Nebenwirkungen…

Guten Abend!

Na ihr, wie war euer neues Jahr bisher? Meins war eigentlich prima. Also nachdem ich so ein Grinch an Silvester war, ging’s langsam aber stetig bergauf.
Aber die letzten Tage habe ich mehr denn je unter den Nebenwirkungen der Medikamente „gelitten“.
Also die Anorexie, bedingt durch die Antidepressiva, bin ich ja mittlerweile schon gewohnt. Aber wenn man unter Leuten ist, mit der Familie kocht und isst, dann ist es schon störend. Wie erkläre ich meinen Verwandten zum Beispiel, dass ich nach einem halben Teller Nudeln einfach keinen Appetit mehr habe? Oder wie erkläre ich ihnen, dass ich morgens gar nichts essen will und erst gegen drei Uhr nachmittags das erste mal etwas Hunger kriege?
Und zwar ohne ihnen die Wahrheit zu sagen, weil sie ja nichts von den Medikamenten wissen?

Das hat mir klar gemacht, dass die ganze Chose mein Leben mehr beeinflusst, als mir bewusst war. Ich muss mich daran gewöhnen, dass es nun neue Situationen für mich gibt, mit denen ich klarkommen muss.
Zum Beispiel meine Schlafstörungen. Ich kann phasenweise einfach nicht mehr richtig schlafen. Okay, das ist nunmal so. Ich bin heute erst um 06:00 Uhr eingeschlafen… es ist wirklich lästig :(
Und jetzt beginnt die Uni wieder. Da sollte ich eigentlich morgens fit sein. Also muss ich mir was einfallen lassen, um so etwas zu vermeiden. Irgendwelche Tipps?

Aber es gibt nicht nur negative Nebenwirkungen ;) und ich soll ja laut dem „weißen Hund“ meine Erfolge hervorheben. Und das werde ich systematisch in mein Leben integrieren. Denn wenn ich das Gute stärker wahrnehme, dann bleibt nicht mehr so viel Raum für die negativen Aspekte. Logisch.
Und ich hab ja einiges schon erreicht, worauf ich stolz sein kann. Das meiste davon sogar ohne Tabletten.
Ich habe mit dem Rauchen aufgehört. Ich trinke gar keinen Alkohol mehr. Ich ernähre mich seit über zwei Jahren vegan. Ich habe mit dem Nägelkauen aufgehört. Ich habe mittlerweile schon fünf Kilo abgenommen. Ich habe eine eigene Wohnung und einen Studienplatz. Ich habe aufgrund meiner eigenen Entscheidung eine Therapie begonnen.
Ich kann stolz auf mich sein. Mein Leben ist nicht nur schlecht. Ich muss mir das nur immer wieder in Erinnerung rufen.

Eine Bitte hätte ich noch, kann mir irgendjemand da draußen erklären, wie ich einen Blog in meinen Beitrag einbinde? Aber so, dass nicht die URL erscheint, sondern der Name. Ich scheitere seit Tagen daran :D
Danke!

Liebe Grüße und einen schönen Abend noch!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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11 Gedanken zu “Nebenwirkungen…

  1. (Leider habe ich ebenfalls keine Ahnung wie das geht..)

    Es ist wirklich gut wie du das schaffst, natürlich kannst du darauf wirklicb stolz sein.
    Schlafstörungen sind so ne Sache..ich bekomme es seit einiger Zeit halbwegs hin indem ich zuvor etwas lese oder ruhige Musik höre, vielleicht könntest du das mal versuchen :)

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  2. Da hast du wirklich schon viele Dinge geschafft auf die du stolz sein kannst. Und bestimmt kannst du in der nächsten Zeit noch mehr Erfolge in das Buch mit dem weißen Hund eintragen :)

    PS. Ich hoffe, ich meine jetzt dasselbe wie du, aber ich glaube, wenn man einen Beitrag schreibt, da gibt es in dieser Leiste da oben ein Symbol „Link einfügen“. Und wenn du dann den Namen des Blogs in den Beitrag schreibst, dann markierst du den, gehst auf das Symbol „Link einfügen“ und dann kannst du da die URL und auch nochmal den Namen einfügen. Und dann müsste das eigentlich klappen, hoffe ich :D

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  3. das mit dem essen finde ich nicht wirklich schwierig. mal ehrlich: es gibt so viele leute, die morgens noch nichts runterbekommen und das frühstück deswegen ausfallen lassen oder nur ’nen kaffee trinken. und auch beim essen unterscheiden sich die portionsgrößen sehr – manche nehmen sich gleich ’ne doppelte portion, andere nur ’ne halbe. langsam essen kann auch helfen (vorausgesetzt, du bist sonst ein „schnellesser“).
    kann auch gut sein, dass sich diese nebenwirkung nach einer weile legt. so war das bei mir oft. die erste zeit mit ’nem neuen medi hatte ich kaum appetit, aber nach einer weile war wieder alles okay.

    schlafstörungen sind leider oft ein problem bei manchen antidepressiva. vielleicht wird es besser, wenn die uni wieder losgeht? wenn du jeden tag frühaufstehen musst und den ganzen tag auf den beinen bist und abends richtig totmüde bist *denk*

    wie machst du das denn mit dem link einfügen? so wie mira das geschrieben hatte, müsste das funktionieren. schreib in den artikel den namen des blogs, markiere das, dann oben in der leiste auf „link einfügen“, dann die URL eintippen und bei „titel“ nochmal den namen des blogs. fertig :)

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  4. Mit dem Link kann ich auch keinen anderen Tipp geben, ich schaue noch mal ob ich Dir über ein Ausschnittprogramm per Bild helfen kann.
    Schlafstörungen habe ich seit meiner Kindheit und jetzt bin ich 62. Es gibt kaum etwas, was ich nicht versucht habe, da ich trockene Alkoholikerin bin, kommen Tabletten für mich sowieso nicht in Frage. Ich habe mich damit arrangiert. Gut tut mir indische Musik, Mantras, die höre ich gerne im Bett, dabei schlafe ich schon mal kurz ein, aber das war es dann auch schon. Ich bin auch ohne viel Schlaf fit.
    Ich wünsche Dir einen schönen, sonnigen Tag, liebe Grüße Marlies

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  5. Grüß Dich,
    kennst Du das Buch „Was die Seele essen will“?
    Leider habe ich es durch diese bißchen unglückliche Übersetzung des Titels mit 1 Jahr Verspätung gekauft, weil ich dachte, es ginge rein um Depressionen und das ist ja nicht mein Problem. Tatsächlich ist es erschreckend, wieviele Probleme einfach dadurch entstehen, daß dem Körper (bzw. dem Gehirn) bestimmte Aminosäuren fehlen. Und noch erschreckender ist, daß die Ärzte davon keine Ahnung haben, weil Aminosäuren sich nicht patentieren lassen und folglich ist damit kein Geschäft zu machen (= keine Schulungen der Pharmaindustrie). Ich bastel jetzt ca. 2 Wochen mit den für mich passenden Helferlein herum, bin zwar noch nicht so fit, wie ich gerne wäre, habe aber in meinen Zwangspausen schon deutlich bessere Laune – es bringt also was :-) . Meine Schlafprobleme sind auch behoben. Die Autorin hat damit deutliche Erfolge, auch z.B. bei Drogensüchtigen, erste Infos unter http://mood-cure.de/ . Ich denke, einen Versuch wäre es wert, und Schlafmangel macht ja auf Dauer noch kränker, dann wird der Teufelskreis perfekt.
    Ich wünsche Dir alles Gute – und daß Du Deinen Arzt bald mit lästigen Fragen nerven kannst ;-) .

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    • Liebe Spottdrossel,

      mein Vater ist ein sehr ganzheitlich denkender Mensch, der schon lange mit Nahrungsergänzungsmitteln zutun hat.
      Ich nehme auch welche :)
      Und da ich sehr auf meine Ernährung achte, verstehe ich sehr gut, was du meinst.

      Ich werde meinen Vater mal nach einem Produkt fragen, dass ich kenne und das aus reinen Aminosäuren besteht, die in der richtigen Relation zueinander dosiert sind.

      Liebe Grüße!

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