Frieden

Der Moment, wenn du aufhörst zu weinen – nachdem du dem Schmerz Raum gegeben hast, in dem du einfach nur an die Decke starrst, voller Leere. Dieser Moment ist ein kleiner Augenblick voller Frieden.
Kein Gefühl – das sich deiner bemächtigt, einfach nur Ruhe.
Zumindest bis die nächste Welle Schmerz sich über dich ergießt…

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Raus aus dem Haus!

Guten Abend meine Lieben!

Heute waren meine Süße und ich in Salzburg. Es war ein schöner Tagesausflug und ich war den ganzen Tag draußen und unter Menschen. Und wir haben uns sowohl die kulturellen als auch die kulinarischen Besonderheiten der Stadt zu Gemüte geführt.

Es gibt ja so viele Gassen, Brunnen und Bauwerke dort. Wir sind durch die Stadt gestromert, haben die Auslagen der Schaufenster betrachtet und sind durch Confiserien gebummelt. Es war ein langer aber toller Tag, auch wenn wir ziemlich viel gelaufen sind ^^
Aber immerhin habe ich jetzt ein Geburtstagsgeschenk für meine Mutter und einen Jahresvorrat Manner-Waffeln!

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir bei Tee und Kuchen im Café Tomaselli, ein über 300 Jahre altes Kaffeehaus in dem angebliche bereits Mozart das ein oder andere Tässchen getrunken hat.
Welch erhebende Atmosphäre dort zu verweilen, wo einst bedeutende Philosophen und Poeten ihre Zeit verbracht haben – wenn man der Geschichte auf der Speisekarte Glauben schenken kann.

Viel mehr gibt es nicht zu erzählen, abends haben wir im Kreise der Familie zuerst den „Bachelor“ geschaut (wie immer eine äußerst erheiternde Angelegenheit) und danach noch den Teenie-Film LOL (nicht ganz so erheiternd, aber ein Flashback in die Zeit, als man solche Filme noch als wirklich dramatisch und realistisch empfand).
Nicht grade das, was man von drei Erwachsenen erwarten würde, oder? Aber hey, immerhin war ich heute draußen ;)

Einen schönen Abend noch!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Gefühlsverstärker

Guten Abend allerseits!

Jetzt habt ihr schon lange nichts mehr von mir gehört. Das tut mir auch leid, aber in den letzten Tagen war einfach zu viel los um ans Bloggen zu denken…

Ich bin immer noch bei meiner besten Freundin zu Besuch – und die letzten Tage waren… intensiv. Jedes Gefühl, das ich hatte, war relativ extrem.
Entweder ich war ein glückliches Mädchen, das umgeben von Familie und Freunden durch den Tag glitt – oder ich war ein Schatten meiner selbst, kaum in der Lage meine Tränen zurück zu halten.
Im einen Moment hatte ich Bauchschmerzen vor Lachen und schon im nächsten stand ich weinend unter der Dusche/lag weinend im Bett. Eine manisch-depressive Episode?

Wenn es mir gut ging, dann war ich voller Energie, stressresistent und sprühte geradezu vor Kreativität. Ich habe (nahezu) im Alleingang eine dreistöckige Torte gezaubert – Bild kommt weiter unten. Gleichzeitig habe ich mich zu großen Teilen um die restliche Bewirtung der Gäste gekümmert, um meine eh schon gestresste Freundin zu entlasten. Während den zwei Tagen Vorbereitung habe ich kaum geschlafen, kaum gegessen und meine gesamte Zeit und Energie in der Küche darin investiert. Und trotzdem habe ich Ergebnisse geliefert, meine Leistung erbracht und mein Körper hat funktioniert wie er sollte. Ich fühlte mich wie ein manisches Genie :P

Doch kaum waren die zwei Tage vorbei, fiel ich wieder in mein vorheriges Tief. Und wie immer machten es die äußeren Umstände nicht leichter… mein Vater hat mich zu einem Treffen mit seinen Freunden mitgenommen, die geschäftlich das selbe machen wie er. Und da ich dem Ganzen ohnehin kritisch gegenüber stehe und insgesamt einfach eine Skeptikerin bin, habe ich dort für Furore gesorgt. Ich habe mich in der Diskussion und im Kreuzfeuer der anderen Anwesenden gut geschlagen, aber ich hatte das Gefühl meinen Vater enttäuscht zu haben. Er wurde kurzzeitig regelrecht wütend, was meine beste Freundin und ich am Unterton in seiner Stimme bemerkt haben – allerdings dementierten das alle anderen, er inklusive. Auf dem Heimweg wollte ich eigentlich nur weinen…

Aber die guten und schlechten Phasen wechseln sich ab und gehen so schnell wie sie kommen. Es ist nervenaufreibend…
Ich war so glücklich, als meine Freundin vor Freude geweint hat, in dem Moment als sie zum ersten Mal die Torte gesehen hat. Jetzt kommt auch endlich das Bild von meinem Meisterwerk.

Die Torte

Im obersten Stock war Biskuit mit Buttercreme, im mittleren zweifarbiger Biskuit mit Raspberry-Cheesecake-Cream und im untersten ein Schokoladenboden gefüllt mit Schokoladenganache.
Und ich bin in der Aufgabe aufgeblüht, egal wie stressig es war… ich hab mir ohnehin einigen Stress dadurch gespart, dass ich die Torte einfach normal gebacken habe und nicht vegan. Das war so entspannter.

Und bereits am nächsten Tag kippte die Stimmung und ich war wieder wie am Boden zerstört. Ohne ersichtlichen Grund. Wie immer einfach… es ist so schade.
Ich bin hier, umgeben von Menschen, die mir viel bedeuten. Umgeben von den einzigen beiden Menschen, denen ich bedingungslos vertraue. Und trotzdem bin ich zeitweise nicht in der Lage auch nur einen Funken Freude wahrzunehmen… und das macht mich umso trauriger. Denn so hat meine zweite Familie mich nicht verdient. Und ich selber tu mir damit ja auch keinen Gefallen.

Zum Glück verbringe ich jetzt eineinhalb Wochen hier, eine kleine Gnadenfrist bevor ich wieder zurück nach Hause fahre, wo ich meinen Stimmungsschwankungen hilflos ausgeliefert bin. Vielleicht bin ich bis dahin aber auch wieder auf dem Damm. Wir werden sehen…

Ich werde mich wieder öfter melden, jetzt wo ich mehr Zeit habe.
Ich wünsche euch einen schönen Abend!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Nebelmeer

Bahnfahrten sind dazu gemacht worden Menschen Raum zum Nachdenken zu geben. Den Blick aus dem Fenster über die Ebene streifen lassen…
Eine weiße Landschaft, blendend weiß und doch schmutziges Weiß. Weiße Felder, durchzogen von braunen Schlieren. Der Himmel bis zum Horizont eine neblig weiße Wand. Undurchdringbar für menschliche Augen.
Der einzige Kontrast auf der weißen Leinwand ist ein schwarzer Rabe. Wie er seine einsamen Kreise zieht, die eisigen Winde im Gefieder.

Talfahrt

Guten Abend allerseits!

Gestern war kein spektakulärer Tag und ich wollte auch nicht wirklich schreiben…

Seit gestern Abend ist die Euphorie der letzten Tage passé. Ich fühle mich matt, unausgeglichen und der Hass gegen mich selbst erreicht ungeahnte Dimensionen…

Ich fühle mich grade aber nicht im Stande darüber zu schreiben, ich bin einfach nur traurig momentan.
Ich hoffe dass es morgen früh besser wird, schließlich steige ich dann in den Zug zu meiner zweiten Familie.

Bis bald mal, meine Lieben.
Wir hören voneinander!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl