A little less procrastination, a little more action please!

Guten Abend allerseits!

Der Titel heute ist Programm. Angelehnt an das Lied von Elvis, „A little less conversation….“ nur dass ich mir weniger ‚Aufschieberei‘ wünsche…

Denn das mit dem Lernen hab ich immer noch nicht so hinbekommen, wie ich es mir wünschen würde… Wobei ich langsam auch resigniere… ich komm ja doch zu nichts… immer das selbe mit mir. Ich versperre mir selbst den Weg, indem ich um jeden Preis verhindere irgendetwas zu tun, was zum Erfolg führen könnte. Als würde ich gerne Versagen. Oh, das ist ja wiedermal ziemlich typisch Depression. Traumhaft – nie passte ich in irgendeine Schublade, aber hier erfülle ich jedes Cliché. (ich finde auf Deutsch sieht das unmöglich aus…)

Heute habe ich den ganzen Tag Prinz Pi (weil eine Freundin ihn mir schon vor langer Zeit, in Neuseeland genaugenommen, empfohlen hat) und Casper (weil ich ihn einfach liebe) gehört. Deutsche Musik hat mir nie besonders gut gefallen – und deutscher Rap schon gar nicht. Aber man wird älter, versteht worum es in den Texten geht, und die Künstler werden auch besser. Ich identifiziere mich mit so vielen tragischen Texten, dass ich heute mehrmals bei neuen Liedern des ‚Prinzen‘ einfach geweint habe, weil mich der Text so überrollt hat.
Casper höre ich grade auch. Mein Lieblingslied – 230409. Es geht um eine zerbrochene Beziehung und seinen Schmerz, den er hinter Wut zu verbergen versucht. Und ich könnte es in Dauerschleife hören und würde trotzdem den Schmerz in jedem einzelnen Wort jedes einzelne Mal mitfühlen…

Bitte beginn du von vorn,
aber tu nicht so als würd‘ ich nicht wissen wie’s klingt wenn du kommst.
Kenn‘, wie du nach Atem greifst, zitternd ins Laken beißt.
Im Endeffekt der perfekte Fehler zur falschen Zeit.
Nur gäb‘ es diese Beben nicht,
tausend Tode gelegentlich (vor dir).
Stimmt ich bin nie weiter gekommen,
als in dein Bett, aber du bist bloß ein paar Zeilen im Song.

Das war’s, auf das was war.
Zwischen all‘ den Ficks auf dem Tisch aus dem Glas.
Und hätt‘ ich dich nie gekannt,
wär‘ der Ben bloß der Casper der rappt,
aber du wärst nur die Frau von der Bar.
Hätt ich dich bloß nie gekannt…
[…]

War’n das Funken in der Luft zwischen uns?
Glühwürmchen in der Luft zwischen uns?
Ich weiß nur noch von Licht…
Warn das Funken in der Luft zwischen uns?
Glühwürmchen in der Luft zwischen uns?
[…]
Du meintest eines Tages macht das alles einen Sinn.
Eines Tages – erkenn‘ ich dich und werf‘ alles hin.
Nur verrenn‘ ich mich solang tief hinein,
war keine Liebe nur verliebt darin, verliebt zu sein.
Bloß unbedacht rumgemacht,
schwer dich zu verlieren, wo du dich selbst nie gefunden hast.
Krumm gelacht, uns entfacht Glut an dem Docht,
Lieben ist Scherben fressen, warten wie viel Blut man dann kotzt…

Ich weiß nicht, ob ich euch den Text schon mal zitiert habe… aber ich wollte es heute mit euch teilen, weil er heute wieder eine besondere Präsenz in meinem Leben hatte. Die Sprache mag etwas hart sein, aber das macht sie so authentisch. Und jeder, der dieses Gefühl kennt, weiß dass diese Sprache genau richtig ist, um auszudrücken, was da in einem tobt…

Danke, Casper, für jedes einzelne Wort. Manchmal brauche ich nicht mehr als ein Lied, um den Boden unter meinen Füßen nicht zu verlieren.

Ich bin heute noch über ein lateinisches Zitat gestolpert: „Mors certa, hora incerta.“
Bedeutet in etwa „Der Tod ist gewiss, nur die Stunde nicht.“

Das war das Zitat zum Sonntag ;)
Liebe Grüße!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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2 Gedanken zu “A little less procrastination, a little more action please!

  1. Das mit dem Aufschieben kenn ich auch sehr gut, aber weniger, weil ich ich das aktiv möchte, sondern eher, weil ich Versagensängste habe mich Klausuren zu stellen und ich mich total überfordert fühle von der Menge, die verlangt wird. Du bist noch jung, also ist es nicht schlimm, wenn du dir deine Zeit nimmst, die du brauchst. Es ist ok, dass du dich in erster Linie darauf konzentrierst, dass es dir besser geht, anstatt dich zu zwingen, so dass es dir nicht besser geht nur, weil andere das von dir erwarten

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