Wo Licht ist, ist auch Schatten…

Guten Abend!

Die Wohnung riecht nach dem warmen, vollmundigen Duft von Käsekuchen :)

Den habe ich grade im Ofen, damit er dann am Samstag schön saftig und fruchtig auf dem Kaffeetisch serviert werden kann.
Das Kuchen backen heute Abend war das erste positive, was ich heute zustande gebracht habe.

Die Nacht von gestern auf heute war die schlimmste seit mindestens vier Wochen…
Ich bin wiedermal innerlich verbrannt… verbrannt am Kryptonit, dem ich mich einfach nicht entziehen kann. Und ich hab meine Hand absichtlich immer fester auf das Kryptonit gedrückt, um herauszufinden, wie sehr es noch weh tun kann… es kann sehr weh tun. Immer noch.
Ich wusste mir nach einer halben Stunde nicht anders zu helfen, als diesen Zustand künstlich zu unterbrechen… Ich wollte es nicht mehr spüren… dieses Loch in meinem Herzen, in das permanent alles Glück hinein gesogen wird, um es irgendwie zu füllen…
Aber es hilft nicht. Gestern Nacht hat mir gezeigt, dass ich noch lange nicht so weit bin, wie ich gehofft hatte… Wie kann ich mir sonst den irrationalen Wunsch erklären, ihn anzurufen nur um seine Stimme zu hören… wieso ist die Welt ohne ihn nur so schwarz-weiß? Wofür habe ich das Mit-Ohne-Gefühl, wenn es ausgerechnet bei dem Gedanken an ihn nicht funktioniert? Und wieso muss ich immer noch nachts meiner Verzweiflung erliegen? Ich dachte ich wäre schon weiter…

Die Nacht hat mich enorm zurückgeworfen… aber ich weiß, dass ich nach sowas vorsichtig mit mir umgehen muss. Also habe ich mir heute morgen erlaubt mit einer Tasse Tee zurück ins Bett zu kriechen. Die Entdeckung des Tages: Auf Spotify gibt es auch Hörbücher! Das habe ich rausgefunden, als ich über eine Suche nach neuseeländischer Musik zu Vogelgesängen (die sind übrigens einzigartig und absolut empfehlenswert, auch wenn man sie selbst noch nicht live gehört hat) kam, die ich zuerst angehört habe. Als ich dann durch die dadurch hervorgerufenen positiven Erinnerungen an die Zeit wieder halbwegs auf den Damm gekommen bin, habe ich unter dem Suchbegriff „Neuseeland“ das erste Hörbuch entdeckt. Das war allerdings furchtbar langweilig und irgendsoein historisches Romantik-Geschreibsel. Der in Neuseeland spielende Krimi gefiel mir da schon besser.

Jetzt habe ich das Rezept aufgeschrieben, damit ich es Samstag Abend mit den Bildern zusammen losschicken kann. Es muss schließlich irgendwie alles weitergehen. Und ich bin schon zu weit gekommen um aufzugeben und wieder umzudrehen…

Einen schönen Abend noch!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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Ablenkung. Bitte – danke!

Guten Abend!

Heute war Ablenkung angesagt – außer Haus versteht sich.

Hab meinen Studentenausweis abgeholt, mit dem besten Bild überhaupt ^^ das habe ich bei meiner besten Freundin gemacht, Bluse und Fliege inklusive ;)

Danach ab zum Bahnhof und einen Freund abgeholt, der (Zitat) „auf der Durchreise“ war :)
Wir haben in unserem Stammcafé Tee getrunken, bzw Helles für den Herrn im Unterbier (Zustand in Bayern, in dem der Körper nicht mehr mit ausreichend Bier versorgt ist und deshalb dringend eine erneute Zufuhr benötigt).
Er hat mir ein Mixtape mitgebracht *-* das war so niedlich!
Nach zwei Stunden rumalbern habe ich ihn zurück zum Zug gebracht und bin kurz noch in die Stadt einen Pulli holen, den meine Beste auch hat :D

Danach hatte ich Therapie. Hauptthema war meine Unfähigkeit meinen Eltern von meinen Problemen zu erzählen. Ich reite mich selbst immer tiefer in das Gewirr aus Lügen und Halbwahrheiten… und das wird dann zum Problem, wenn zum Beispiel meine Krankenkasse die Dokumente für die Therapie oder die Genehmigung des Erstattungsantrages an meine Mutter schickt. Ich hoffe dass der Brief Freitag ankommt und ich ihn abfangen kann… Wenn der Brief schon am Donnerstag ankommt bzw meine Mutter ihren Anrufbeantworter abhört, könnte das ganze kompliziert werden.
Ich hab mir zwar schon eine Geschichte überlegt, die ziemlich plausibel klingt und durchaus so passiert sein könnte. Aber ein ungutes Gefühl bei diesem „Doppelleben“ bleibt. Wie ein bitterer Nachgeschmack auf der Zunge. Wieso kann ich es ihnen nicht einfach sagen??

Der Doc meint, wenn es sich für mich noch nicht richtig anfühlt, dann ist einfach noch nicht der passende Zeitpunkt. Ich hoffe er hat wie immer Recht. Der weiß schließlich, wovon er redet!

Jetzt wird weiter abgelenkt, schließlich muss ich noch ein Rezept für einen veganen Käsekuchen mit drei unterschiedlichen Geschmacksrichtungen in drei unterschiedlichen Füllungen entwickeln. Und das macht mich glücklich :)
Es ist schön wieder etwas im Leben zu haben, an dem ich mich erfreuen kann. Etwas, was ich trotz aller Probleme gerne mache und auch mit einer Leidenschaft, die ich ansonsten im Leben vermisse… Wenn ich sie jetzt Stück für Stück wiederfinde, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis ich langsam wieder in die Normalität zurückfinde :)

Ich schicke zuversichtliche Grüße an euch alle!
Es geht euch hoffentlich genauso gut wie mir. Wenn nicht, dann schicke ich euch außerdem noch Kraft!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Zwischen Kuchen und Kolumne

Guten Abend meine Lieben!

Gestern Nacht habe ich bis spät in die Nacht noch geschrieben und geschrieben und geschrieben. Und zwar das Rezept für die dreistöckige Torte. Und einige E-Mails.
Mit dem Rezept habe ich mich bei einem Back-Wettbewerb beworben, bei dem man mit einem Geburtstagskuchen unter anderem eine Küchenmaschine gewinnen kann. Außerdem natürlich eine Veröffentlichung im zugehörigen Magazin etc.

Und dass ich das Rezept niedergeschrieben habe, war im nachhinein betrachtet eine gute Übung: Denn *trommelwirbel* man hat mir ein unglaublich tolles Angebot gemacht – ich soll für die Zeitung, für die ich schreibe, regelmäßig Rezepte entwickeln, diese backen, fotografieren und das ganze dann hübsch aufgemacht als eigene kleine Rubrik veröffentlichen.
Also wenn das nicht der Wahnsinn ist :D
Ich hab meiner Lektorin natürlich geantwortet, dass ich dabei bin. Normale und vegane Rezepte werden sich abwechseln, weil natürlich nicht jeder Leser Lust hat sich die veganen Zutaten zu besorgen – aber weglassen will ich sie natürlich nicht, erstens ist es ja meine Art der Ernährung und zweitens finden experimentierfreudige Leute das durchaus spannend.

Die ersten Rezepte sind schon in meinem Kopf. Und das Rezept für die Torte beinhaltet ja alleine schon drei Rezepte, die bereits aufgeschrieben sind. Und der nächste Kuchen kommt schon am Donnerstag – ein Zebra-Käsekuchen. Vegan.
Mehr verrate ich noch nicht, kann mich nämlich noch nicht zwischen den beiden Versionen in meinem Kopf entscheiden.

Die Mail gestern hat mich sehr glücklich gemacht. Vor allem weil das Angebot die beiden (Traum-)Berufe, die ich mir für mich vorstellen könnte, ineinander vereint.
Immer schon konnte ich mich nur schwer zwischen Journalistin und Konditorin entscheiden – bis mein Dad meinte, ich soll doch einfach eins davon erstmal machen und darauf hinarbeiten Food-Journalist zu werden. Bin dabei ;)

Gestern Nacht lag ich wieder ewig wach, aber das war nicht schlimm. Ich habe „gebetet“. Also nicht zu Gott – bin ja Atheist. Eher so allgemein… Einfach mal so nach oben geredet, ob mich jetzt jemand gehört hat oder nicht bleibt mal dahingestellt.
Aber einfach zu reden hat mich entspannt :) (wer mich kennt den wundert das nicht ;))
Außerdem habe ich mich stundenlang durch lange Listen mit Neuseeland-Romanen gescrollt. Und – man glaubt es kaum – irgendwann bin ich sogar eingeschlafen!

Heute morgen hat mich der Wecker unsanft aus dem Schlaf gerissen, musste aber sein, weil ich den Postboten nicht verschlafen durfte. Der hat mir heute nämlich meine heiß ersehnten Backformen gebracht :)
Die sind ja gewissermaßen meine neuen Arbeitsutensilien ;)

Ansonsten habe ich den Tag vertrödelt, aber auch das ist okay, weil ich morgen dafür umso mehr vorhabe :)
In die Uni, einen guten Freund vom Bahnhof abholen und mit ihm Kaffee trinken gehen und danach noch zur Therapie. Hoffentlich ist es morgen nicht wieder so grau wie heute… da macht rausgehen nämlich keinen Spaß…

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und morgen einen wolkenlosen Tag!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Sonnenstrahlen

Guten Abend!

Heute war hier in Niederbayern ein sonniger Tag, so etwa bis 14 Uhr. Und ich bin in der Stadt spazieren gegangen um das auszunutzen.

Ich hab ja mal gelesen, dass der Körper die Melatonin-Produktion zurückfährt, wenn er durch das Auge „Licht“ empfängt. Das heißt um wacher und aktiver zu sein, muss man draußen sein und sich der Helligkeit aussetzen. Denn weiterhin hab ich gelesen, dass es selbst an einem bewölkten Wintertag draußen um ein Vielfaches heller ist als es drinnen jemals sein könnte. Soviel zur Theorie. Praktisch tut einem ja auch die Luft, die Bewegung und die subjektiv empfundene Wärme gut :)

Ich wollte dann eigentlich im Einkaufzentrum ein paar Sachen erledigen, aber nichts von dem was ich wollte (darunter ein süßer Blazer von Orsay, den sie im Sale in Salzburg leider nicht mehr in 36 hatten, aber hier gleich gar nicht mehr) war in der Form vorhanden, die ich mir gewünscht hätte. War aber egal. Ich habe bei einem regionalen Bäcker Brot und Brötchen gekauft und bin dann zurück in den Bus, denn es hat zugezogen und der Himmel war mittlerweile bewölkt.

Bei Rewe habe ich dann einen Großeinkauf gemacht, weil ich nach eineinhalb Wochen Abwesenheit so gut wie nichts mehr im Kühlschrank hatte. Hab meine komplette große Desigual-Einkaufstasche voll mit Obst, Gemüse und allem was sonst nicht bei drei auf dem Baum war voll gefüllt, meinen Jutebeutel ebenfalls. War ohnehin knapp, dass ich alles reinbekommen habe. Voll bepackt bin ich nach Hause gelaufen und hab mir so das Krafttraining gespart. Wirklich, mit den sechs-sieben Kilo auf dem Rücken war das schon krass anstrengend.

Als ich wieder zuhause war, habe ich mir einen Veggie-Burger gemacht und mich darüber gefreut, dass ich heute auch den Papierkram für die Uni und die Krankenkasse erledigt habe. Auch erfüllte Aufgaben sind kleine Erfolge, kleine Sonnenstrahlen auf der Haut :)

Obwohl mir Neuseeland fehlt, obwohl mir er fehlt, fühle ich mich relativ gut. Es wird zwar nicht grade einfacher, worauf ich ehrlich gesagt gehofft habe, aber ich lerne damit klar zu kommen – ich schaffe es. Jeden Tag ein bisschen besser.

Ich schicke euch hoffnungsvolle Grüße!
Einen schönen Abend noch :)
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

Verpasste Chancen…

Einen guten Abend aus meinem Wohnzimmer!

Ich bin seit gestern Abend wieder zuhause und es ist einfach eines der besten Gefühle, die Haustüre aufzuschließen und seine Taschen in die eigene Wohnung zu stellen.

Mein Vater hat mich gestern nach einer Familienfeier nach Hause gefahren. Den Geburtstag meines Opas haben wir bei meiner Tante gefeiert, wofür ich am Freitag wiederum eine kleine Schokotorte gebacken hatte.
Die Feier war wie immer ein kleines Highlight, meine Familie ist einfach ein Fall für sich. Zumindest bis zu dem Punkt an dem meine Stimmung gekippt ist… diese Kipp-Momente kommen wann sie wollen und manchmal leider denkbar unpassend. Wenn ich grade fröhlich und gut gelaunt bin, dann ist die Veränderung in meinem Wesen für alle Anwesenden deutlich spürbar.
So auch für meinen Vater. Nachdem meine Tante seine Hilfe bezüglich einem gesundheitlichen Problem abgewiesen hat, wurde ich schlagartig traurig – verfiel in eine depressive Episode. Und das inmitten meiner Familie am Wohnzimmertisch.
Mein Vater hat es sofort am veränderten Ausdruck in meinen Augen gesehen, wie hätte ich es auch vor ihm verbergen können…
Auf dem Heimweg, nachdem wir meinen Bruder abgesetzt hatten, hat er mich drauf angesprochen. Das wäre der Moment gewesen, in dem ich ihm von meiner Krankheit hätte erzählen können. Ich hätte ihm sagen können, weshalb ich manchmal so traurig bin. Weshalb ich nicht mehr zurück finde, wenn ich erstmal in diese Melancholie verfallen bin.
Er hat schließlich keine Ahnung, warum mir das so oft passiert.
Ich hätte es ihm im Auto sagen können… Aber ich konnte es nicht.
Er hat mich gefragt, was los war. Und ich habe ihm nicht die Ursache für meine Traurigkeit genannt, sondern nur den Auslöser… Weil ich ihm einfach nicht sagen konnte, was los ist. Wieso weiß Gott allein, und der weiß es wahrscheinlich auch nicht…

Es ist insgesamt momentan irgendwas los mit mir, weil ich ständig Migräne-Anfälle habe, die ich schon länger nicht mehr hatte. Auch heute habe ich schon den ganzen Abend Kopfschmerzen und musste die Lichter im Wohnzimmer dimmen, weil mir alles zu hell war… Mir wird einfach alles zuviel, meinte ich zu meinem Dad, als ich ihm durch die Blume erzählt habe, wie es mir momentan so geht. Die Tatsache dass ich mich zum Teil einfach nur zurückziehen und vor der Welt verstecken wollte, führte dazu, dass ich mich häufig in mich selbst zurückgezogen habe, was ihm aufgefallen ist.
Ich bin ja ansonsten durchaus extrovertiert, also kann es schon mal auffällig sein, wenn ich mich freiwillig in mein Gästezimmer verkrümle.

Ich glaube wirklich, dass mir die ganze Gesellschaft die letzte Woche – so schön sie auch war – einfach zu viel geworden ist. Dazu der ganze Stress wegen dem Geburtstag… und die Konflikte in meinem Kopf haben natürlich auch ihren Teil dazu beigetragen.
Zu allem Überfluss konnte ich die letzte Woche nur sehr schlecht schlafen… wenn ich ohne Tabletten eingeschlafen bin, dann nicht ohne mich in den Schlaf zu weinen. Und wenn ich mit einer Tablette schneller einschlafen konnte, dann war ich am nächsten Morgen trotzdem total fertig. Erholsam war der Schlaf so oder so nicht… und auch das begünstigt natürlich meine emotionale Unausgeglichenheit… na ganz toll… ich bin momentan so unausgeglichen, dass ich heute sogar meine Nägel wieder abgekaut habe… Was ein Rückschlag. :(

Jetzt bin ich zuhause und werde versuchen alle entstandenen Defizite wieder aufzuholen – egal welcher Art. Das mit dem Schlafen habe ich von gestern auf heute schon mal ganz gut hingekriegt ;)

Einen schönen Abend noch!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl