Verpasste Chancen…

Einen guten Abend aus meinem Wohnzimmer!

Ich bin seit gestern Abend wieder zuhause und es ist einfach eines der besten Gefühle, die Haustüre aufzuschließen und seine Taschen in die eigene Wohnung zu stellen.

Mein Vater hat mich gestern nach einer Familienfeier nach Hause gefahren. Den Geburtstag meines Opas haben wir bei meiner Tante gefeiert, wofür ich am Freitag wiederum eine kleine Schokotorte gebacken hatte.
Die Feier war wie immer ein kleines Highlight, meine Familie ist einfach ein Fall für sich. Zumindest bis zu dem Punkt an dem meine Stimmung gekippt ist… diese Kipp-Momente kommen wann sie wollen und manchmal leider denkbar unpassend. Wenn ich grade fröhlich und gut gelaunt bin, dann ist die Veränderung in meinem Wesen für alle Anwesenden deutlich spürbar.
So auch für meinen Vater. Nachdem meine Tante seine Hilfe bezüglich einem gesundheitlichen Problem abgewiesen hat, wurde ich schlagartig traurig – verfiel in eine depressive Episode. Und das inmitten meiner Familie am Wohnzimmertisch.
Mein Vater hat es sofort am veränderten Ausdruck in meinen Augen gesehen, wie hätte ich es auch vor ihm verbergen können…
Auf dem Heimweg, nachdem wir meinen Bruder abgesetzt hatten, hat er mich drauf angesprochen. Das wäre der Moment gewesen, in dem ich ihm von meiner Krankheit hätte erzählen können. Ich hätte ihm sagen können, weshalb ich manchmal so traurig bin. Weshalb ich nicht mehr zurück finde, wenn ich erstmal in diese Melancholie verfallen bin.
Er hat schließlich keine Ahnung, warum mir das so oft passiert.
Ich hätte es ihm im Auto sagen können… Aber ich konnte es nicht.
Er hat mich gefragt, was los war. Und ich habe ihm nicht die Ursache für meine Traurigkeit genannt, sondern nur den Auslöser… Weil ich ihm einfach nicht sagen konnte, was los ist. Wieso weiß Gott allein, und der weiß es wahrscheinlich auch nicht…

Es ist insgesamt momentan irgendwas los mit mir, weil ich ständig Migräne-Anfälle habe, die ich schon länger nicht mehr hatte. Auch heute habe ich schon den ganzen Abend Kopfschmerzen und musste die Lichter im Wohnzimmer dimmen, weil mir alles zu hell war… Mir wird einfach alles zuviel, meinte ich zu meinem Dad, als ich ihm durch die Blume erzählt habe, wie es mir momentan so geht. Die Tatsache dass ich mich zum Teil einfach nur zurückziehen und vor der Welt verstecken wollte, führte dazu, dass ich mich häufig in mich selbst zurückgezogen habe, was ihm aufgefallen ist.
Ich bin ja ansonsten durchaus extrovertiert, also kann es schon mal auffällig sein, wenn ich mich freiwillig in mein Gästezimmer verkrümle.

Ich glaube wirklich, dass mir die ganze Gesellschaft die letzte Woche – so schön sie auch war – einfach zu viel geworden ist. Dazu der ganze Stress wegen dem Geburtstag… und die Konflikte in meinem Kopf haben natürlich auch ihren Teil dazu beigetragen.
Zu allem Überfluss konnte ich die letzte Woche nur sehr schlecht schlafen… wenn ich ohne Tabletten eingeschlafen bin, dann nicht ohne mich in den Schlaf zu weinen. Und wenn ich mit einer Tablette schneller einschlafen konnte, dann war ich am nächsten Morgen trotzdem total fertig. Erholsam war der Schlaf so oder so nicht… und auch das begünstigt natürlich meine emotionale Unausgeglichenheit… na ganz toll… ich bin momentan so unausgeglichen, dass ich heute sogar meine Nägel wieder abgekaut habe… Was ein Rückschlag. :(

Jetzt bin ich zuhause und werde versuchen alle entstandenen Defizite wieder aufzuholen – egal welcher Art. Das mit dem Schlafen habe ich von gestern auf heute schon mal ganz gut hingekriegt ;)

Einen schönen Abend noch!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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