Nicht in Problemen sondern in Lösungen denken!

Den Spruch bringt mein Dad dauernd.

Schönen guten Abend!

Probleme habe ich viele genug, aber wenn ich immer nur über sie nachdenke, dann fixiere ich mich auf sie. Und auf einem Vortrag eines Unternehmensgründers letztes Jahr in Stuttgart habe ich folgenden Satz auf ein Post-It geschrieben und ihn mir in den Kopf geklebt: „Focus on what you want, not on what you don’t want.“

Das menschliche Gehirn kann mit „nicht“ wenig anfangen und so fokussiert es sich auf das, was man ja eigentlich nicht will.
Kleines Gedankenexperiment dazu: Einfach mal eure negativ formulierten Wünsche/Ängste/Glaubenssätze durchgehen, zur Visualisierung aufschreiben.

1. Ich will nicht krank sein.
2. Hoffentlich nehme ich nicht wieder zu.
3. Ich bin keine Enttäuschung für meine Mutter.

Dann das negative daran durchstreichen. Tadaaa! Das ist also, was bei eurem Gehirn ankommt. Und da wundert es euch, warum ihr eure Probleme nicht loswerdet… Hm. Aber es gibt natürlich eine Lösung. Formuliert das ganze einfach positiv.
(Es fiel mir übrigens richtig schwer diese negativen Sätze zu Formulieren, weil mein Dad mir schon in der Grundschule eingebläut hat, dass ich alles positiv formulieren muss.)

1. Ich will gesund sein.
2. Ich will mein Gewicht halten.
3.Ich wünsche mir, dass meine Mutter stolz auf mich ist.

Klingt doch gleich viel besser, oder? Probiert es mal aus. Das kann einem echt die Augen öffnen.

Also zurück zum eigentlichen Thema. Meine Probleme, die ich aber nicht als solche festhalte, sondern als die zugehörigen Lösungen.
So zum Beispiel der Brief einer Psychotherapeutin, der mich am Freitag erreicht hat. Eine Rechnung genauer gesagt. Für die eine probatorische Sitzung.
Finde ich ziemlich unverschämt von ihr, vor allem weil davon nie die Rede war. Normalerweise sind diese Probationsgespräche auch kostenlos, meinte die Frau von meiner Krankenkasse heute.
Da war also mein Problem: Eine Rechnung über Sechzig Euro, die ich persönlich eigentlich nicht bezahlen will. Ich wurde schließlich nicht darüber informiert, dass ich die Kosten für das Gespräch selbst tragen muss. War auch klug von ihr, ansonsten wäre ich vermutlich wieder rückwärts aus der Tür raus.
Und anstatt meine Gedanken darauf zu fokussieren: Lösungen mussten her. Also erstmal bis heute gewartet, dann die Krankenkasse angerufen. Den Erstattungsantrag geschrieben und in ein Kuvert gesteckt. Morgen bringe ich ihn zur Post und dann warte ich die Antwort ab.
Außerdem bespreche ich mich mal mit dem Doc, was der dazu meint. Ich bin Rebell genug um gegen sowas zu protestieren.

Das nächste Problem ist die Langeweile, die in den kommenden Wochen auf mich wartet. Semesterferien. Und ich habe auch letzte Woche schon mit dem Doc darüber geredet, was ich tun kann um die abzuwenden. Und vor allem, was ich tun kann um mich zu beschäftigen – denn wenn ich nichts besseres zutun habe als rumzusitzen und zu grübeln, dann werde ich genau das tun. Und dann geht es wieder bergab. Und das wollen wir ja alle nicht ;)

Also mach ich Pläne für die nächsten acht Wochen. Einer davon ist, auf meinem Balkon einen kleinen Garten anzulegen. Ich fahre Anfang März für eine knappe Woche nach Hause, weil meine Mum und mein Bruder Geburtstag haben. Da werde ich mich bei meinem Opa mit Erde und Kästen und was weiß ich eindecken um auf meinem Balkon Gemüse zu ziehen. Ich habe schon immer im Garten gebuddelt und Unkraut (das meinte zumindest mein Opa) gehegt und gepflegt und mich um meine eigenen kleinen Pflänzchen gekümmert. Das Gärtnern ist ein geliebtes Hobby seit ich klein war.
Und ich hoffe ich bekomme einen Pflanzkübel für eine Kletterpflanze, die sich die Wand hochranken kann :) das fände ich mega toll. Dann setze ich mich mit einem Stuhl auf den Balkon und bin umgeben von Grün. Aber dafür gibt es viel zutun. Und genau das ist ja der Plan. Ich brauche die Herausforderung, wer kennt nicht das euphorisierende Gefühl dass einen durchströmt wenn man an einer Aufgabe arbeitet, die einem was bedeutet.
Und von den Vorzügen von selbstgezogenem Gemüse muss ich ja wohl nicht berichten – ich habe schon immer Tomaten und Co aus dem Garten bekommen und ich will nicht drauf verzichten.

Die kleinen Problemchen des Alltags bewältige ich mittlerweile auch viel besser als früher. Und das freut mich. Denn es gibt für so ziemlich jedes Problem eine Lösung. Ich war vorher nur einfach zu tief in dem Sumpf, um das zu erkennen.
Je öfter mir das gelingt, desto zuversichtlicher werde ich was die Zukunft anbelangt. Gesund werden ist das erklärte Ziel und daran zu arbeiten ist der einzige Weg dorthin. Also weiterhin die Ärmel hochkrempeln und nicht nachlassen!  

Einen schönen Abend wünsche ich euch!
Euer zuversichtliches Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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Ein Gedanke zu “Nicht in Problemen sondern in Lösungen denken!

  1. Gartenbuddeln – auch im kleinen Maßstab- ist immer eine gute Idee.
    Meine Freundin hat sich so den Frust während der Arbeitssuche „von der Seele gegraben“.
    Als Rankgewächs empfehle ich, mal Feuerbohnen zu testen, die blühen schön und Du hast dann sogar im Winter noch bißchen eigene Ernte, wenn Du die Böhnchen ausreifen läßt.
    Es gibt sogar Leute, die aus verschieden gemusterten Bohnenkernen Schmuck machen :-) .

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