She works hard for her money

Guten Abend allerseits :)

Nur um es schon mal vorwegzunehmen, die letzten zwei Tage hatte ich kaum Freizeit und habe jede mögliche Minute mit Schlafen verbracht, deshalb hab ich mich nicht gemeldet.

Ja, Donnerstag und Freitag habe ich jeweils von morgens bis abends gearbeitet, teilweise sogar zwei Schichten mit Pause dazwischen, weil eine Kollegin ausgefallen ist.
Es war hart, körperlich bin ich am Ende – kaum geschlafen, kaum gegessen – aber geistig geht es mir sehr gut. Die Arbeit bekommt mir.

Mittlerweile will mein Chef übrigens, dass ich Gastronomie-BWL oder so studiere, damit ich den Laden dann mal schmeißen kann :D
Sachen gibt’s.

Ich hab mich schon sehr gut integriert, komme mit dem System und den Anlagen klar und sogar das Bier einschenken klappt mittlerweile zum größten Teil passabel. Außerdem bin ich bei den Stammgästen sehr beliebt.
Und die geben auch das beste Trinkgeld – laut meinem Chef etwa dreißig bis vierzig Euro pro Person pro Tag!!!
Ich bin soooo glücklich dort arbeiten zu dürfen. Ich kann es gar nicht beschreiben.
Da ich heute nach Hause fahre, konnte ich eigentlich nicht so lange arbeiten – aber, natürlich, war die Aushilfe vor mir heute wieder nicht gewillt zu kommen (gestern musste ich auch schon für sie zusätzlich einspringen) und so bin ich freiwillig bis halb sieben geblieben. Jetzt sitze ich im Zug, komme aber natürlich erst relativ spät zuhause an. Mein Bruder muss mich holen und kann deshalb nicht mit seinen Freunden feiern gehen. Als Entschädigung hat mein Chef ihm ein Schnitzel gemacht. Ohne von mir Geld anzunehmen.
Er ist der Beste.
Hat mich gestern auch abgeholt und wieder heim gefahren, als ich die zweite Schicht übernommen habe. In seinem Cabrio ;)
Mein Leben <3

Jetzt ab nach Hause. Nachdem ich im Eiltempo meine Wohnung für die kommenden Tage hergerichtet und meine Tasche mit Zeug vollgestopft habe. Hoffentlich überleben die Pflanzen das. Soll ja heiß werden.

Also, genug getippt. Musik an, aus dem Fenster gucken und gut.
Ich wünsche euch einen schönen Abend!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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Sonnenstrahlen durch das Grau

Guten Abend allerseits!

Ich will eigentlich seit ner Stunde ins Bett – da bin ich ja auch – aber ich kann nicht schlafen…

Mich hat die Sommergrippe ein bisschen erwischt, gibt es etwas nervigeres als Heuschnupfen zu haben wenn die Sonne scheint und normalen Schnupfen wenn es regnet?

Heute lief nicht so ganz rund. Ich habe heute Abend sogar fast die Therapiesitzung verpasst. Ich dachte die wäre erst morgen…
Aber zehn Minuten vor dem Termin erinnert mich mein Handy immer daran. Den Adrenalinschub könnt ihr euch ja vorstellen – ich lag in Jogginghose im Bett und hab Sherlock geschaut. Ich hab noch nie so schnell eine Hose und einen BH angezogen :P
Mit der Vespa bin ich dann in die Stadt gerast und kam nur drei Minuten zu spät. So hat mich der Doc auch noch nie gesehen. In meinem Oversize-Zuhause-T-Shirt, ohne jegliches Make-Up, mit verwuschelten Haaren und völlig außer Atem. Hei, da war ich schon ordentlich gestresst.
Ich habe ihm die ganzen positiven Neuigkeiten berichtet und er war sehr erfreut. Bei dem Strahlen, das tief aus meinem Inneren kommt, wundert mich das auch nicht. Ich habe das Gefühl zu Leuchten, wenn ich davon erzähle wie viel Glück ich momentan habe.
Auf dem Heimweg durch die Stadt bin ich lächelnd über das Kopfsteinpflaster gelaufen, obwohl ich nicht ansatzweise so „perfekt“ ausgesehen habe, wie mein Maßstab mir das sonst für die Stadt vorschreibt.

Zuhause hab ich gleich die Folge Sherlock fertig geschaut, ich feier die Serie nämlich fast noch ein bisschen mehr als Game of Thrones – aber nur fast, die neue Folge hat heute mit der Schlussszene sogar eine Gänsehaut erzeugt.
Ich hab auch noch House of Cards auf der To-Watch-Liste. Bei dem Wetter kann man ja sonst auch nichts machen. Außer Arbeiten – aber das darf ich ja erst wieder Donnerstag.

Ich wünsche euch einen schönen Mittwoch und natürlich eine gute Nacht!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Rosige Aussichten

Guten Tag meine Lieben!

Ich bin es wieder. Überraschung :D

Ich. Bin. Glücklich.

Ich habe gestern meinen Probearbeitstag gehabt. Und es war mega entspannt, die Truppe ist total nett, mein Chef ziemlich cool drauf – von der Location mal ganz zu schweigen. Ich bin so ein Glückspilz, diese Stelle gefunden zu haben…
Der Chef und ich sind per du, der zweite Koch ist so alt wie ich und die anderen Kellnerinnen sind so Typ Mama. Alles familiär, das komplette Gegenteil zu meiner letzten Arbeitsstelle.
Ich hab mich schnell zurecht gefunden und mir wurde immer ausgeholfen, falls ich etwas mal nicht wusste. Viele Abläufe waren mir aus meinen früheren Jobs schon bekannt, das hat schon geholfen – aber ich habe von allen Seiten zu hören bekommen, wie gut ich mich geschlagen habe. Also hab ich scheinbar gar nicht mal so dumm angestellt – was auch erklärt, warum ich von Fleck weg eingestellt wurde :)

Es ist ohnehin ein Traum: Der Chef persönlich hat mir was zu Essen gemacht, wir haben uns in einer ruhigen Phase zusammen auf die Terrasse gestellt und geredet und nach der Arbeit spät abends gab’s sogar noch Sekt :D
Sogar meine Mutter ist restlos begeistert. Sie hat mir sogar gesagt, dass sie stolz auf mich ist.
Und den Kredit bekomme ich auch. Prima. Es wird ein schöner Juni!
Ich war gestern von 14 bis 24 Uhr da und bin erstaunlich fit gewesen. Dafür, dass es mein erster Tag war, hielten sich Schmerzen in den Füßen etc in Grenzen.
Donnerstag und Freitag bin ich wieder eingeteilt, dieses Mal etwas früher, weil ich Freitag Abend nach Hause zum Geburtstag meiner Oma fahre. Und die Woche drauf dann Donnerstag bis Sonntag. Mein Chef hat mich ja fast angefleht vier Tage die Woche zu arbeiten. Jetzt bin ich auf seinen Wunsch hin, anstatt auf 450 Euro-Basis, ganz normal Teilzeit eingestellt.
Ich habe es ja auch nicht geglaubt – aber scheinbar haben ein paar seiner Stammgäste angemerkt, dass seine neue Aushilfe „ganz süß“ sei. Oha :D

In Bundfaltenhose, Bluse, Schürze und mit Zopf war ich das wahrscheinlich auch :D
Und die latenten sexuellen Anspielungen kennen ich von früher, das ist eben Gastronomie. Außerdem habe ich meine Stelle sicher, zumindest solange der Chef mich leiden kann – und der hat schon angemerkt, dass es ihm gefällt wie ich Kontra gebe ;)
Hehe. Keine Sorge, ich bleib schon vernünftig – aber ich bin nunmal das jüngste und ansprechenste Wesen in dem Laden :DD
Und alleine dass ich schon wieder so denke, zeigt mir dass das alte Fräulein sich zurückkämpft. Aber ich bin momentan auch ehrlich glücklich.

Sonntag Morgen war ich noch bei dem Aquaristik-Verein und habe direkt Kontakte mit den Locals geknüpft. Und ein Pflänzchen mitgenommen. Und nächsten Monat bekomme ich Garnelen und die Bodenfische direkt von den privaten Züchtern zu einem Bruchteil des Ladenpreises – läuft!

Da ich ja ab jetzt (nicht wenig) Geld verdiene, kann ich mir solche Hobbies auch leisten. Und sowohl mein Tattoo, als auch der geplante Urlaub mit einer Freundin sind jetzt in greifbare Nähe gerückt. Von einer neuen Sommer-Garderobe will ich gar nicht erst anfangen :D
Der zweite Koch hat mich schon gewarnt, dass unser Chef auf Tattoos steht. Da muss ich ja echt aufpassen, dass ich ihn nicht vom Kochen ablenke ;)

Ach meine Lieben, ich kann euch gar nicht sagen, wie gut es sich anfühlt, endlich raus aus dem Schatten zu sein. Und die Sonne wird immer heller…
Der Chef hat mir sogar angeboten bei ihm eine Ausbildung zu machen, falls mein Studium mir zu blöd wäre, nachdem er Bilder meiner Torten gesehen hat. OMG! Gastronomie! Ich muss mich echt zusammenreißen. Eigentlich würde ein Teil von mir sein Angebot nämlich sofort annehmen – aber das wäre jetzt unvernünftig. Und so wie es jetzt ist, ist es gut. Ball flach halten, Fräulein.

Ich habe heute mit meiner Mutter telefoniert und wir haben darüber geredet, dass ich vorhabe kein BAföG mehr zu beantragen. Wenn ich arbeite, brauche ich es eigentlich nicht mehr und muss sonst bloß aufpassen, dass ich nicht über irgendwelche Beträge komme. Außerdem verschulde ich mich so nicht noch weiter. Ein Vorteil. Um meine Mum zu entlasten werde ich auch den Strom selbst zahlen, dann sind wir quitt. Sie soll sehen, dass ich mein Leben auch alleine auf die Reihe kriege – genau das passiert nämlich gerade.

Ich wünsche euch mit meiner ganzen Euphorie einen wunderschönen Tag und hoffe, dass noch viele Beiträge in dieser Stimmungslage folgen werden!
Liebe Grüße, euer Fräulein Mit-Glücksgefühlen

Läuft bei mir

Guten Abend meine Lieben!

Ich klopfe vorneweg schonmal auf Holz, ich will mir meinen Lauf ja nicht verschreien.

Heute gerieten endlich ein bestimmter Stein ins Rollen: die leidige Sache mit dem Job. Meine Mutter liegt mir ja seit Beginn meines Studium damit in den Ohren. Und, wer hätte das gedacht, – sie sicher nicht – ich habe mich heute darum gekümmert.
Gestern Abend habe ich auf Ebay Kleinanzeigen eine Annonce gesehen: KellnerIn gesucht. Und zwar nicht in einem Café oder einer Gaststätte, sondern in dem Restaurant eines Golfclubs. Ich hab mir gestern die Homepage angeschaut und das Konzept fand ich sehr ansprechend. Es handelt sich übrigens um einen chinesisch gestalteten Golfplatz, das Restaurant hat eine Panorama-Terrasse und auch ansonsten ist das durchaus kein Ort, an dem ich am Wochenende anzutreffen wäre.

Es sei denn, ich würde dort arbeiten. Und weil ich seit ich hier wohne einen Job suche, der mir zusagt (lieber spare ich etwas als mich bei Rewe an die Kasse zu setzen und mein Leben dort zu vergeuden), habe ich gestern Nacht beschlossen, mich einfach mal zu bewerben. Ein paar Vorkenntnisse in der Gastronomie habe ich ja, Sprachkenntnisse für Touristen sind auch vorhanden und meine eloquent-extrovertierte Art ist sicher angemessen für die illustren Gäste.
Gesagt, getan. Ich bin heute hingefahren, weil eine persönliche Bewerbung immer einen ganz anderen Eindruck macht. Der Golfplatz liegt im Nachbarort, mit der Vespa brauche ich maximal zwanzig Minuten, das hält sich also im Rahmen.
Ich hab heute Mittag meinen Lebenslauf aktualisiert, gekocht, mich fertig gemacht und bin nachmittags etwas aufgeregt dort angekommen. Der Platz ist wirklich außergewöhnlich. Und ein Hauch „Yin&Yang“ lag in der Luft, als ich den Helm abnahm. Das Restaurant selbst ist edel und geschmackvoll eingerichtet, die Küche saisonal und regional – natürlich gehoben.

Ich hab mich beim Chef vorgestellt, der gleichzeitig auch der Chefkoch ist. Er lud mich auf ein Getränk (ich entschied mich für Wasser, bestimmt war das auch sündhaft teuer) auf die Terrasse ein und wir plauderten etwas. Ich glaube er fand mich gut, denn er hat mich direkt für morgen zum „Probe-Arbeiten“ eingeladen. *freu*
Um 14 Uhr werde ich mich bei der Chefin des Service einfinden und einen Tag lang „so mitlaufen“. Um mal zu sehen ob es mir dort zusagt und ob die Kollegen nett sind und ich die Gäste ertrage – palim palim. Ich hab damals in der Raststätte unter widrigsten Bedingungen gearbeitet, dagegen wird das dort der Himmel sein. Von dem Trinkgeld mal ganz zu schweigen… Golfer haben es ja meistens.

Nunja. Direkt im Anschluss bin ich in die Stadt um mein restliches Geld in Kleidung zu investieren. Meine Jeans kann ich in dem Laden natürlich nicht anziehen. Also eine Stoffhose gekauft, eine zweite Bluse und neue Schuhe.
Dummerweise schrumpfte so mein Budget für den Monat noch mehr zusammen… und es ist erst der sechste!
Montag kommt meine Mutter zu Besuch, ich werde sie um ein Darlehen bitten, was sie aufgrund der Umstände sicher nicht ablehnen wird. Schließlich habe ich endlich den Job, den ich mir schon sooo lange hätte suchen sollen. Und er ist nicht befristet, ich kann solange mich der Chef leiden kann dort aushelfen. Und der hat mir gleich das ‚Du‘ angeboten, weil er nur vier Jahre älter ist als ich. Bingo.

Ich schaukel jetzt noch ein bisschen auf meinem Balkon vor mich hin, dann gehe ich früh schlafen, weil ich morgen vor der Arbeit noch auf eine Aquaristik-Börse will. Vor der Arbeit… wie das klingt :)
Aber der Job sagt mir echt zu. Gastronomie ist einfach meins. Die Arbeit mit Menschen, die Arbeitszeiten (ich bin ohnehin Nachtmensch), das Trinkgeld und der Umgang mit Essen. Weitere tolle Erfahrungen und Qualifikationen, die ich unbedingt sammeln will. Wird mir bei meinen weiteren Plänen helfen – Zukunft, here we go.

Ich wünsche euch allen ebenfalls einen solchen Lauf und einen schönen Abend!
Euer Fräulein Fast-Mit-Job

Sommer in der Stadt

Guten Abend allerseits!

Momentan ist bei mir so viel los, das mich am Abend todmüde ins Bett fallen lässt, dass ich mich leider nur sporadisch bei euch melden „kann“. Es ist einfach verrückt, wie viel ich unternehme und draußen bin, seit es wärmer ist.

Es ist endlich Sommer in der Stadt. Und hier ist es besonders traumhaft. Unsere Lage ist einmalig, durch die Nähe zu zig Flüssen und Gewässern gibt es massenweise Plätze, wo man den Tag verbringen kann. Auch die Wiesen am Campus bieten sich zum abendlichen Grillen, Bier trinken oder Shisha rauchen an. Und da hier 50% Studenten leben, trifft man da auch immer alte oder (dann) neue Freunde.

Dienstag war ich an der Uni, da war die Temperatur in den Hörsälen schon grenzwertig. In unserem Conversation Kurs haben wir über die sogenannte „Bucket List“ geredet, wobei ich verwundert war, wieviele Punkte von der Standard-Liste ich bereits abgearbeitet habe. Auch bei der Anzahl der bisher besuchten Länder lag ich ziemlich weit vorne. Das ist mir gar nicht bewusst, wie viel ich eigentlich schon erlebt habe.
Für nächste Woche sollen wir einen Punkt als kleines Referat vorbereiten, von dem wir finden, dass er auf die „Bucket List“ gehört. Ich werde natürlich Neuseeland nehmen. Jeder sollte da mal gewesen sein, bevor er/sie den Löffel abgibt. Außerdem fällt mir das Reden über die dutzenden Gründe nicht schwer, weil ich die meisten selbst schon erleben konnte. Und Bilder hab ich auch ;)

Mittwoch hatte ich einen Termin beim Doc und vorher habe ich mein Ergebnis vom Aids-Test von vor zwei Wochen abgeholt: Negativ. Quod erat demonstrandum. 
Mein Therapeut ist begeistert davon, welche Fortschritte meine emotionale Ausgeglichenheit macht. Ich übrigens auch.
Dass ich mich endlich stabilisiert habe, obwohl die Medikamente ja nur noch zu einem Drittel vorhanden sind, hält er für ein sehr gutes Zeichen.
Im Anschluss bin ich an einen nahegelegenen Stausee gedüst. Die Fahrt dahin war abenteuerlich, da ich mich erstens zuerst am falschen Stausee befand, danach nochmal ziemlich verfahren habe und auf dem Weg fast von einem LKW angefahren wurde. Dass ich dem Tod ins Auge blicken konnte, hat mich das schon ordentlich mitgenommen. Es haben vielleicht drei Zentimeter gefehlt… Was sind schon drei Zentimeter?
Bis in die Nacht saß ich mit Freundinnen dort und wir haben sogar etwas gegrillt. Und es hat uns so gefallen, dass wir uns für den nächsten Tag wieder verabredet haben.

Das war gestern, der Feiertag. Diesmal waren wir ausgerüstet mit Pizza, Getränken, Obstsalat, Decken und Kissen, Bikinis und Musik. Einen Schirm haben wir bei der Wasserwacht ausgeliehen. War eine gute Idee, es war nämlich brütend heiß, sogar im Schatten.
So haben wir den ganzen Tag am See verbracht und ich habe gemerkt, wie sehr ich das Schwimmen vermisst habe. Ich mag keine Schwimmbäder, weshalb ich selten dazu komme. Aber es war so schön :)
Als Erinnerung an den Tag habe ich einen ordentlichen Sonnenbrand an den Beinen bekommen. Aber ich benutze mehrmals täglich AfterSun, also sollte sich das zeitnah geben… Hoffe ich zumindest, sieht nämlich blöd aus.
Ohne den Sonnenbrand bekomme ich allerdings nur schwer Farbe, ich bin ja zu einem Viertel „Ginger“ und die roten Gene zeigen sich in meiner sommersprossigen, hellen Haut deutlicher als in den Haaren. Die ist natürlich sonnenempfindlich, allerdings weigert sie sich zusätzlich umso heftiger braun zu werden.
Darum habe ich heute ein Sonnenverbot verhängt und den Tag schweren Herzens nur drinnen und auf dem schattierten Balkon verbracht. Dafür habe ich drei Ladungen Wäsche gewaschen und das Geschirr gespült und mein Altpapier rausgetragen und den Müll noch dazu. Ein bisschen Produktivität hat noch keinem geschadet :D

Außerdem habe ich in den letzten Tagen meinen kleinen Nano-Cube eingerichtet. Das Paket mit den Pflanzen & Co kam am Mittwoch und ich konnte meine Ungeduld nicht mehr im Zaum halten :P
Jetzt blubbert es auf meinem Schrank im Wohnzimmer fröhlich vor sich hin. Neben dem Hamster, den das nicht zu interessieren scheint.

Alle Arachnophobiker, bitte überspringt den kommenden Absatz ;)
Mein Spinnchen hat sich endlich gehäutet! Sooooo lange habe ich darauf gewartet und gestern war es so weit. Sie lag morgens schon so komisch auf dem Rücken, da schwante mir zuerst Böses. Aber dann zählte ich zwei und zwei zusammen und besprühte ihr Netz vorschriftsmäßig mit Wasser, um ihr die Häutung zu erleichtern. Als ich abends wieder zuhause war, habe ich mich ordentlich erschreckt. Die Exuvie (also die leere Hülle) lag im Netz und ich hielt sie zuerst für die Spinne. Erst als ich den Behälter öffnete – um nach dem Rechten zu sehen – und Kankra mir entgegen lief, bemerkte ich meinen Irrtum und erschreckte mich zugegebenermaßen auch etwas. Damit hatte ich nämlich nicht gerechnet. Als ich dann die Hülle entfernt hatte und meine Kleine genauer betrachten konnte, habe ich mich gefreut. Sie war zwar noch hellblau, weil die neue Haut noch nicht ganz trocken war, allerdings knapp doppelt so groß wie vorher!
Mittlerweile ist sie wieder vollständig ausgefärbt und ich starre sie mehrmals täglich ungläubig an, weil sie so groß geworden ist. Wahnsinn. Ich muss noch ein paar Tage mit der Fütterung warten, aber ab jetzt gibt es größere Heimchen. Sie soll ja schließlich groß und stark werden :D

Willkommen zurück, Spinnen verabscheuende Freunde!
Jetzt noch zu einem nervenschonenden Thema: Meinem Balkon.
Der macht mir momentan nämlich auch eine riesen Freude. Die ersten Erdbeeren sind reif und die Tomaten übertreffen sich gegenseitig mit ihren Blütentrauben. Auch erste, kleine Zucchinis sind zu sehen.
Lediglich die Paprikapflanzen sind noch immer vergleichsweise klein, allerdings waren die bei Dehner auch nicht größer, also mache ich mir mal keinen Kopf. Wenn ich den Wäscheständer reinholen kann, hänge ich den Sessel wieder auf und verbringe den Abend draußen. Ich brauch nur noch was gegen die Mücken…

Ich wünsche euch auch einen lauen Sommerabend und eine gute Nacht!
Euer Fräulein Mit-Sonnenbrand