Sonnenstrahlen

Guten Abend!

Heute war hier in Niederbayern ein sonniger Tag, so etwa bis 14 Uhr. Und ich bin in der Stadt spazieren gegangen um das auszunutzen.

Ich hab ja mal gelesen, dass der Körper die Melatonin-Produktion zurückfährt, wenn er durch das Auge „Licht“ empfängt. Das heißt um wacher und aktiver zu sein, muss man draußen sein und sich der Helligkeit aussetzen. Denn weiterhin hab ich gelesen, dass es selbst an einem bewölkten Wintertag draußen um ein Vielfaches heller ist als es drinnen jemals sein könnte. Soviel zur Theorie. Praktisch tut einem ja auch die Luft, die Bewegung und die subjektiv empfundene Wärme gut :)

Ich wollte dann eigentlich im Einkaufzentrum ein paar Sachen erledigen, aber nichts von dem was ich wollte (darunter ein süßer Blazer von Orsay, den sie im Sale in Salzburg leider nicht mehr in 36 hatten, aber hier gleich gar nicht mehr) war in der Form vorhanden, die ich mir gewünscht hätte. War aber egal. Ich habe bei einem regionalen Bäcker Brot und Brötchen gekauft und bin dann zurück in den Bus, denn es hat zugezogen und der Himmel war mittlerweile bewölkt.

Bei Rewe habe ich dann einen Großeinkauf gemacht, weil ich nach eineinhalb Wochen Abwesenheit so gut wie nichts mehr im Kühlschrank hatte. Hab meine komplette große Desigual-Einkaufstasche voll mit Obst, Gemüse und allem was sonst nicht bei drei auf dem Baum war voll gefüllt, meinen Jutebeutel ebenfalls. War ohnehin knapp, dass ich alles reinbekommen habe. Voll bepackt bin ich nach Hause gelaufen und hab mir so das Krafttraining gespart. Wirklich, mit den sechs-sieben Kilo auf dem Rücken war das schon krass anstrengend.

Als ich wieder zuhause war, habe ich mir einen Veggie-Burger gemacht und mich darüber gefreut, dass ich heute auch den Papierkram für die Uni und die Krankenkasse erledigt habe. Auch erfüllte Aufgaben sind kleine Erfolge, kleine Sonnenstrahlen auf der Haut :)

Obwohl mir Neuseeland fehlt, obwohl mir er fehlt, fühle ich mich relativ gut. Es wird zwar nicht grade einfacher, worauf ich ehrlich gesagt gehofft habe, aber ich lerne damit klar zu kommen – ich schaffe es. Jeden Tag ein bisschen besser.

Ich schicke euch hoffnungsvolle Grüße!
Einen schönen Abend noch :)
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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„Lichte Momente“

Guten Abend!

Ich möchte heute über ein Phänomen schreiben, das ich erst heute wieder erlebt habe… die „lichten Momente“. Das gibt es ja bei an Demenz oder Alzheimer – oder anderen Krankheiten mit denen ich mich wirklich nicht auskenne – erkrankten Menschen, dass sie Momente haben, in denen sie plötzlich wieder klar sehen und sich erinnern und ja, gewissermaßen wieder sie selbst sind.
Und ich kenne das von mir auch. Natürlich ist mein Gehirn völlig in Ordnung und auch mein Kurz- und Langzeitgedächtnis funktioniert tadellos. Aber wenn ich Sekunden, Minuten, Stunden erlebe, in denen ich plötzlich wieder mein altes ‚Ich‘ bin, dann fühle ich mich, als könnte ich auf einmal wieder alles klar sehen.
Ich nehme die Welt in ihrer Fülle an Farben wahr, und kein noch so feiner grauer Schleier erschwert mir die Sicht.
Ich bin fröhlich, ausgelassen, mutig, leichtsinnig, verspielt, glücklich – lebensfroh.

So einen „Moment“ (zum Glück waren es ein paar Minuten) hatte ich heute Abend. Meine Mitbewohnerin und ich waren im Kino, bei einer Vorpremiere des neuen Films „The Imitation Game“. Das ganze war von Bayern 3 (einem Radiosender des bayerischen Rundfunks) aus und kostenlos. Das alleine war schon ziemlich cool.
Der Film an sich war herausragend. Tiefgründig. Diese gelungene Mischung aus Tragik, Komik, Spannung und Historie macht ihn wirklich sehenswert.
Und grade Benedict Cumberbatch brilliert in der Rolle des Alan Turing. Jetzt verstehe ich, weshalb er überall als Ausnahmetalent bezeichnet wird.
Ich war wirklich sehr ergriffen von diesem Film und wollte am Ende eigentlich klatschen. Ist im Kino aber unpassend.

Meine Begeisterung ausdrücken konnte ich bei dem „Interview“, das man danach optional dem Bayern3-Repräsentanten geben konnte. Ich war die erste und ich glaube ich habe das ganz gut gemacht ;)
Wäre auch blöd wenn nicht, schließlich will ich ja Journalistin werden.
Und die Betonung der Zerrissenheit des Mathematikers zwischen dem Problem mit seiner Homosexualität und der wissenschaftlichen Arbeit, die so viele Menschenleben gerettet hat, fand ich schon sehr gelungen :D
Ich werde morgen früh Radio hören und hoffe ich verpasse den Bericht nicht, es wäre schließlich großartig meinen „Vortrag“ (Zitat, meine Mitbewohnerin) dort zu hören. Ist ja nicht so, als wäre es das erste Mal ^^ und es ist ganz sicher auch nicht das letzte Mal!

Naja, wie ihr lesen könnt – sowas macht mir großen Spaß. Und einmal mehr bin ich in meiner zukünftigen Berufswahl bestätigt worden. Ich will das machen. Das und nichts anderes.
Und weil ich auf einer Welle der „Klarheit“ geschwommen bin, habe ich endlich damit angefangen, mir bei unserer örtlichen Zeitung einen Job zu holen. Ich schreibe absichtlich holen, weil ich fest entschlossen bin. Dazu habe ich einen alten Freund gebeten, mir von meinem alten Job als ‚freie Journalistin‘ ein Empfehlungsschreiben zu organisieren. Vitamin B ist ungemein hilfreich bei einem solchen Vorhaben. Denn Möchtegern-Schreiberlinge gibt es viele. Frau muss sich da schon von der Masse abheben.

Dieser „lichte Moment“ hielt sogar bis in den Bus nach Hause an. In „guter alter Fräulein-Manier“ habe ich im Hinausgehen mit den niedlichen Engländern hinter uns geflirtet und war überaus gut gelaunt, als sie mir im Vorbeifahren noch ein Lächeln geschenkt haben. Das hätte das alte Fräulein nicht anders gemacht.

In solchen Momenten habe ich Hoffnung, dass es eines Tages wieder so sein wird. Dass ich gesund werde.Und dass mein Leben wieder ein einziger „lichter Moment“ wird.

Euch noch einen schönen Abend und heute einen schönen Tag.
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Veänderungen

Guten Abend!

Jetzt ist also ein neues Jahr. Ich stecke viele Hoffnungen in 2015.
Es soll das Jahr sein, in dem ich die Depression kleinkriege. Es soll das Jahr sein, in dem ich meine ersten Uniprüfungen schreibe und bestehe. Es soll das Jahr sein, in dem ich mein Leben auf die Reihe kriege. Das Jahr, in dem ich vielleicht wieder Gefühle zulassen kann. Aber vor allem soll 2015 das Jahr sein, in dem ich ohne Tabletten oder sonstige äußere Einflüsse wieder Freude empfinden kann und durch den Tag komme. Das ist mein erklärtes Ziel.

Ich werde mein Leben verändern. Mich selbst verändern. Denn Veränderungen müssen nicht immer schlecht sein.

Ich habe keine wirklichen Neujahrvorsätze.
Aber ich möchte endlich wieder ein normales Leben führen. Und dazu werde ich mir einen Job suchen. Und mehr auf meine Ernährung achten, ich will etwas an Gewicht verlieren. Und dazu Sport, damit ich in Form komme.
Hoffentlich habe ich die Chance, ein Leben wie jeder andere zu führen.

Ich werde wieder glücklich werden, schließlich habe ich wirklich gute Chancen auf Heilung. Und ich habe meine Freunde. Meine beste Freundin hat mir ein wirklich schönes Geschenk zu Weihnachten gemacht. Ihr Freund hat mir das Buch „Mein schwarzer Hund“ zu Weihnachten geschenkt. Ein Bilderbuch darüber, wie man mit der Depression leben lernen kann. Und sie hat sich das Pendant dazu gekauft, das für Verwandte und Freunde von Depressiven geschrieben wurde. Um mir zu helfen. Um zu wissen, wie sich diese Krankheit auswirkt. Um an meiner Seite zu sein.
Und ich bin ihr sehr dankbar dafür. Ihre bedingungslose Liebe zu mir, auch in diesen dunklen Tagen, ist der Hoffnungsschimmer, den ich täglich brauche. Und wo Hoffnung ist, da geht es weiter.
Sie hat mir eine Box gebastelt, in der Motivationshilfen sind. Die Idee stammt aus dem Buch. Darin ist unter anderem ein „Weißer-Hund-Tagebuch“. In das soll ich meine Erfolge schreiben. Alles, was in meinem Leben gelingt.

Denn schließlich soll man sich im Leben auf das konzentrieren was man will – und nicht auf das, was man nicht will.

Das werde ich tun. Ich habe so viele Gründe, für die es sich zu leben lohnt. Und ich habe noch mehr Gründe, die Depression zu überwinden.

Wie heißt es in dem Buch so schön, vielleicht bleibt der ’schwarze Hund‘ immer ein Teil meines Lebens. Aber ich kann lernen, ihn an die Leine zu legen.

Mit diesem Gedanken im Kopf wünsche ich euch einen schönen Abend!
Liebe Grüße und viel Kraft an jeden von euch!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Unbeschwert sein

Guten Abend!

Heute war ein schöner Tag :)
Ich bin leider hundemüde, drum werden es heute nicht ganz so viele Buchstaben wie sonst ;)

Heute morgen bin ich relativ früh aufgestanden, weil ich in die Stadt wollte. Ich hab mich dann doch erstmal gemütlich hingesetzt und gefrühstückt. Aber ich bin dann mittags in die Stadt gefahren und habe alles erledigt was auf meiner Liste stand, unter anderem den Erwerb von Geschenkpapier und Nougat.
Das Geschenkpapier hab ich im Depot gefunden, es sind Lebkuchenmännchen drauf! Es ist sooo cool und ich freue mich wahnsinnig drüber.
Außerdem habe ich meinem kleinen Hamster das ersetzt, was ich wegwerfen musste. In der Zoohandlung stand ich glückseelig vor den Glaskästen und habe die Tierchen beobachtet. Je länger ich da stand umso friedvoller erschien mir alles. Die Degus und Hamster und Kaninchen kamen ans Gitter und schnupperten an meiner Hand, was toll war. Ich fühlte, dass die kleinen Wesen gespürt haben dass ich ihnen nichts böses will. Das hat in meinem Inneren einen Schalter umgelegt, es hat mich einen Spalt geöffnet. Die Wärme hat ein kleines bisschen den Eispanzer angeschmolzen. Wer weiß, vielleicht geht es ja tatsächlich bergauf. Ich hoffe es jedenfalls. Naja, back to business.

Neben Nougat hab ich noch Mandeln und Margarine gekauft und als ich nachmittags wieder zuhause war, hab ich angefangen Plätzchen zu backen. Nougatplätzchen, Rumplätzchen und Lebkuchenplätzchen. Dazu habe ich Weihnachtsmusik gehört und mich wie ein kleines Kind über die Stimmung, die das auslöst, gefreut.
Als die drei Teige im Kühlschrank ruhen mussten, bin ich nochmal zurück in den Supermarkt, weil ich keinen Puderzucker mehr hatte.
Auf dem Heimweg ist mir aufgefallen, wie beschwingt ich war. Ich war glücklich – lag vielleicht daran, dass mich ein Typ in einem Maserati angelächelt hatte. :D
Aber wirklich. Als ich den Berg zu meiner Wohnung hochging fühlte ich mich unbeschwert. Es ist verrückt. Ich dachte nicht, dass ich mich so schnell wieder gut fühlen kann. Aber ich tue es. Ich fühle mich leicht. Und gar nicht mehr leer. Das Mit-Ohne-Gefühl ist verschwunden. Zumindest im Moment. Vielleicht lag es an der Zoohandlung. Vielleicht aber auch einfach daran, dass ich den heutigen Tag so – und nur so – verbracht habe, wie ich es wollte. Der Tag war einfach gut.
Zum Beispiel war der Bus früh dran. Und ich dachte mir, dass er mir schon wieder davon fährt. Aber der Busfahrer hat gewartet. Ich bin in den Bus gesprungen und habe ihn angelächelt. Und mich bedankt. Er antwortete nur: „Bitte. Weil Weihnachten ist.“

Weil Weihnachten ist. Vielleicht liegt es ja wirklich daran. Weihnachten macht ein kleines bisschen glücklich. Und das ist gut so. Ich kann jede Unterstützung brauchen, am Montag hab ich wieder zwei Termine bei meinen Ärzten…

Gute Nacht!
Euer Fräulein Mit-Gefühl :)

Ärzte-Marathon

Guten Abend!

Wenn man eine psychische Krankheit hat, wird man ja meistens so behandelt, als wäre man nicht krank. Heute kam ich mir aber tatsächlich krank vor, ich habe gute zweieinhalb Stunden in Arztpraxen verbracht und wurde nach allen Regeln der Kunst untersucht.
Angefangen bei meinem neuen Psychotherapeuten. Also er wird mein neuer Psychotherapeut wenn ich die erste Sitzung gut finde und ihn danach immer noch mag ^^
Ich hab ihm ein bisschen von mir erzählt und er hat immer wieder nachgefragt, um mich besser einschätzen zu können. Ich kam mir schon so vor, als läge mein Innenleben auf dem Seziertisch. Aber muss ja so sein. Ich weiß zwar nicht, was er von mir denkt, aber er hat mit mir auf Augenhöhe gesprochen. Das fand ich gut. Sehr amüsant für mich war die Frage: „Sind Sie immer so aufgeweckt? Oder ist das jetzt nur eine Masche weil Sie sich vorstellen?“ – Ich bin wirklich so, wenn mich die Depression nicht runterzieht!
Der nette Herr Doktor war überrascht von der Vielzahl an Medikamenten, die ich nehme und war etwas besorgt wegen den Nebenwirkungen, die ich merke. Er hat mir geraten, das am 22. meiner Ärztin zu erzählen und mit ihr abzuklären, ob wir das nicht irgendwie abstellen können.

Außerdem hat er meinen dicken Hals bemerkt und mir erzählt, dass eine Schilddrüsenunterfunktion die Symptome der Depression durchaus hervorrufen/verschlimmern kann. Vor allem die Müdigkeit und die Lethargie und das Problem morgen aufzustehen. Ich hab schon seit ich denken kann, eine vergrößerte Schilddrüse. Ich hab auch schonmal Jodtabletten deswegen genommen, aber die haben meiner Meinung nach nichts gebracht. Getestet wurde damals auch nichts, weshalb ich ihm nicht sagen konnte, wie schlimm es ist. Also hab ich den Vorschlag meines Therapeuten, zum Arzt zu gehen und das überprüfen zu lassen, gleich in die Tat umgesetzt.

Nach einer halben Stunde Gespräch bin ich (mit einem Umweg über den Rewe um was zu trinken zu kaufen, weil mir schon ganz schwummrig war vor lauter Dehydration…) also zum nächsten Arzt gelaufen. Die Frau an der Rezeption war zwar leicht verwirrt, hat mich dann aber ins Wartezimmer gesetzt. Und da saß ich dann. Und saß. Und saß.
Ich habe wirklich eine Stunde gewartet, bis ich dann mal zum Blutdruckmessen durfte. 122/79.

Der Arzt hat kurz mit mir abgeklärt, wie das in der Vergangenheit war mit meiner Schilddrüse und wie das mit der Depression ist. Dann hat er mir gleich noch Vitamin D verschrieben, weil ich ja vegan lebe und das im deutschen Winter ohnehin schwer zu bekommen ist.
Der Arzt meint, dass es keine Unterfunktion ist, sondern lediglich eine Vergrößerung ausgelöst durch Jodmangel. Was zu beweisen wäre. Natürlich waren dazu wiedermal Tests nötig. :P
Ich bin also ab ins Labor, wo mir (schon wieder!) Blut abgenommen wurde. Dafür dass ich eine wirklich ausgeprägte Nadel-Phobie habe, bin ich wirklich jedes Mal sehr tapfer :)
Das wird jetzt auf die Schilddrüsen-Dinger überprüft und auf meinen Wunsch hin auch noch auf Defizite, die meine Ernährung auslösen könnte.
Nachdem ich noch fünf Minuten rumgelegen bin – mir war nämlich schon den ganzen Tag schlecht und die Nadel in meine Ader gestochen zu bekommen hat’s nicht besser gemacht – hat man mich in den Raum für den Ultraschall gebracht.
Da musste ich mich dann obenrum freimachen – für einen Scan am Hals?! – und der Arzt hat meine Schilddrüse vermessen, die Struktur analysiert und nach Knoten gesucht.
Sie ist zu groß, die Struktur ist okay aber unregelmäßig und Knoten sind zum Glück keine da. Ich hatte ein bisschen Angst, dass er vielleicht einen Tumor oder sowas findet… aber alles gut.
Ich nehme jetzt Thyroxin ein. Das entlastet meine Schilddrüse. Dann bildet sie sich vielleicht zurück. Außerdem hilft mir das, weil dadurch meine Antriebslosigkeit und die ewige Lethargie gemildert werden (sollen).

Ja, das war heute ein ziemlich anstrengender Tag. Nach den Arztbesuchen habe ich noch meine Freundin besucht und ihr von den neuesten Entwicklungen berichtet.
Danach bin ich nach Hause und war plötzlich ziemlich motiviert, meine Wohnung aufzuräumen. Das ist mir noch nie passiert! :D
Also habe ich das, was schon lange mal nötig war endlich erledigt – die letzten Umzugskartons ausgeräumt zum Beispiel (ich wohne schon seit drei Monaten hier) und endlich den schönen, alten Vintage-Spiegel aufgehängt – den ich neu lackiert hatte – und die ganzen Dinge in den Keller getragen, die schon seit Wochen drauf warten.
Ich bin stolz, also ein bisschen. Ich hab endlich mal was geschafft, ohne mich selbst dazu zu zwingen. Fühlt sich normal an. Und normal ist gut.

Jetzt muss ich morgen nur noch die Küche etwas aufräumen und dann ist meine Wohnung auch endlich mal wieder vorzeigbar. Und das ist auch gut so, weil ich nämlich ab nächstem Monat eine Mitbewohnerin haben werde. Eine Freundin von mir zieht für sechs Wochen auf meine Couch. Sie hatte nur einen befristeten Mietvertrag und der läuft jetzt aus. Da sie noch keine neue Wohnung gefunden hat, überbrückt sie die Zeit bis zu den Semesterferien jetzt bei mir. Und mir soll es recht sein, ich helfe gerne – meiner Meinung nach ist sowas nämlich selbstverständlich.
Außerdem zahlt sie auch Miete und ich hab ja eh ständig Geldprobleme :D

Januar wird sicher ein guter Monat. Und somit fängt 2015 gut an. Ich bekomme auch eine Bafög-Nachzahlung :)
Jetzt hoffe ich einfach nur, dass das Zusammenleben funktioniert und mir vielleicht gut tut.

Es ist natürlich ein Wagnis, jemanden gerade in so einer Situation in meine privaten Bereich zu lassen… Aber ich werde meine Freundin sensibilisieren, damit sie mir meine Rückzugsmöglichkeiten lässt. So wird das schon funktionieren… hoffe ich.

Gute Nacht meine Lieben.
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl