Too much…

Guten Tag allerseits!

In den letzten Tagen passierte einfach zu viel… nichts, was psychischer Natur wäre.
Mein Körper macht mit seinem destruktiven Plan weiter – und ich will doch einfach nur gesund werden… Aber ich werde immer kränker.

Dienstag war ich noch stark lädiert und fing an eine Erkältung zu bekommen, Mittwoch Morgen war ich etwas krank, Donnerstag Morgen war meine Stimme weg und mein Hals tat weh – und Donnerstag Abend kam das Grande Finale! Ich bekam nach dem Duschen unfassbar schlimme Schmerzen im Ohr. Ich lag auf der Couch und hätte am liebsten geweint. Es war nur das linke und es strahlte über die gesamte Hälfte meines Gesichts aus. Aua!!

Nach fünf Stunden Schmerzen, die mich an den Rande der Besinnungslosigkeit brachten, habe ich es nicht mehr ausgehalten. Ich habe alle Hausmittel und Tipps aus dem Internet gegen Wasser im Ohr ausprobiert. Und da keiner geholfen hat, war ich so verzweifelt, dass ich nachts um 11 ins Klinikum gefahren bin… Obwohl es geregnet hat und kalt war und ich nur den Roller hatte. Ich war völlig fertig mit der Welt und habe mich auf dem Weg in die Notaufnahme zweimal verlaufen… Nach einer knappen Stunde wurde ich wieder entlassen, voller Schmerzmittel und ohne klare Diagnose. Der Arzt (der, zu seiner Verteidigung, Chirurg ist) konnte keinen Grund für meine Schmerzen finden und empfahl mir, falls sie anhalten, heute einen HNO-Arzt aufzusuchen. Was ich auch getan habe.

Nach meiner Therapie heute morgen, bin ich also direkt dorthin und habe mich untersuchen lassen. Das Ergebnis? Mittelohrentzündung. Heureka. Ein paar Tests später wurde mir ein Streifen Mull mit Salbe ins Ohr gestopft und ein Mittel dagegen verschrieben.
Im Zuge der Untersuchung wurde außerdem eine Vekrümmung meiner Nasenscheidewand festgestellt. Heureka. Diese ist nur operativ zu beheben und diese Operation hilft mir erstens endlich richtig Luft zu bekommen und zweitens verhindert sie, dass sich später Infektionen oder ähnliches deswegen bilden.
Allerdings bin ich von einer solchen Operation nicht wirklich begeistert. Drei Tage Krankenhaus, dazu zwei Wochen um die OP-Wunden heilen zu lassen. Zwei Wochen in denen ich wahrscheinlich aussehe, als hätte ich eine Nasenkorrektur vornehmen lassen. Ohje.

Aber es hilft ja nicht. Ich habe in drei Wochen einen Termin für das Vorgespräch. Face your fears. Und ich habe Angst. Ich war noch nie in einem Krankenhaus, es sei denn zu Besuch. Und die Operation ist unter Narkose. Ich mag die Vorstellung nicht, mein Bewusstsein so zu verlieren… Aber was soll ich tun, die Operation wird mir die nächsten sechzig Jahre meines Lebens viel mehr Luft verschaffen…

Jetzt bin ich also wieder zuhause. Auf dem einen Ohr so gut wie taub und vor lauter Frust vollgestopft mit Convenience-Food. Man muss übrigens total aufpassen, wenn man nur noch mit einem Ohr hört! Ich kann nicht ermitteln, woher Geräusche stammen, was dazu führt, dass ich auf der Straße immer einen furchtbaren Schreck bekommen habe, wenn ein Auto an mir vorbeigefahren ist. Ich habe mich danach immer mehrmals vergewissert, bevor ich die Straße überquert habe.
Ich bin froh, dass meine Sinne normalerweise funktionieren. (Außerdem muss ich jetzt 1,25 Mal so laut fernsehen…)

Morgen Abend gibt es bei uns auf dem Campus einen Gig einer mir bisher unbekannten (aber, Freunden zufolge, guten) Band. Da geh‘ ich mit Freunden hin :)
Bis dahin sollte mein Gehör wieder funktionieren.

Ich wünsche euch einen schönen Abend und ein gutes Gehör!
Liebe Grüße, euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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Geben und Nehmen

Guten Abend.

Ich. Will. Sterben. – einfach weg. Weg aus diesem Leben.

Ich bin grade nach Hause gefahren. Im Dunkeln. In der Kälte. Kamikaze.

Ich kann nicht mehr. Wieso läuft immer alles schief? Was kann schlimmer sein, als den selben Schmerz immer und immer wieder zu spüren.

Kälte. Sie schnürt das Herz zu. Mit-Ohne-Gefühl. Wieder.

Ich war beim Nachbarn. Heute Abend. Es hat mich gebrochen. Wiedermal. Wie konnte ich nur so dumm sein? Anzunehmen, dass ich ihm was bedeute.
Es war beschissen. Beschissen zu merken, dass ich nur gegeben habe. All‘ die Zeit habe ich nur gegeben. Ohne zu Nehmen. Weil er nie gegeben hat.

Ich war so dumm. Nicht zu merken, dass er mich nur benutzt hat. Zu was auch immer…
Wenn er wenigstens mit mir geschlafen hätte und mir das Gefühl gegeben hätte, dass ich ihm nichts bedeute. Aber Nein. Er hat es nicht getan. Und ich bin der Illusion erlegen.

Ich bin so dumm.

Wieso kann ich nicht einfach einschlafen. Nie mehr aufwachen. Es ist genug.

Entschuldigt diesen Eintrag… ich kann nicht denken.
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

You gotta get high before you taste the lows

Guten Abend!

Ich weiß ich habe mich wiedermal länger nicht gemeldet, aber wenn ich in das bekannte Loch falle, dann kann und will ich nicht bloggen…

Und obwohl ich das Loch nun schon eine ganze Weile durchquere, wird es immer tiefer. Und manchmal schlagartig. Und dann fällt man. Und ich bin gefallen, tiefer als ich es erwartet hätte… Und es war meine Schuld.

Ich war wieder mit meinen Freundinnen weg, als ich jemanden kennen gelernt habe. Er ist der Nachbar einer Freundin. Und weil aus irgendeinem Grund alle unsere Freunde auf einmal nach Hause gefahren sind und wir ganz alleine waren, habe ich ihn mit nach Hause genommen. Jaaa, ich weiß was ihr jetzt denkt.
Aber so war es komischerweise nicht, obwohl das irgendwie der Plan war. Er musste ja irgendwo hin und so spät nachts fahren die Busse nicht mehr. Außerdem fand ich ihn nett. Ich weiß auch nicht genau, was ich mir dabei gedacht hatte.

Schon mal vorneweg, nein, wir haben nicht miteinander geschlafen. (Warum nicht, das weiß Gott allein. Okay, und der feine Herr.)
Wir lagen einfach nur nebeneinander und haben geredet. Also eigentlich lag ich in seinem Arm – und er hat mich so gehalten, als würde er mich nie wieder los lassen wollen. Und das erste Mal seit langer Zeit fühlte ich mich irgendwie sicher. Und emotional gut aufgehoben, wobei ich in der darauffolgenden Nacht das erste Mal spürte, wie einsam ich bin.
Er war lange bei mir. Bis zum nächsten Abend. Wirklich seltsame Begebenheit, nicht? Es war eher als hätte ich einen langjährigen Freund zu Besuch, als einen Kerl den ich erst seit weniger als 12 Stunden kenne.
Er war so lieb zu mir. Und ich? Ich war einfach unmöglich. Meine panische Angst vor Nähe oder Gefühlen oder sonstwas hat mich dazu gebracht eine 180°-Drehung hinzulegen und ihn von jetzt auf gleich von mir weggestoßen.

Ich hab’s versaut. 
Ich hab es schlicht und ergreifend versaut. Ich mochte ihn und habe ihn erfolgreich vertrieben.
Das erste Mal seit meinem Kryptonit-Menschen habe ich so etwas wie vage Gefühle gegenüber einer Person empfunden – und muss jetzt dafür büßen, dass ich zu viel Angst hatte.
Da war jemand der mich mit diesem Funkeln in den Augen angeschaut hat, als wäre ich eine wunderschöne Blume, während er über meine Haare gestrichen hat… und was mache ich? In meinem Kopf erscheint nur ein einziger Satz: „Er hat etwas besseres verdient als mich, ich kann ihm nie das geben was er sucht…“

Und da lag ich nun, neben ihm, und entschied mich dazu, dass es besser für ihn ist wenn ich ihn nicht in mein verkorkstes Leben lasse.
Und eine bleierne Schwärze legte sich über mich. Ich wurde wieder kalt. Ich hab all‘ die Wärme wieder tief in mir weggeschlossen.

Jetzt ist er weg. Wahrscheinlich verletzt durch die Zurückweisung. Ich habe mich zwar entschuldigt, aber ich denke es ist zu spät. Und es ist allein meine Schuld. Und es ist allein mein Schmerz, den ich mir selbst zuzuschreiben habe.

Ich weiß jetzt wieder wie es sich anfühlt sich wie ein ganz normales Mädchen an einem ganz normalen Sonntag Morgen neben einem ganz normalen Menschen aufzuwachen; wie es sich anfühlt Glück zu empfinden, bloß weil einen das Gegenüber anlächelt; und ich weiß, dass eines Tages alles gut werden könnte…

Ich bin todunglücklich. Jeden Abend sehe ich das leere Bett und die Überreste meines Herzens ziehen sich zusammen… Ich will nicht länger alleine sein. Jetzt nicht mehr.
Aber ich habe es verbockt. Die eine Chance, auf die ich so lange gewartet habe, nicht genutzt.
Klar, wer weiß ob und wie sich das entwickelt hätte… aber ich habe weder ihm noch mir die Chance dazu gegeben, es herauszufinden.

Ich will nicht mehr. Da ist zu viel Dunkelheit… und ich sehe einfach kein verdammtes Licht mehr. Ich will dass es aufhört. Wieso kann ich nicht einfach mal etwas richtig machen? Wieso musste ich das wiedermal so fulminant in den Sand setzen….

Euch noch einen schönen Abend!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl (oder zumindest ohne jedes positive Gefühl…)

Widersprüche

Guten Abend!

Ich kapier‘ mich selbst nicht mehr. Meine Gefühlswelt, meine Gedanken, meine Wünsche sind so widersprüchlich.

Einerseits versuche ich verzweifelt irgendwelche Gefühlsregungen aus mir heraus zu holen – andererseits betäube ich mich mit so ziemlich allem was nicht komplett armseelig ist.
Einerseits will ich mich nicht auf Menschen im Allgemeinen und schon gar nicht im Besonderen einlassen – andererseits fühle ich mich schrecklich einsam und sehne mich nach irgendjemandem, der mich in den Arm nimmt.
Einerseits fühle ich mich wohl bei meinem Therapeuten und mit der Therapie – andererseits empfinde ich sie momentan als so furchtbar unbefriedigend.

Diese Liste könnte ich noch ein paar Seiten lang so weiterführen, wenn ich etwas überlegen würde…
Es ist so bescheuert… ich bin zwiegespalten und labil und eigentlich sollte man mich nicht auf die Menschheit loslassen…

Ich will nicht mehr. Ich will einfach nicht mehr. Es reicht mir… ich will raus.

Euch noch einen schönen Abend…
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Regression…

… ist Teil des Heilungsprozesses, nicht?

Guten Abend.

Ich hoffe zumindest, dass es so ist. Ansonsten wäre der heutige Tag einfach nur schmerzhaft und sinnlos gewesen.
Und das wiederum würde mich nur noch mehr deprimieren…

Alles war grau, alles sinn- und freudlos. Wie in alten Zeiten… Ich hab den ganzen Tag nichts gegessen, mich nur mühsam aus dem Haus geschleppt – ich habe meine Lebenslust wiedermal verlegt.

Der einzige Lichtblick war meine beste Freundin, die mir zumindest gezeigt hat, dass es ein Licht am Ende des Tunnels gibt. Ich muss einfach nur weiterlaufen
Was anderes bleibt mir auch nicht übrig.

Spät Abends hab ich dann doch etwas gegessen und mit meiner Mutter wegen dem kommenden Wochenende telefoniert. Und mein Spinnchen mit einer Fliege gefüttert – ab morgen gibt’s dann Heimchen und Co :P

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!
Liebe Grüße, euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl