Hauptsache es ist nicht still.

Guten Abend meine lieben Leser,

ich freue mich sehr darüber, dass mein Blog mittlerweile schon ein paar regelmäßige Besucher hat :) das ist schön.

Leider habe ich momentan keine erheiternden Geschichten parat. Zur Zeit ist es wieder schwierig. Sehr schwierig.
Es fing gestern an, als der Abend so ein bisschen arg schiefging. Danach wollte ich ins Bett gehen. Wie gesagt, ich habe es versucht zu schlafen. Hat leider wiedermal nicht funktioniert…
Ich versuche so oft wie möglich ohne Tabletten einzuschlafen, wenn ich nicht unbedingt früh aufstehen muss. Ich will nicht jeden Abend eine weitere Tablette schlucken müssen, es ist wie mich selbst ständig ruhig zu stellen. Dummerweise sind die Nebenwirkungen meines Antidepressivums unter anderem Schlafstörungen. Und die quälen mich schon ziemlich. Denn wenn man so da liegt, hat man nichts besseres zu tun als nachdenken.

Grübeln. Nachdenken. Traurig werden. Szenen ausmalen. Weinen.

Es ist die Stille, die es schlimm macht. Wenn du nur dein Schluchzen hörst. Es absolut nichts gibt, was dich von dir und deinen Gedanken ablenken könnte. Einfach nur diese Fokussierung auf sich selbst. Ohne die Tabletten würde ich ewig in dieser Stille liegen. Wach. Schlafen kann ich ohnehin nicht. Ich spüre nichts außer den abkühlenden Tränen in meinen Augen und der alles erstickenden Stille in mir.

Stille.

Ich ertrage es einfach nicht. Diese Gedanken. An ihn.
Ich habe euch noch gar nicht von ihm erzählt. Er ist mein Kryptonit-Mensch. Meine Schwachstelle. Die Person, welche ich am meisten geliebt und welche mich am tiefsten verletzt hat. Er war mein Reisebegleiter in Neuseeland. Ich lernte ihn dort kennen, wir verliebten uns auf den ersten Blick ineinander und reisten das ganze halbe Jahr gemeinsam in unserem eigenen, geliebten Auto durch’s Land. Ich habe ihn wirklich geliebt, er war der erste und bisher einzige, für den ich jemals in dieser Intensität Gefühle hatte. Ach was rede ich, wahrscheinlich sogar habe.
Das ganze ging nicht gut für mich aus. Überraschung. Und wie das immer so schön läuft, lässt man das erste Mal in seinem Leben jemanden wirklich an sich ran, zeigt ihm seine Schwächen und lässt ihn an seinen Ängsten teilhaben. Und obwohl dieser Jemand weiß, wie zerbrechlich du bist, zögert er nicht – und zerbricht dich. Dein Herz. Deine Seele. Deine Welt. Alles was du jemals wolltest, alles was dich je glücklich gemacht hat, bringt dich jetzt um. Und jeden Tag bin ich ein kleines bisschen mehr gestorben.
Immer wieder haben sich unsere Wege gekreuzt, auch in Deutschland. Nie habe ich aufgehört an ihn zu denken. Er übrigens auch nicht. Aber das hilft mir auch nicht weiter.
Er hat mich damals wegen seiner Freundin verlassen, die zuhause in Deutschland auf ihn gewartet hat. Und er hat uns beide geliebt, hat er mir immer gesagt. Und mich scheinbar nie genug, um sich für mich und nicht für sie zu entscheiden.
Stattdessen hat er mich fallen lassen, obwohl er wusste, was es mit mir machen würde. Ohja, er wusste es verdammt gut. Und ich fiel verdammt tief. Jedes einzelne Mal wieder. Er hat genau gewusst, was er mir angetan hat. Was er mir antut. Und er hat es trotzdem getan.
Und jetzt bin ich kaputt. Innerlich. Ich bin seinetwegen noch viel tiefer in die Depression gerutscht. Ich war kurzzeitig so unglaublich glücklich.
Und der Tausch von einem Monat absolutem und bedingungslosem Glück gegen Qualen und Depressionen für den Rest meines Lebens… so schlecht war der gar nicht. Schließlich habe ich etwas erleben dürfen, das den meisten nicht vergönnt ist. Ich hatte das Paradies auf Erden, auch wenn ich darin nicht bleiben konnte.

Und nun bin ich hier. In der Hölle. Ohne ihn. Ohne mich. Ich habe nicht nur ihn verloren, sondern auch mich.

Gute Nacht. Glaubt mir, über ihn werdet ihr noch einiges hören… 
Euer Fräulein Mit-Ohne-Gefühl (das mittlerweile Trauer fühlen kann. Heureka…)

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