Veänderungen

Guten Abend!

Jetzt ist also ein neues Jahr. Ich stecke viele Hoffnungen in 2015.
Es soll das Jahr sein, in dem ich die Depression kleinkriege. Es soll das Jahr sein, in dem ich meine ersten Uniprüfungen schreibe und bestehe. Es soll das Jahr sein, in dem ich mein Leben auf die Reihe kriege. Das Jahr, in dem ich vielleicht wieder Gefühle zulassen kann. Aber vor allem soll 2015 das Jahr sein, in dem ich ohne Tabletten oder sonstige äußere Einflüsse wieder Freude empfinden kann und durch den Tag komme. Das ist mein erklärtes Ziel.

Ich werde mein Leben verändern. Mich selbst verändern. Denn Veränderungen müssen nicht immer schlecht sein.

Ich habe keine wirklichen Neujahrvorsätze.
Aber ich möchte endlich wieder ein normales Leben führen. Und dazu werde ich mir einen Job suchen. Und mehr auf meine Ernährung achten, ich will etwas an Gewicht verlieren. Und dazu Sport, damit ich in Form komme.
Hoffentlich habe ich die Chance, ein Leben wie jeder andere zu führen.

Ich werde wieder glücklich werden, schließlich habe ich wirklich gute Chancen auf Heilung. Und ich habe meine Freunde. Meine beste Freundin hat mir ein wirklich schönes Geschenk zu Weihnachten gemacht. Ihr Freund hat mir das Buch „Mein schwarzer Hund“ zu Weihnachten geschenkt. Ein Bilderbuch darüber, wie man mit der Depression leben lernen kann. Und sie hat sich das Pendant dazu gekauft, das für Verwandte und Freunde von Depressiven geschrieben wurde. Um mir zu helfen. Um zu wissen, wie sich diese Krankheit auswirkt. Um an meiner Seite zu sein.
Und ich bin ihr sehr dankbar dafür. Ihre bedingungslose Liebe zu mir, auch in diesen dunklen Tagen, ist der Hoffnungsschimmer, den ich täglich brauche. Und wo Hoffnung ist, da geht es weiter.
Sie hat mir eine Box gebastelt, in der Motivationshilfen sind. Die Idee stammt aus dem Buch. Darin ist unter anderem ein „Weißer-Hund-Tagebuch“. In das soll ich meine Erfolge schreiben. Alles, was in meinem Leben gelingt.

Denn schließlich soll man sich im Leben auf das konzentrieren was man will – und nicht auf das, was man nicht will.

Das werde ich tun. Ich habe so viele Gründe, für die es sich zu leben lohnt. Und ich habe noch mehr Gründe, die Depression zu überwinden.

Wie heißt es in dem Buch so schön, vielleicht bleibt der ’schwarze Hund‘ immer ein Teil meines Lebens. Aber ich kann lernen, ihn an die Leine zu legen.

Mit diesem Gedanken im Kopf wünsche ich euch einen schönen Abend!
Liebe Grüße und viel Kraft an jeden von euch!
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl

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4 Gedanken zu “Veänderungen

  1. das Ziel, auch ohne Tabletten klarzukommen, finde ich super…habe es selbst letztes Jahr gewagt und bin sehr, sehr glücklich mit der Entscheidung!! Ich hoffe, dass du das hinbekommst und nicht ärgern, wenn es nicht auf Anhieb funktioniert!
    Viel Glück im neuen Jahr!!!

    Gefällt 1 Person

    • Es ist wirklich bemerkenswert, wie sehr sie sich um mich bemüht. Ich glaube dass es für eine Aussenstehende nicht leicht ist, sich vorzustellen wie sich die Depression anfühlt…
      Aber sie ist mein Schiff, das mich manchmal vor den Fluten rettet. Und dafür bin ich ihr sehr dankbar.

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