eigentlich lag ich in seinem Arm – und er hat mich so gehalten, als würde er mich nie wieder los lassen wollen. Und das erste Mal seit langer Zeit fühlte ich mich irgendwie sicher. Und emotional gut aufgehoben, wobei ich in der darauffolgenden Nacht das erste Mal spürte, wie einsam ich bin.
Er war lange bei mir. Bis zum nächsten Abend. Wirklich seltsame Begebenheit, nicht? Es war eher als hätte ich einen langjährigen Freund zu Besuch, als einen Kerl den ich erst seit weniger als 12 Stunden kenne.
Er war so lieb zu mir. Und ich? Ich war einfach unmöglich. Meine panische Angst vor Nähe oder Gefühlen oder sonstwas hat mich dazu gebracht eine 180°-Drehung hinzulegen und ihn von jetzt auf gleich von mir weggestoßen.

Ich hab’s versaut. 
Ich hab es schlicht und ergreifend versaut. Ich mochte ihn und habe ihn erfolgreich vertrieben.
Das erste Mal seit meinem Kryptonit-Menschen habe ich so etwas wie vage Gefühle gegenüber einer Person empfunden – und muss jetzt dafür büßen, dass ich zu viel Angst hatte.
Da war jemand der mich mit diesem Funkeln in den Augen angeschaut hat, als wäre ich eine wunderschöne Blume, während er über meine Haare gestrichen hat… und was mache ich? In meinem Kopf erscheint nur ein einziger Satz: „Er hat etwas besseres verdient als mich, ich kann ihm nie das geben was er sucht…“

Und da lag ich nun, neben ihm, und entschied mich dazu, dass es besser für ihn ist wenn ich ihn nicht in mein verkorkstes Leben lasse.
Und eine bleierne Schwärze legte sich über mich. Ich wurde wieder kalt. Ich hab all‘ die Wärme wieder tief in mir weggeschlossen.

Jetzt ist er weg. Wahrscheinlich verletzt durch die Zurückweisung. Ich habe mich zwar entschuldigt, aber ich denke es ist zu spät. Und es ist allein meine Schuld. Und es ist allein mein Schmerz, den ich mir selbst zuzuschreiben habe.

Ich weiß jetzt wieder wie es sich anfühlt sich wie ein ganz normales Mädchen an einem ganz normalen Sonntag Morgen neben einem ganz normalen Menschen aufzuwachen; wie es sich anfühlt Glück zu empfinden, bloß weil einen das Gegenüber anlächelt; und ich weiß, dass eines Tages alles gut werden könnte…

Ich bin todunglücklich. Jeden Abend sehe ich das leere Bett und die Überreste meines Herzens ziehen sich zusammen… Ich will nicht länger alleine sein. Jetzt nicht mehr.
Aber ich habe es verbockt. Die eine Chance, auf die ich so lange gewartet habe, nicht genutzt.
Klar, wer weiß ob und wie sich das entwickelt hätte… aber ich habe weder ihm noch mir die Chance dazu gegeben, es herauszufinden.

Ich will nicht mehr. Da ist zu viel Dunkelheit… und ich sehe einfach kein verdammtes Licht mehr. Ich will dass es aufhört. Wieso kann ich nicht einfach mal etwas richtig machen? Wieso musste ich das wiedermal so fulminant in den Sand setzen….

Euch noch einen schönen Abend!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl (oder zumindest ohne jedes positive Gefühl…)

Chancen ergreifen

Guten Abend meine Lieben!

Der heutige Tag war geradezu außergewöhnlich. Nicht spektakulär, aber auch nicht gewöhnlich.

Ich hab mich bis zum Nachmittag in der Wohnung beschäftigt, in dem ich das an Hausarbeit und Pflege der Pflanzen und Tiere nachgeholt habe, was vor dem Wochenende liegen geblieben oder mittlerweile wieder nötig ist.
Dann bin ich in die Stadt gefahren – ziemlich gewagt mit Nägeln und Lippenstift in Dunkelrot – um meine wöchentliche Unterredung mit dem Therapeuten meines Vertrauens zu haben. Wie zu erwarten war, hatte der Bus im Feierabendverkehr Verspätung und ich bin zu spät gekommen.
War aber nicht so tragisch, es hat mich mehr genervt als es nötig gewesen wäre.
In letzter Zeit weiß ich am Anfang der Stunde nicht, worüber ich reden soll. Ich habe das Gefühl, dass mich nichts wirklich relevantes mehr beschäftigt. Also bin ich am Anfang immer ziemlich still – sitze da und lächle den Doc schief an.
Doch irgendwie kommt der Stein dann immer ins Rollen. (Fun-Fact am Rande: Mein Psychotherapeut hat einen Freund, der mit Mister Udo Pollmer befreundet ist :D)
Heute war das Spannendste die Analyse und Deutung eines Traumes, der mich das ganze Wochenende über beschäftigt hat. Es war ein Albtraum, der mich mit pochendem Herzen, stocksteif und komplett fertig mit den Nerven aufwachen lies.
Kurzfassung? Ich war gefangen in einem Haus mit drei anderen Frauen, zwei älter als ich und eine noch eher ein junges Mädchen. Wir wurden festgehalten von einem humanoiden Wesen, gewissermaßen einer Verkörperung des Bösens. Die zwei älteren Frauen haben sich unterwürfig dem Wesen gegenüber verhalten – das Mädchen und ich haben nur so getan und wollten fliehen. Sie wusste einen Weg, wofür wir allerdings einen Code und eine unbeobachtete Minute brauchten. Als wir bei dem Versuch erwischt wurden, hat sie mir den Code gegeben und das Wesen davon abgehalten, mich aufzuhalten. Sie hat sich für mich geopfert.
Ich bin aufgewacht, in dem festen Glauben dass das Mädchen tatsächlich gestorben ist, dass sie sich wirklich für mich geopfert hat. Dass sie nicht mehr aufwachen würde.
Natürlich glaube ich das jetzt nicht mehr, aber in dem Moment des Aufwachens war dieser Gedanke so plausibel wie jeder andere.

Nun also zur Deutung. Ich komme immer nur in dem kleinen Behandlungszimmer im Dachgeschoss auf die Erleuchtungen, Epiphanien und Ideen, die plötzlich soviel Sinn ergeben. Es ist mystisch. Sobald ich in dem Raum sitze, kann ich Dinge, die mir vorher schleierhaft erschienen sind, plötzlich wie von selbst in den Gesamtzusammenhang einfügen.
Die vier Frauen, stehen für Teile meiner Persönlichkeit. Das Wesen ist die Depression, verbildlicht durch meinen Kryptonit-Menschen. Und das kleine Mädchen steht für mein inneres Kind (das kam übrigens vom Doc, das hätte ich nicht angenommen – ich wusste auch gar nicht, dass das Vorhandensein von solch einem Teil der Persönlichkeit so wissenschaftlich anerkannt ist).
Ich habe mich im Traum freiwillig in den Raum begeben, und dann kam ich nicht mehr heraus. So war es ja bei ihm auch. Und Teile von mir waren ihm gegenüber auch unterwürfig und hörig. Und die anderen wollten ausbrechen, sich befreien. Um irgendwie wieder da rauszukommen, habe ich mein inneres Kind – den emotionalen, unschuldigen, verletzlichen Teil – geopfert. Und wurde zum Fräulein Mit-Ohne-Gefühl.
Ich hab meine Emotionen aufgegeben, um das irgendwie durchzustehen. Ich hab meinen Glauben an das Gute in der Welt verloren, die Unschuld mit der ich früher durch die Welt spaziert bin. Und ich hab mich verschlossen, mit einem Schutz umgeben, eine sehr harte Schale aufgebaut – um die Verletzlichkeit ein für alle Mal aus meinem Leben zu verbannen. Ohne meine kindliche Seite war ich in der Lage die psychischen Misshandlungen zu ertragen, denen ich mich anfangs freiwillig ausgesetzt hatte…
Nachdem mir mein Therapeut das erläutert hatte, fühlte ich mich geläutert. Auf einmal machte alles Sinn. War alles so klar…

Jetzt haben wir einen neuen Ansatzpunkt für die Therapie. Mein Kind zurückholen. Mir meine emotionale Seite zurückgeben. Die Chance, die sich bietet, zu ergreifen.

Noch zwei weitere kleine, verrückte Chancen habe ich heute ergriffen.
Eines meiner grenzgenialen Kuchenrezepte bei einem Wettbewerb eingereicht und mich spontan für eine Komparsenrolle beworben, weil zufällig am Wochenende eine Produktion für’s Fernsehen in der Gegend stattfindet. Und das wäre mal was ganz anderes als mein unspektakulärer Alltag :D

Es geht doch im Leben immer nur darum, sich die Chancen, die sich einem bieten, zu ergreifen und zu nutzen.

Einen schönen Tag wünsche ich euch! Und viele Chancen ;)
Liebe Grüße, euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Einige neue Konzepte

Guten Abend meine Lieben!

Ich hab heute das Konzept für mein geplantes Buch zweimal umgeworfen und war deshalb so frustriert, dass ich Kekse gebacken habe. Backen ist mein Allheilmittel gegen alles schlechte in der Welt :)
Hafer-Schoko-Kekse übrigens, sehr sehr lecker.

Jetzt bin ich endlich zufrieden mit meinem Plot, muss allerdings nochmal von vorne anfangen. Sechs Seiten für die Katz‘. Das kann einen schon mal frustrieren. Aber jetzt hab ich ja Kekse ;)

Meine Mutter hat mich heute angerufen und gefragt, ob sie mich am Freitag besuchen darf. Ich hab ihr jetzt mal zugesagt, schließlich hab ich ja auch für meine Mutter ein neues Konzept. Und eine Stunde mit ihr und ihrem Freund wird schon nicht so schlimm werden.

Nicht mal der Gedanke an meinen Kryptonit-Menschen bringt mich zurzeit „aus dem Konzept“. Es ist beruhigend, dass die Wunden langsam abzuheilen scheinen.
Momentan läuft es ziemlich gut :) wenn das so bleibt, dann kann ich mich wirklich nicht beklagen!

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend! Auch wenn ihr keine Kekse habt ;)
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Therapie

Einen schönen guten Abend allerseits!

Heute war ein schöner Tag, also zumindest nachmittags sogar besser als die letzten. The same procedure as every day. Aber ich habe mich heute mit Sherlock Holmes in die Badewanne gelegt und mich an meinem Mittagessen erfreut. Nichts besonderes also, im Grunde nicht mal besonders genug um euch hier damit zu belästigen.

Das einzige was heute herausgestochen hat, war die Therapie. Die war heute heftiger als sonst, tiefgründiger, emotionaler, unangenehmer. Ich war einmal sogar kurz davor zu weinen… Als ich mit ihm darüber geredet habe, dass meine Mutter sich nur über mich lächerlich gemacht hat als ich ihr von meinen Problemen nach Neuseeland erzählt habe. Von meinem Kummer, meiner Trauer, meiner Verzweiflung. Sie hat mich ausgelacht. In dem Moment ist ein weiteres Stück in mir zerbrochen. Ich wollte ihr nach dem halben Jahr Abstand noch eine Chance geben… und sie hat sie verspielt. Sei’s drum. Unsere Beziehung zu normalisieren wird die Herkulesaufgabe für meinen Doc sein, die ist so verkorkst da hilft ja nicht mal Alkohol -.-

Dazu kam der – aufgepasst – ödipale Konflikt aufgrund des Verhältnisses zu meinem Dad (aber um Gottes Willen denkt nicht dass es sich dabei um irgendetwas inzestuöses handelt! Das ist nur so ein Begriff aus der Psychoanalyse, geprägt von Sigmund Freud – ich hab mal recherchiert, bei Mädchen nennt man das auch Elektrakomplex) der sich in Eifersucht und Hass gegenüber meiner Mutter manifestierte. Da ich meine Zuwendung seit der frühesten Kindheit immer bei meinem Vater gesucht habe, weil meine Mutter sie mir nicht geben konnte/wollte, habe ich eine übertriebene Fixierung auf ihn.
Das führt wiederum dazu, dass ich aufgrund meiner altersbedingten Abnabelung und Distanzierung von meinen Eltern einen Ersatz für ihn suche, also für seine Zuwendung und Zuneigung.
Das bringt mich dazu, mich von Männern wie meinem Kryptonit-Mensch emotional abhängig zu machen. Heureka. Aber das erklärt einiges. Und es gibt meinem Therapeuten neue Ansatzpunkte.
Der erfährt von mir so viele Dinge, die sich mir selber erst erschließen und mir Sachverhalte und Zusammenhänge dann auffallen, wenn ich sie ihm erzähle. Es gibt so viele Ereignisse aus meiner Kindheit, die wir gemeinsam ausgraben… es ist hart. Irgendwie. So viele Dinge die ich als völlig normal erachtet hatte, findet mein Therapeut überaus bedenklich.
Wenn ich mich dabei ertappe, meinen Vater zu verteidigen, dann musste ich ihm schon recht geben, mit seinen Theorien und Thesen. Ich weiß ja selbst dass es die Wahrheit ist. Doch es ist natürlich nicht leicht… und es wir schwerer – aber das war klar.

Ich pack das schon. Auch ohne Kinderriegel :P
Einen schönen Abend noch!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl