Unproduktivität deluxe…

Guten Abend liebe Leser!

Was bedeutet „depressiv sein“? Zum Beispiel dass man sich nicht dazu in der Lage fühlt das Haus zu verlassen, oder weniger gravierend und trotzdem genau so schlimm, dass man sich nicht aufraffen kann die kleinsten Aufgaben und Arbeiten anzupacken.
Aber am schlimmsten ist es, wenn du einen Tag – der davon überschattet wurde – Revue passieren lässt. Denn dann wird dir bewusst, wie viel Zeit du (in meinem Fall mit im Bett/auf der Couch liegen und sich langweilen/grübeln/fernsehen) heute vergeudet hast. Mea Culpa.
Heute war so ein Tag. Ich war lethargisch. Motivations- und antriebslos. Gefangen, gefangen in meiner Wohnung.
Du weißt nicht, wie du heute durch den Tag kommen sollst, weil du nicht mal kochen willst/kannst. Führt bei mir gerne mal dazu, dass ich mich von Dosenmais ernähre. Wenn ich ganz spontan etwas Motivation unter dem Bett finde, komme ich sogar dazu, mir einen Tee zu kochen! Und dann gibt es Tee und Spekulatius, weil es mich an meine Kindheit erinnert.

Leider fühle ich mich nach solchen Tagen immer richtig beschissen. Man sitzt nur rum und kriegt nichts gebacken – rein gar nichts. Und im Normalfall gibt es ja immer irgendwas, was getan hätte werden müssen. Und dann sitzt du da vor TV Total, fragst dich, was eigentlich mit deinem IQ passiert ist und ob dein Gehirn grade weint. Nein, tut es nicht. Bin ja schließlich mit ohne Gefühl.

In ein-zwei Stunden werde ich wieder halbwegs gefrustet ins Bett krabbeln. Und vielleicht, wenn es mich nicht allzu sehr deprimiert dass ich ganz alleine zuhause rumliege, dann kann ich sogar einschlafen ohne mich vorher verzweifelt in meinem Bett umher zu wälzen.
An Tagen wie diesen… wünscht man sich Unendlichkeit… NICHT.

Ich hoffe dass über Nacht die Depression schwächer wird. Dann berichte ich euch endlich mal von den nicht ganz so schattigen Seiten! Wird auch Zeit, schließlich will ich euch ja auch ein bisschen unterhalten!

Gute Nacht noch!
Eure Nachteule Fräulein Mit-Ohne-Gefühl :)

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5 Gedanken zu “Unproduktivität deluxe…

  1. Liebes Fräulein,

    so viel zu den guten Vorsätzen – eigentlich wollte ich mich von deinem Blog losreißen :-(

    Na ja, da ich eine hochsensible Scannerin bin, neugierig und neue Entdeckungen und Schätze nicht so schnell loslassen kann, bin ich immer noch hier…

    Also: Für hochsensible Menschen sind solche Tage wertvoller denn je! Zeiten, in denen man alleine ist – Zeiten, in denen das von den Tagen zuvor Erlebte im Gehirn einsortiert und verarbeitet werden muss. Dieser Prozess kann nur vonstatten gehen, wenn man alleine ist und Ruhe hat.

    Bei mir kommt es sogar manchmal vor, dass ich einfach so 2 Stunden auf der Couch liege und gar nichts tue – rein gar nichts. Da ich mich mittlerweile selbst sehr mag versuche ich das zu genießen und kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn die Küche in diesem Moment einfach schmutzig bleibt.

    Noch ein anderes Stichwort: Überstimulation. Wenn ich auf einer Geburtstagsfeier bin mit vielen Leuten, mich an Unterhaltungen beteilige (ich bin ein sehr offener und diskussionsfreudiger Mensch, extrovertiert eigentlich) oder sehr viel um mich herum passiert, z.B. in Einkaufsstraßen, wie auch immer, dann muss ich aufpassen, dass ich nach einer gewissen Zeit nicht in der Überstimulation lande. Das ist eine Phase, in der ich mich wie benebelt fühle – wie wenn ich unter einer Käseglocke hängen würde. In so einer Phase kann ich auch nicht die kleinsten Kleinigkeiten erledigen – ich wäre 3 mal so langsam und würde viel mehr Fehler machen als in meinem Normalzustand. Überstimulation bedeutet, ich bin voll von Reizen und es wird an der Zeit, meinem Kopf und meinem Körper Ruhe zu gönnen.

    So, das wars aber wirklich für heute. Ich habe Hunger (auch das kann zur Überstimulation führen – innere Reize – wenn ich lange Zeit den Hunger mit mir herumtragen muss, werde ich brummelig) ;-)

    Liebe Grüße,
    Julia

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  2. Ein allerletztes zur Ergänzung:

    Das Gefühlsleben von Hochsensiblen ist viel tiefgründiger als das von Normalsensiblen, wir haben ein komplexeres Innenleben. Wir brauchen einfach mehr Zeit, um die ganzen Erlebnisse zu verarbeiten. Dafür sind wir in vielen Dingen gründlicher und berücksichtigen viel mehr Aspekte als Normalsensible. Alles hat seine Vor- und Nachteile…

    Wenn man sich all diesen Aspekten über Hochsensibilität im Klaren ist, kann man seine Vergangenheit auch ganz neu bewerten – Situationen von früher, in denen man anders oder womöglich scheinbar „falsch“ reagiert hat, erscheinen dann in einem ganz anderen Licht. Man kann sich so selbst verzeihen und gesundet nach und nach… Ein toller Prozess.

    Alles Liebe,
    Julia

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