Es gibt Grenzen…?

Guten Abend allerseits!

Ich sitze im Zug zu meiner besten Freundin, deren Begleitung auf ihrem Abiball ich sein werde :)

Gestern Nachmittag und vorgestern Nachmittag waren im Prinzip gleich. Ich saß auf der Edelstahl-Platte einer Anrichte in der Küche, habe meinem Chef über die Schulter geschaut wie er gekocht hat und mich mit dem restlichen Personal unterhalten.
Irgendwie mach ich mir schon selber Sorgen, dass ich freiwillig in die Arbeit gehe, auch wenn ich nur minimal mitgeholfen habe.
Aber es macht mir einfach so Spaß dort zu sein und mir das alles anzuschauen. Mein Therapeut meint ja, das sei die Anfangsverliebtheit und wenn die bleibt, habe ich das große Los gezogen.
Apropos Verliebtheit. Ich mach mir langsam etwas Sorgen um meinen Chef. Ich denke dass er mich langsam aber sicher mehr mag als gut ist. Und ich bin persönlich dagegen, dass irgendwas in der Richtung passiert.
O-Ton vom Doc: „Es gibt Grenzen.“ Das denke ich auch, allerdings konnte er mir keinen Rat geben, was ich jetzt tun soll.
Sein Vorschlag war, das Ganze in der Schwebe zu halten. Na prima.

Zum Glück bin ich immer noch eher Stein als irgendwas anderes und deshalb kann ich vernünftig bleiben. Allerdings fände ich es wirklich mega schade, wenn es deshalb in der Arbeit irgendwie komisch werden würde. Ich arbeite so gerne da, das will ich nicht verspielen.
Und da liegt ja das Problem. Ich weiß nicht, wie viel Spiel zu viel ist. Ihr kennt mich ja nicht persönlich, aber ich kann euch versichern, dass es in meiner Natur liegt einen sehr lockeren und vertrauten Umgang mit so ziemlich jedem zu haben. Und wer sich darüber nicht im Klaren ist, der kann das ja leicht falsch deuten.

Ohje Ohje. Ihr merkt bereits, das macht mir zu schaffen. Ich hab die letzten Tage auch kaum geschlafen, ohne Tabletten ging gar nichts…
Ich bin durchaus in der Lage Sympathie zu empfinden, aber mehr ist einfach nicht drin.
Dem Ganzen eine Chance zu geben ist also ohnehin utopisch, von der Wahrscheinlichkeit dass es gut ausgehen würde mal ganz zu schweigen… Ich kenne mich. Kein unnötiges Risiko. Es gibt schließlich Grenzen…?

Wie ich die Situation am Besten entspanne, weiß ich allerdings nicht. Mein Therapeut fand ich solle mich einfach in den Strahlen der Aufmerksamkeit sonnen und nur an mich denken. Wie er mein Handeln interpretiert sei schließlich nicht meine Sorge.
Ich bin da anderer Meinung. Puh. Das kann ja lustig werden. Fortsetzung folgt…

Die nächsten Tage habe ich ohnehin Abstand. Bis Samstag bin ich ausgeflogen. Zuerst bei meiner besten Freundin und am Samstag Abend gehe ich auf das Konzert in München. Casper *-*
Noch eineinhalb Stunden Fahrt. Oh Mann… Die Bahn zu meiner zweiten Heimat ist so langsam. Und gerade ist mir aufgefallen, dass ich vergessen habe den Müll noch rauszubringen :O
Tolle Wurst. Naja, sei’s drum.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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3 Gedanken zu “Es gibt Grenzen…?

  1. Ich wünsche dir, dass die „Situation“ mit deinem Chef für dich beherrschbar bleibt! Bei deinen letzten Kommentaren zu ihm habe ich immer schon gedacht: der wird doch nicht!? Es wäre wirklich schade, wenn deswegen die Arbeit, die dir an deinen Worten erkennbar so gut tut, anfangen würde zu leiden.

    Was dein Therapeut sagt klingt für mich ganz vernünftig. Aber weder er noch ich müssen das schließlich umsetzen :/

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  2. Ich kann mit solchen Situationen auch nicht gut umgehen – und da reicht es mir schon, wenn es einfach andere normale Leute sind. Wenn es mein Chef wäre… Ich glaube, ich wäre total überfordert.

    Bei anderen Leuten hat es mir immer gut geholfen, „ganz nebenbei“ von einem Date/Freund zu erzählen (und es so aussehen zu lassen, als sei es „mein“ Freund, nicht „ein“ Freund). Das ist irgendwie hinterhältig, ich weiß… Aber dann sieht es wenigstens nicht so aus, als würde man dem anderen einen Korb geben (was ich hasse), obwohl man es im Grunde genommen tut.

    Wenn ich noch etwas dazu anmerken darf… Wenn du so viel bei der Arbeit bist sieht es auch irgendwie so aus als würdest du seine Nähe suchen. Jedenfalls kann man das schnell falsch interpretieren.

    Langer Rede kurzer Sinn, ja, es gibt Grenzen. :)

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